20. Dezember 2013

Zum Fest Weihnachtsgeschichte reloaded

Es begab sich aber zu der Zeit...

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Wähler ausging, dass das Parlament neu gewählt würde. Und diese Wahl war die allerletzte und geschah zur Zeit, da Merkel Kanzlerin in Deutschland war. Und jeder Abgeordnete ging, dass er sich wählen ließe, ein jeglicher in seinen Wahlkreis.

Da machte sich Gabriel aus Niedersachsen, aus der Stadt Goslar in die ferne Hauptstadt, die da heißt Berlin, weil er SPD-Vorsitzender war, auf dass er sich wählen ließe mit Nahles, seiner anvertrauten Generalsekretärin, die ward blass.

Und als sie gewählt waren, kam die Zeit, da sie gebären sollten eine große Koalition mit der Union. Und sie gebaren eine große Koalition und wickelten sie in Mindestlöhne, Mütterrenten, „Rente mit 63“ und Frauenquoten und legten sie ihrer Basis vor, denn sie hatten große Sorge um die Zustimmung der SPD.

Und es waren Christdemokraten in derselben Gegend auf dem Felde des Parlaments, die hüteten des Nachts ihre Herde Abgeordnete. Und siehe, der Merkels Statthalter traten zu ihnen, und die Wiederwahl Merkels leuchtete vor ihnen. Und sie fürchteten sich sehr. Und Merkels Statthalter sprachen zu ihnen: Fürchtet Euch nicht vor Merkels Wiederwahl. Siehe, wir verkündigen Euch große Freude, die Basis der SPD hat Wohlgefallen an der großen Koalition. Denn Euch ist die große Koalition geboren, welche mit mehr Allmacht für uns alle kommt. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden die große Koalition in Windeln gewickelt und jeder von Euch wird reich beschenkt.

Und alsbald war da bei den Statthaltern die Menge der CDU-Abgeordneten, die lobten Merkel und sprachen: Ehre sei Merkel in der großen Koalition und den Wählern in Deutschland ein Wohlgefallen. Und da die Statthalter von ihnen gen Ministerium fuhren, sprachen die CDU-Abgeordneten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Parlament und das Fell des Bären verteilen, so dass jeder von uns etwas bekomme. Und sie kamen eilend ins Parlament und fanden beide, Gabriel und Nahles, dazu die Merkel im Plenum. Da sie die Merkel aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches die Statthalter ihnen gesagt hatten. Gehet hin und verteilet die Posten.

Nahles aber erhielt das Arbeitsministerium und bewegte dieses in ihrem Herzen. Und alsbald kam der Engel Asmussen zu ihr und sprach: ich verkünde Euch große Freude. Ihr seid blass und ich will Euch helfen. Die himmlischen Heerscharen in Frankfurt bei der EZB haben mich gesandt, den Sozialismus nicht nur beim Geld einzuführen, sondern überall. Und die Abgeordneten kehrten wieder um, priesen und lobten die große Koalition um alles, was sie gehört, gesehen und verteilt hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Und da 80 Tage um waren, dass Merkel vereidigt würde, da ward ihr Name genannt Kanzlerin, welcher gewählt war von Gabriel und fast allen Abgeordneten der großen Koalition, ehe denn die Tinte des Koalitionsvertrages trocken ward.

Fröhliche Weihnachten!


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