28. Mai 2014

Europawahl Herzlichen Glückwunsch, Nigel Farage!

Sie sind das eine Prozent

Nigel Farage hat Labour und die Konservativen schlagen können. Es ist das erste Mal in der Geschichte Großbritanniens, dass eine kleinere Partei den Sieg davontragen konnte. Nigel Farage, der vom politischen Einheits-Establishment gehasst, von den Wählern aber ganz offensichtlich geliebt wird.

Der Ausgang bei der Europawahl ist für diesen wunderbaren Mann und dessen Partei ein fulminanter Triumph und eine Bestätigung dafür, dass es in dieser verrückten Welt doch eine ganze Menge Menschen gibt, die man mit billiger „Rechte-Ecke-Polemik“ nicht beeindrucken kann – das ist eine wirklich gute Nachricht.

Auch in Frankreich, dem Hort des Sozialismus, hat es ordentlich gerumst. So sprach der französische Premierminister von einem „politischen Erdbeben“ und sagte, dass die „Lage für Europa besorgniserregend“ sei. Hier bei uns in Deutschland ist eigentlich nichts passiert. Die AfD hat zwar sieben Prozent eingefahren, was zu erwarten war und ihr zu gönnen ist, Herr Lucke konnte aber gar nicht schnell genug betonen, dass er „auf keinen Fall rechts sei“ und eine Zusammenarbeit mit Mister Farage ausgeschlossen ist. Martin Schulz wird attestiert, dass er die Menschen in Europa „begeistert“ habe und Frau Merkel ist immer noch der unangetastete Star der ganzen Veranstaltung. Hier wird also alles so weitergehen wie bisher.

Wir müssen daher unsere ganze Hoffnung auf den Mann von der Insel setzen, der dem Brüsseler Haufen jetzt noch mehr auf die Füße treten wird und sich von Parolen nicht einschüchtern lässt.

Lernen werden unsere Politikdarsteller daraus nichts; sie werden bis zum bitteren Ende die Augen vor der Wahrheit verschließen und den Menschen eine Welt aufzwingen, die diese nicht wollen. Dies wird politische Unruhen auslösen und auch die Menschen in Deutschland werden irgendwann begreifen, dass berechtigte Kritik nichts mit „rechts sein“ zu tun hat und aus ihrer Angststarre erwachen. Die Bevölkerung ist viel klüger als Politiker dies im Allgemeinen glauben, sie ist eben nur auch sehr vertrauensselig und eine jahrzehntelange Gehirnwäsche wirkt nun einmal ein paar Tage nach.

Nigel Farage will, dass Europa die EU verlässt. Ja, Herr Farage, das ist eine feine Idee. Es ist deswegen eine feine Idee, weil ein Zusammenschluss, der grundsätzlich Vorteile für die Menschen haben soll, dazu missbraucht wird, einigen Weltherrscheranwärtern ein luxuriöses Leben auf andere Leute Kosten zu finanzieren. Es ist deswegen eine feine Idee, weil wir keine Bevormundung brauchen, um miteinander Handel zu betreiben und Gastfreundschaft zu leben. Wir brauchen auch keine Einheitswährung, wir brauchen aber auch keine nationale Währung. Was wir brauchen, ist Geld. Geld, das wertgedeckt ist. Und wir brauchen Politiker, die sich für ihre Brötchengeber einsetzen.

99 Prozent der Politik ist vollkommen überflüssig, das restliche eine Prozent, Herr Farage, sollte von Menschen wie Ihnen ausgefüllt werden. Von Menschen mit einem starken Rückgrat und einem aufrechten Gang. Ihr Leben leben – das tun die Menschen ganz von allein. Sie wissen nämlich am allerbesten, was gut für sie ist.

In diesem Sinne, Herr Farage, meinen aufrichtigen Glückwunsch – und allen erdenklichen Erfolg. Bleiben Sie vor allem so wie Sie sind… sonst gehören Sie auch zu den 99 Prozent, auf die wir verzichten können.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Café Liberté.


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