13. Dezember 2011

Konferenzbericht European Students for Liberty

Studenten bezahlen, um sich Vorträge über Libertarismus anzuhören?

220 Studenten und Interessenten aus 25 Ländern haben keine Kosten und Mühen gescheut um bei der ersten European Students For Liberty-Konferenz anwesend zu sein.

Man traf sich vom 18. bis 20. November in Leuven, um gemeinsam Vorträge von Prinz Michael von Liechtenstein, Prof. Pierre Garello (Institute for Economic Studies), Detlev Schlichter (The Upcoming Papermoney Collapse), Tom Palmer (Cato Institute, Atlas Network) und vielen weiteren zu lauschen und neue interessante Dinge zu lernen. In der Planung zu dem Event waren wir vorsichtig und haben gehofft, dass etwa 100 klassisch-liberale und libertäre Gäste kommen. Dass wir über 200 Interessenten empfangen durften, hätten wir nie gedacht. Es gibt noch Hoffnung für Europa.

Wir sind keine politische Organisation, nehmen keine Staatsgelder an und konnten daher auch keine Anreisekosten oder ähnliches übernehmen. Dementsprechend hoch war die Motivation der Teilnehmer. Man konnte sich problemlos mit der Mehrzahl der Studenten über Rothbard, Mises, Objektivismus, Fiatmoney, das Seasteading-Projekt unterhalten und über geistiges Eigentum und liberale Philosophie diskutieren. Es war ein Erlebnis, das mir und vielen anderen wieder Hoffnung gegeben hat, was die Zukunft anbelangt. Die Ideen der Freiheit sind lebendig und werden von wissbegierigen jungen Menschen nachgefragt. Nach der Konferenz haben sich auch neue Gruppen aus Frankreich, Litauen und Polen unserem Netzwerk angeschlossen. Ein Teilnehmer hat sogar ein Lied nach der Konferenz gedichtet. Diesem können Sie in dem Video, welches Sie im Anhang finden, lauschen.

Die European Students For Liberty existieren nun seit sechs Monaten in Europa, und die Konferenz war nur der Anfang. Wir haben Größeres vor und versuchen die Mittel aufzutreiben, um im Herbst nächsten Jahres mehrere Konferenzen an verschiedenen Orten in Europa zu organisieren. Wir haben eindrucksvoll erlebt, dass die Nachfrage nach diesen Ideen vorhanden ist. Zur Zeit werden jedoch die intellektuellen Bedürfnisse der Studenten weder von den Universitäten noch von den Parteien befriedigt. Genau da setzen wir an und unterstützen Studenten mit dem Aufzeigen von Möglichkeiten innerhalb der liberalen Bewegung, mit kostenlosen Büchern (wir haben 2.200 Bücher über die „Morality of Capitalism“ bei unserer Konferenz verteilt) und einem breiten europäischen Netzwerk.

Diese Konferenz war nur von einer Hand voll Studenten organisiert. Es gibt jedoch noch sehr viel zu tun. Deswegen werden wir demnächst unseren Vorstand öffnen und hoffen auf viele Bewerbungen aus ganz Europa, so dass wir gestärkt unsere Arbeit fortsetzen können.

Wenn Sie an unserer Arbeit interessiert sind oder Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, mir eine E-Mail zu schreiben.

Zum Autor:

Wolf von Laer ist im Vorstand der European Students For Liberty tätig. Er ist Autor des Buches „Probleme des etablierten Notenbankensystems – Free Banking als Alternative? und studiert Austrian Economics in Madrid.

Emailadresse des Autors:

wvonlaer@studentsforlibery.org

Links:

Video zur Konferenz mit eigenem Lied

Students for Liberty

Halbjahresreport der ESFL


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Wolf von Laer

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