29. März 2012

Tod in Florida Obamas Arroganz und zügellose Scheinheiligkeit

Ein Schwarm von Aasgeiern beutet eine Tragödie zu eigenen Zwecken aus

Neulich habe ich mir den Medienzirkus über den sehr beunruhigenden Zwischenfall angesehen, der in Sanford, Florida, stattgefunden hat. Es war unmöglich, ihm aus dem Weg zu gehen, weil das Erschießen des jungen Mannes, Trayvon Martin, der Aufmacher in nahezu jedem einzelnen Medienkanal geworden ist. Ich habe gezögert, über diese Angelegenheit zu schreiben und werde zum Fall selbst keinen Kommentar abgeben, aber dieser wurde jenseits aller Vorstellungen sensationalisiert. Dies hätte ohne die Mainstream-Medien und deren Antrieb, um jeden Preis eine die ganze Nation betreffende Geschichte zu konstruieren, nicht passieren können.

Meine Fragen würden sich nicht auf irgendwelche Rassenzusammenhänge konzentrieren, weil das irrelevant sein sollte und weil der vorzeitige Tod eines jeden, egal welcher Hautfarbe, immer eine Tragödie darstellt. Also warum dreht sich fast die gesamte Berichterstattung um weiß gegen schwarz oder schwarz gegen weiß?

Ich würde fragen, warum die Hautfarbe einer Person wichtig sein sollte und warum irgendein größeres Gewicht auf eine dermaßen oberflächliche und offensichtlich rassenbezogene Schlussfolgerung gerichtet werden sollte? Sind wir nicht alle gleich, insofern wir alle Menschen sind? Wurden wir nicht alle mit denselben natürlichen Rechten geboren? Leben wir nicht alle zusammen auf dieser Erde? Hat irgend jemand von uns einen Einfluss darauf, wo wir geboren werden oder welche Hautfarbe wir haben? Verdient irgend jemand von uns bessere Berücksichtigung nur aufgrund der Konsequenzen unserer Geburt und unseres Erbes? Wäre die Rasse eine dermaßen große Sache ohne die Hetzer, die Politiker und das von den Medien vorgenommene fortwährende Hochkochen des Hasses zwischen der einen und der anderen Gruppe? Ist im großen und ganzen betrachtet das Leben eines Menschen nur aufgrund seiner Hautfarbe mehr wert als das Leben eines anderen Menschen? Nur die Wahrheit sollte von Bedeutung sein, außer für jene mit einer Agenda und die etwas an den Schmerzen anderer verdienen.

Was passiert hier eigentlich wirklich? Ist diese Geschichte wahr oder inszeniert? Das Geschehene ist Wirklichkeit, aber jene, die vom Tode dieses jungen Mannes profitieren möchten, haben fast den ganzen Rest inszeniert. Diejenigen, von denen ich rede, sind nicht daran interessiert, die Wahrheit herauszufinden und sie sind nicht an dem Verstorbenen oder seiner Familie interessiert, sie interessieren sich nur für sich selbst und wie sie ein Publikum bekommen.

Wer sind diese Parasiten? Sie haben alle Hautfarben und sie sind von der Linken und der Rechten, aber sie sind alle gleich. Sie sind Ausnutzer, und sie sind Ausnutzer mit einer Agenda. Egal ob sie in den Medien, in der Politik sind oder einfach Hetzer, die darauf aus sind, die Rassen untereinander zu spalten, sie alle kommen wegen der Kameras und der Berühmtheit, die sie anstreben. Sie ähneln sehr den Aasfressern, die an jeden Ort gezogen werden, an dem ihnen Aufmerksamkeit garantiert ist und sie Ärger verursachen können.

Und natürlich der Präsident selber, Barack Obama, der König aller Politiker, trat ebenso hervor, um über dieses besondere Ereignis zur Nation zu sprechen. Seine Worte und Gesten waren der Inbegriff agendagetriebener Politik. Wie üblich, waren seine Sätze sorgfältig gewählt und auf eine Weise vorgetragen, die falsches Mitleid vortäuschen sollte. Er erlaubte sich sogar die Bemerkung: „Meine wichtigste Botschaft geht an die Eltern von Trayvon Martin. Sie wissen, wenn ich einen Sohn hätte, er würde wie Trayvon aussehen.“ Mit dieser Äußerung plazierte er sich inmitten der Martin-Familie, während er gleichzeitig den Tod dieses jungen Mannes für einen politischen Trick benutzte, um seine Umfragewerte zu erhöhen. Welch narzisstisches Schauspiel dieses erbärmlichen politischen Darstellers!

