23. März 2015

Neuer Feminismus Ein himmelschreiender Schwachsinn

Yasmin Fahimi hat mal wieder Käse der ganz besonderen Art von sich gelassen

Dossierbild

Yasmin Fahimi hat mal wieder Käse der ganz besonderen Art von sich gelassen. Obwohl – so besonders ist das gar nicht.

Eigentlich ist der Yasmin-Fahimi-Käse zur Normalität geworden. Und eigentlich müsste man diese Dame zumindest respektieren … schließlich tritt sie für „Frauenrechte“ ein, meint man. Und es sind ja auch nicht allzu wenige, die sich von ihrem Gesabbele beeindruckt zeigen. Ob sie davon plappert, dass Unternehmer wahlweise doof oder Verbrecher sind, wenn sie sich am Bürokratenirrsinn der Stundenzettel nicht beteiligen wollen, oder sie den Mindestlohn als „historische Leistung“ bezeichnet … es gibt ganz offensichtlich eine ganze Menge Menschen, die fest glauben, dass Frau Fahimi irgendetwas zu ihrem Wohlergehen beitragen würde.

Nun … wie dem auch sei, am 20. März 2015, dem internationalen Tag des Glücks, traf nicht nur die Sonnenfinsternis auf den „equal pay day“, sondern auch (wie passend) himmelschreiende Ungerechtigkeit (à la Fahimi) auf himmelschreienden Schwachsinn (à la Kablitz). Als himmelschreiende Ungerechtigkeit bezeichnet die menschgewordene Gutmenschlichkeit die „Tatsache“, dass Männer angeblich 22 Prozent mehr verdienen als Frauen. „Das ist beschämend“, jammert sie und zeigt dabei jene Sorte Schmollmundbetroffenheit, die bezeichnend ist für die Damen in all den sozialistischen Parteien, die den ehrenwerten Grundsatz, dass alle Menschen vor dem Recht gleich sein sollten, permanent in den Dreck ziehen.

Diese ganze Debatte um die „armen“ Frauen, die so ungerecht behandelt werden, ist zumindest so lange vollkommen verlogen, wie die angeblich vernachlässigten Damen nicht für ihr Recht eintreten, endlich auch bei der Müllabfuhr, als Kanalarbeiterin oder im Bergbau die gleichen Umstände vorzufinden wie als Aufsichtsrätin, Ärztin oder Rechtsanwältin.

Aber im Prinzip geht es der guten Frau Fahimi – stellvertretend für all die Gesellschaftsklempner in der Politik und den davon profitierenden Sondergruppen – weder um Gerechtigkeit noch um „Frauenrechte“. Es geht ihr nicht darum, angebliche Missstände in unserer Gesellschaft zu verbessern. Es geht ihr und ihresgleichen nicht um die „guten Dinge“.

Nein, hier geht es um etwas ganz anderes – und dieses andere ist überaus beängstigend!

Genau hier … genau hier mitten in Deutschland, genau vor unserer Nase, spielt sich ein Gesinnungsterror ab, der nicht nur seinesgleichen sucht, sondern nur noch als gruselig zu bezeichnen ist. Ein Gesinnungsterror inmitten eines totalitären Systems.

Was anderes sollte es denn sonst sein als ein System, das das Leben seiner Bürger systematisch plant und bestimmt – von der Wiege bis zur Bahre? Ein System, in dem Andersdenkende und Kritiker der allseits gewünschten gesellschaftlichen Richtung bedenkenlos als „rechts“ diskreditiert werden und dies auch noch eine breite Mehrheit in der Bevölkerung findet? Ein System, wo der freie Austausch unter freien Individuen zunehmend abgewürgt und mit dem Makel der „sozialen Ungerechtigkeit“ herabgewürdigt wird? Wo die Konkurrenz von Ideen als „unmenschlich“ und die Abweichung von der für richtig gehaltenen Ideologie von den Menschen abgeurteilt wird, die sich für die besseren Menschen halten?

Ein wunderbares Mittel, um all dies zu erreichen, ist der „neue Feminismus“.

Und dieser neue Feminismus geht im Gleichtakt einher mit dem „neuen Sozialismus“. Dem Sozialismus, den clevere Sprachvergewaltiger so vermurkst haben, dass allzu viele ihn sogar für Kapitalismus halten. Den wollen sie nicht mehr – den Kapitalismus, also den vermurksten Sozialismus. Sie wollen den „richtigen“ Sozialismus. Den menschlichen Sozialismus. Und der geht einher mit dem absoluten Wunsch nach Gleichheit.

Aber Gleichheit zwischen Mann und Frau gibt’s nicht. Zumindest nicht, wenn es nach der Natur geht. Nach der Natur geht es aber nicht. Natur ist out … von gestern, nicht mehr gefragt. Neu ist die „neue Natur“. Und die neue Natur sagt, Männer und Frauen sind gleich. Sie wissen es nur noch nicht. Und weil die so blöd sind, das zu erkennen, müssen kluge Menschen nachhelfen und die Dummköpfe erleuchten mit ihrem wachen Geist. Und weil die Menschen aber sehr sehr blöd zu sein scheinen und einige es partout nicht begreifen wollen, muss zu härteren Mitteln gegriffen werden. Und diesen Mitteln liegt eine Zauberformel zugrunde… Eine Zauberformel, die sich aus einem Wort zusammensetzt und höchst effektiv ist, wenn man über das entsprechende Gewaltmonopol verfügt.

Dieses Wort ist: „Zwang“!

