19. Dezember 2014

Inflation und Deflation Versklavung in der „sozialen Marktwirtschaft“

Auf dem Weg in den Bankrott

Die Erzeugerpreise in den USA fielen im November zum Vorjahr um 0,2 Prozent und die in der EWU um 0,4 Prozent. In Frankreich fiel die Kerninflationsrate um 0,2 Prozent und die Großhandelspreise in der BRD gingen gar um 1,1 Prozent zurück. Grundsätzlich ist Deflation ein natürliches und normales Phänomen, das in kapitalistischen Ländern mit freier Marktwirtschaft einen Dauerzustand darstellt. In dieser Welt freut sich der kleine Arbeiter über den Rückgang der Preise, denn seine Ersparnisse für die Altersvorsorge werden dank der Deflation mehr wert, womit die Zukunft abgesichert wäre und man sich vom monatlichen Einkommen auch ständig mehr Produkte und Dienstleistungen leisten kann.

So schön wäre es in einer freien Welt mit Marktwirtschaft, jedoch leben wir in Europa in fast gänzlich sozialistischen Staaten, die dem kleinen Mann einen Strich durch seine Lebensplanung machen, da sie eine ständige Inflation und Entwertung von Vermögen und Einkommen erzwingen. Inflation ist der Wegbegleiter des Sozialismus, die für die grenzenlose Ausbeutung einer Gesellschaft sorgt. Wäre Angela Merkel ehrlich, müsste sie in etwa Folgendes sagen: „Liebe Bürger – leider ist Deflation gefährlich für uns sozialistische Politiker aller Couleur, da wir Eure Ersparnisse und Altersvorsorgen schon ausgegeben haben, um unsere unhaltbaren Wahlversprechen und unsere Bürokratie auf Schulden zu finanzieren. Wenn es jetzt Deflation gäbe, würde die Schuldenlast des Staates noch größer und das Kartenhaus unserer leeren Versprechen und Lügen bräche über unserer sozialistischen Politik in sich zusammen. Und auch unsere Bankerfreunde, denen wir das sozialistische Monopol auf Geldschöpfung gegeben haben, könnten im Falle der Deflation das Geld, dass sie euch Sparern schulden, nie und nimmer zurückzahlen und würden alle bankrottgehen. Deshalb werden wir über die Notenbank Geld drucken lassen, um die Schulden des sozialistischen Staates und die Schulden der Kreditbetrug begehenden Banken über Entwertung abzubauen. Natürlich wird dieser inflationäre Prozess eure Ersparnisse sowie eure Altersvorsorge ebenso entwerten und eure Einkommen schmälern, sodass ihr euch nichts mehr leisten könnt und nichts mehr habt, aber nur so können wir uns, die Banken und unser sozialistisches Eurotopia retten. Wir sozialistischen Politiker haben es zwar verbockt, aber ihr Bürger werdet dafür bezahlen. Dank unserer medialen Macht und sozialistischen Einheitspresse schieben wir die Schuld an eurer Armut dann auf erfundene ‚neoliberale Deregulierungen‘ und den Kapitalismus, den es hier eigentlich ja gar nicht mehr gibt, sodass ihr bei der nächsten Wahl noch mehr Sozialismus fordert und uns weiter als arme und unzufriedene Sklaven treu bleibt.“

So einfach wie dieser Prozess der sozialistischen Versklavung in der „sozialen Marktwirtschaft“ eigentlich ist, so undurchschaubar ist dieser für die Masse. Obwohl die BRD mit einer impliziten Staatsquote von circa 75 Prozent bereits praktisch längst das sozialistische Wunderland ist, das den Kapitalstock der letzten Generationen bereits aufzehrt und vielerorts für Armut und Not sorgt, hat es nun ein Kommunist an die Landesspitze in Thüringen geschafft. Den Menschen ist nicht bewusst, dass das Problem der real existierende Sozialismus in der BRD ist und besonders die kleinen Leute immer diejenigen sind, die unter diesem leiden. Jede Politik ist sozialistisch – nur keine Politik ist marktwirtschaftlich und freiheitlich. Wer glaubt, dass Ramelow und seine kommunistischen Genossen mit noch mehr Diebstahl und noch mehr Umverteilung, primär in die eigenen Taschen und sekundär in die ihrer Günstlinge, eine bessere Welt schaffen, wird wie immer im Sozialismus/Kommunismus, letztlich von den harten ärmlichen Fakten eingeholt werden. Schuld werden dann immer jene sein, die bis dahin noch hart und unternehmerisch produziert und gearbeitet haben, bis man diesen auch das letzte Hemd gestohlen haben wird. Spätestens dann wird der Sozialismus seinen wirtschaftlichen, sozialen, geistigen und moralischen Bankrott erklären müssen.

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