In den USA finden im Durchschnitt ungefähr 61.000 Morde pro Jahr statt, davon die Hälfte aufgrund von Schusswunden. Jeden Tag sterben mehr Menschen aus anderen Gründen, aber Obama hat sich diesem Einzelfall persönlich angenommen und darüber zur ganzen Nation geredet. Warum nur diesen einen Vorfall? Warum heuchelt er kein Mitgefühl für jeden der vielen anderen Todesfälle, die sich in diesem Land ereignen? Warum heuchelt er kein Mitgefühl für die Todesfälle der Unschuldigen, die im Ausland durch amerikanische Truppen ermordet werden, Truppen die er kommandiert?

Obamas Scheinheiligkeit ist hier völlig inakzeptabel und sprengt die Vorstellungskraft einer jeden moralisch denkenden Person. Dieser Präsident hat die von der Bush-Regierung begonnenen Angriffskriege übernommen und das Blutbad dramatisch ausgeweitet. Er hat weitere aggressive Einmischung und Kriege in Ägypten, Pakistan, Libyen, Jemen und Syrien zu verantworten, während er den Iran und andere Länder bedroht. Sein Regime und sein Militär haben tausende unschuldiger Zivilisten im Mittleren Osten ermordet. Die jüngste Attacke im Süden Afghanistans durch einen U.S.-Soldaten war buchstäblich ein Abschlachten von Familien, einschließlich kleiner Kinder im Schlaf. Dies alles geschah, aber nicht ein Hauch wahren Mitgefühls war jemals von Obama über irgendeinen dieser Toten zu hören, außer in Form von „Blutgeld“, mit dem die Angehörigen der getöteten Familienmitglieder in Afghanistan entschädigt wurden.

Letztes Jahr im Oktober prahlte Obama mit dem Attentat auf einen amerikanischen Staatsbürger, Anwar al-Awlaki in Jemen. Zwei Wochen später fand das Attentat auf al-Awlakis 16jährigen Sohn, einen amerikanischen Staatsbürger, statt. Sein 17jähriger Cousin und neun weitere junge unschuldige Menschen starben bei diesem vorsätzlichen Anschlag. Al-Awlakis Sohn war der dritte Amerikaner, der absichtlich durch die U.S.-Regierung innerhalb dieser 14 Tage ermordet wurde. Keiner bekam irgendeine Unterstützung oder einen Prozess oder ein ordentliches Gerichtsverfahren und kein Mitgefühl wurde aufgebracht.

Interessiert sich Obama wirklich für den Tod unschuldiger Menschen, Kinder eingeschlossen? Offensichtlich möchte er, dass die Massen von teilnahmslosen Staatsanbetern – auch Wähler genannt – in diesem Land das denken, oder warum würde er sich ausgerechnet des Todes des Martin-Jungen persönlich annehmen? Es gab viele tausende Todesfälle von Zivilisten im Ausland und über 60.000 Morde, die jedes Jahr in diesem Land stattfinden aber er wählte nur einen, um darüber zu reden. Warum?

Die Antwort ist natürlich offensichtlich. Dies ist pure Scheinheiligkeit! Aber es ist nicht nur Scheinheiligkeit, sondern auch politische Effekthascherei, die zu Obamas persönlichem Gewinn genutzt wird, und zwar auf Kosten der Wahrheit. Was ist in der Welt aus Bescheidenheit, wahrem Mitgefühl, Sensibilität, Moral und Aufrichtigkeit geworden? Was wurde aus der Liebe zueinander? Was wurde aus dem gesunden Menschenverstand? Ich kann Ihnen sagen, dass von diesen Dingen keines im Weißen Haus und keines im Großteil der Hauptstrom-Medien existiert

All jene, die einen „zweckdienlichen“ Tod zu ihren Gunsten auf Kosten anderer ausnutzen, die versuchen, eine Agenda des Hasses zu fördern und die ihre Position dazu nutzen, diese Dinge zu tun, sind kalkulierend und prinzipienlos. Ich konzentriere mich hier auf Obama nicht weil er ein Einzelfall ist, sondern wegen seiner machtvollen Position. Sein Verhalten, ein Verhalten, das ebenso von denen die ihn unterstützen geteilt wird und von denen die handeln würden wie er handelt, ist jenseits aller Verachtung und sollte als Beweis des fortschreitenden Niedergangs dieser Gesellschaft dienen!

Information:

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 28.3.2012 auf der Webseite lewrockwell.com unter dem Titel „Obama’s Arrogance and Rampant Hypocrisy“ veröffentlicht. Übersetzung für ef-online von Robert Grözinger.


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Autor

Gary D. Barnett

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