Wer nicht willig ist, wird willig gemacht. Und nur so lässt es sich – ohne dass man verrückt zu werden droht – erklären, dass intelligente Menschen sich von diesem angeblichen „Feminismus“ das Hirn weichklopfen lassen. Die allen Ernstes glauben, es gehe darum, Recht zu sprechen. Die allen Ernstes glauben, es gebe „Frauenrechte“. So, als gäbe es „Männerrechte“ oder „Kinderrechte“! Wie krank ist denn so eine Welt? Eine Welt, wo „Menschenrechte“ mit Füßen getreten werden, um postengeilen Kampfweibern und staatsgeldbesoffenen Kampfweibersteigbügelhaltern das Wort zu reden? Wo es nur darum geht, dass eine Klientel nur Rechte hat und alle anderen nur Pflichten? Wo „Frauen“ bei ihrem Geschrei nach „Gerechtigkeit“ noch nicht einmal zu bemerken scheinen, wie sie die Schar der Frauen und Männer beleidigen, die vor vielen, vielen Jahrzehnten einen echten Kampf für das Recht gekämpft haben.

Viele Frauen sehen den Feminismus als eine Bewegung zur Durchsetzung ihrer Gleichberechtigung und übersetzen so den Begriff als „Frauenrechtsbewegung“. Dabei übersehen sie, dass es keine „Frauenrechte“ in einer Rechtsordnung geben kann, weil das grundlegende Prinzip einer jeden liberalen Rechtsordnung die Gleichheit vor dem Recht ist.

Es kann nur Menschenrechte geben.

Spezielle Rechte für die holde Weiblichkeit verstoßen gegen dieses Prinzip und spalten die Menschheit in zwei sich bekämpfende Lager nach dem Gesichtspunkt ihres Geschlechts. Die heutige feministische Bewegung in unserem Umfeld führt keinen Kampf um Gleichberechtigung, sie führt einen Kampf um die Vormachtstellung, sie führt einen Kampf für die Ungerechtigkeit. Damit ist keinesfalls gesagt, dass sexistisches Denken verschwunden ist. Ganz im Gegenteil. Mit jedem Tag, den die Frauen für ihre angeblichen Sonderrechte kämpfen, wird genau dieses sexistische Denken wieder neu angeregt.

Und das ist besonders bitter, denn der gegenwärtige Feminismus der westlichen Welt ist eine Ideologie der weiblichen Karrieristinnen und geht auf Kosten der Frauen, die sich für echte Gleichberechtigung stark machen und damit ein großartiges Ziel verfolgen. Der ständige Ruf nach Privilegien und Sonderbehandlung für Frauen macht das zunichte, was Generationen von Frauen (und Männern!) vor uns an Gleichberechtigung erkämpft und durchgesetzt haben.

Heute geht es nur noch darum, eine kleine Clique von Schmarotzer(innen) in die gut bezahlten Jobs zu hieven.

Unabhängig davon, ob sich diese kleine Clique diese Position auch erarbeitet hat. Unabhängig von der Frage, ob man alles im Leben haben kann und andere einem dies gefälligst zu ermöglichen haben. Da wollen Frauen genauso viel verdienen wie Männer. Sollen sie! Müssen sie! Aber dafür muss man etwas tun! Ja! Tun! Frauen müssen möglicherweise Risiken eingehen. Zum Beispiel das Risiko, zu scheitern. Und die Bereitschaft, am Abend, in der Nacht und am Wochenende zu arbeiten. Die Bereitschaft, nicht regelmäßig in Urlaub zu fahren. Frauen, die bereit sind, den gleichen anstrengenden Weg zu gehen, wie Männer es tun. Die bereit sind, genauso viel zu arbeiten, unter den gleichen Umständen, unter dem gleichen Stress. Die, die nicht nur wünschen und einfordern.

Aber so ist es halt in unserer Welt. Da gibt es sie en masse, die „Damen“, die der festen Überzeugung sind, dass es keine Rolle spielen darf, ob man zehn Semester Jura studiert und sich danach blöd gearbeitet oder ein Kind geboren hat. Die der festen Überzeugung sind, dass vor allem die Mutterschaft mit dem Anrecht verbunden ist, „alles“ haben zu dürfen … ein frei stehendes Einfamilienhaus, absolute Selbstverwirklichung, eine erfüllte Partnerschaft, zwei Kinder auf dem Gymnasium (ein Junge und ein Mädchen), eine Top-Karriere mit einem geregelten, sicheren und ständig steigenden Einkommen und als Sahnehäubchen oben drauf noch die ständige Huldigung dafür, dass die Zukunft durch diese Übermenschen gerettet wird. In unserer Welt werden die Tatsachen auf den Kopf gestellt, Äpfel mit Birnen verglichen, alles durcheinandergeschmissen.

Und warum? Ja, der Grund ist ganz einfach … und er ist totalitär.

Durch die Hintertür wird im Namen der „Gerechtigkeit“ heimlich, still und leise die vollständige Überwachung eingeführt … hören Sie genau hin! Hören Sie sehr genau hin, wenn von der Forderung nach „transparenten Gehältern“ die Rede ist. Hören Sie sehr genau hin, wenn die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Elke Ferner, feststellt: „Jetzt brauchen wir eine gesetzliche Regelung für mehr Lohngerechtigkeit. Im Koalitionsvertrag haben wir mehr Transparenz und damit mehr Lohngerechtigkeit durchsetzen können“!

Und wundern Sie sich nicht, wenn in nicht allzu weiter Ferne der Begriff „Gleichschaltungsgesetz“ wieder zu neuen Ehren kommt.

Aber dann ist es zu spät!

Dieser Artikel erschien zunächst auf freiraum – Magazin für klassischen Liberalismus.

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