05. November 2014

EU Überflüssig und übertrieben bürokratisch

Drastische Worte des Jagdverbands FACE

FACE ist davon überzeugt, „dass der neue Entwurf der Kommission sich gegen den falschen Personenkreis wendet, das heißt gegen gesetzestreue Jäger, und dass der nachhaltige Handel mit Wildtieren auch durch weniger restriktive Maßnahmen gewährleistet werden kann.

Schon heute ist für die Einfuhr von Trophäen dieser sechs Tierarten in die EU eine Ausfuhrgenehmigung des Landes erforderlich, aus dem die Trophäe ausgeführt beziehungsweise wiederausgeführt wird. Außerdem hat das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES), das von der EU ratifiziert wurde, weltweit einheitliche und verbindliche Verfahren eingeführt, um den Handel mit Wildtieren und dessen Auswirkung auf die gehandelten Tierarten zu regulieren.

Leider geht die Kommission den entgegengesetzten Weg hin zu mehr Unilateralismus, anstatt die international vereinbarten Kooperationsverfahren zu nutzen.

Nun besteht die Gefahr, dass Jäger aus der EU aufgrund der neuen überflüssigen und unproduktiv bürokratischen Auflagen auf ihre Jagdpläne verzichten. Dadurch sinken die Einnahmen der Behörden, Veranstalter und Gemeinden in den Verbreitungsgebieten, die zum Schutz dieser Tierarten eingesetzt werden können. Außerdem haben einige Staaten bereits angedeutet, dass die Administration der neuen Vorschrift Mittel der Wildtierbehörden von der dringenderen Durchsetzung von Artenschutzbestimmungen abzieht.“

Der EU fällt nichts mehr ein, außer Kontrollen, Überwachungen, Einschränkungen und Verboten.

Die einzigen Nutznießer sind dabei die Politiker selber, da wir ihnen hierfür viel zu viel Zeit zur Verfügung stellen, die IT-Unternehmen, die die Hard- und Software hierfür bereitstellen und die externen „Beratungsfirmen“, die für ihre Arbeit bezüglich Telefonumfragen, Feldstudien und Gutachten bezahlt werden. Den Schaden haben der Verbraucher, die Steuerzahler und die Wirtschaft, die hierfür die Gelder bereitstellen müssen, sowie die Bürgerämter, die trotz erhöhter Kontrollast kein weiteres Personal erhalten.

Dabei ist es egal, ob es um Jagdtrophäen, Klospülungen, Waffenbesitz, Maut, Sprengstoffe, Datenerfassung, GEZ, Hundehaltung oder ähnliches geht.

Politiker belasten die Leistungsträger in der EU mit übertriebenen bürokratischen Auflagen, Kontrollen und Kosten. Es arbeiten in Deutschland nur noch 33 Prozent in der freien Wirtschaft, der Rest der Arbeitnehmer wird vom Staat bezahlt. Doch woher soll das Geld dafür kommen? Jedenfalls nicht von der hoch subventionierten grünen Energiewirtschaft, deren Firmen gerade in Insolvenz gehen.

Ach, ich vergaß. Das Geld kommt natürlich künftig von den Cayman Islands, aus Liechtenstein und der Schweiz...

Und die EU hat dadurch auch ein Teilziel erreicht: Alles, was sie nicht mag, wird so unattraktiv wie möglich gemacht, damit sich niemand mehr damit beschäftigen möchte. Dazu scheint auch die freie Wirtschaft zu gehören, da die EU die Nachfrage nach deren Gütern immer mehr einschränkt. Fragt sich nur, wo das Geld herkommt, wenn die Quellen auf den Cayman Islands erschöpft sind.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog der Autorin.


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