28. Januar 2016

Politiker Eine Rasselbande des Grauens

Rechte durchsetzen gegen die Weltherrscher-Gewerkschaft

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Bildquelle: shutterstock Sinnbildlich: Politiker und Bürger

Der Journalist und Wegbereiter des Feuilletons, Carl Ludwig Börne (1786-1837), stellte vollkommen zu Recht fest, dass das Geheimnis der Macht eines Menschen darin begründet liegt, dass seine Mitmenschen noch feiger sind als er selbst.

Wie ließe sich sonst erklären, dass „wir“ einer im Verhältnis zum gesamten Volk kleinen Gruppe alle vier Jahre unser Vertrauen aussprechen? Ein Vertrauen, das zunehmend und in immer dreisterer Form massiv missbraucht wird?

In weiten Teilen dieses Landes applaudieren wir Menschen, die lediglich Leistungen von anderen einfordern und selbst aus jeder eigenen Pflicht entlassen sind. Die es für völlig selbstverständlich halten, sich selbst mit Lobhudeleien und der süßen Glasur des Gutmenschentums zu beglücken, obwohl sie nichts anderes tun, als beständig die Bürger und Steuerzahler dazu zu zwingen, Opfer zu erbringen, damit sie selber sich als Wohltäter und Menschenfreunde präsentieren können.

Wir scheinen ein ernsthaftes Problem mit unserem Selbstwertgefühl zu haben.

Dies ist aber auch kein Wunder, denn dieses Mangelbewusstsein wird ja ganz gezielt gefördert. Nichts hat ein Politiker lieber, als sein Stimmvieh ordentlich an der kurzen Leine zu führen. Und dies geht nun mal am effektivsten, wenn er diesen Untertanen beständig einredet, dass sie zum selbstverantwortlichen Leben eigentlich zu doof sind. Kein Politiker hat ein Interesse daran, dass die Bürger selbstbewusste und starke Persönlichkeiten sind, die mutig und voller Tatendrang ihr Leben in die Hand nehmen. Politiker wünschen sich das Menschenbild des Versagers, denn nur dann können sie die Bühnenshow „gegen die Armut“ aufführen.

Sie arbeiten mit voller Inbrunst und Leidenschaft daran, die Menschen in ihrem zunehmend unschöneren Ausnahmezustand verharren zu lassen, damit sie ihre Überlegenheit voll auskosten können.

Da wird in Politikerkreisen gönnerisch von der Förderung „bildungsferner“ Menschen gefaselt. Ich würde zu gerne wissen, wie viele von diesen „Bildungsfernen“ unter den Abgeordneten zu finden sind, die nur so clever waren, aus ihrer völligen Inkompetenz noch einigermaßen Kapital zu schlagen. Wie viele werden Politiker, die in der realen Wirtschaft wahrscheinlich keinen Job bekommen würden, der ihnen den Lebensunterhalt sichert? Claudia Roth ist so ein charmantes Beispiel.

Keine Ausbildung, kein Beruf, keine Qualifikation. Wie „bildungsnah“ soll das sein?

Wer würde diese Frau, die zudem noch dadurch auffällt, dass sie ständig „betroffen“, „berührt“ und „empört“ ist, einen unter Wettbewerbsbedingungen ausgeschriebenen Job geben? Die als Vertreterin des deutschen Volkes gewählt werden möchte und vollkommen unerschrocken Dinge sagt wie: „Deutsche sind Nichtmigranten, mehr nicht!“ Welche Aufgabe soll sie übernehmen, wenn „Rot-Grün“ gewählt werden sollte? Außenministerin? Kultusministerin?

Das deutsche Volk muss sich wirklich selbst sehr verachten, bekommen die „Grünen“ doch regelmäßig mehr als zehn Prozent der Stimmen. Immer noch! Nach all den Offenbarungen, die inzwischen an die Öffentlichkeit gespült worden sind. Mehr als zehn Prozent! Das muss man sich mal vorstellen. Wie pervers das ist.

Dass sie sich nur noch pro forma um Umwelt kümmern, geschenkt; geht es doch inzwischen viel mehr darum, die Zaubermittel der Menschenmacher auszupacken und aus diesem Land eine sozialistische Abzockerbude zu machen.

Kein Wunder, dass wir von unseren europäischen Nachbarn nicht so besonders gern gemocht werden und in allererster Linie unser Geld geschätzt wird – demonstrieren wir doch beeindruckend, wie sehr wir uns zum Affen machen lassen. Wir nehmen es hin, dass die Kinder an den Schulen vergammelte Schulklos aus den 50er Jahren benutzen müssen, dass haufenweise Unterricht ausfällt, weil für den passenden Ersatz kein Geld da ist, dass die Löcher in den Straßen im Prinzip willkommene Gelegenheiten sind, die hervorragende Qualität unserer Autos zu testen.

Hauptsache, wir verneigen uns in tiefer Demut vor dem Rest der Welt, vor allem und in erster Linie vor dem Islam, der in jeder Beziehung besser, menschlicher, liebevoller und gütiger zu sein scheint, als wir es sind.

„Wir“ haben es verdient, dass uns die eigene Regierung verkauft. Wer so wenig Stolz hat und sich mit Leidenschaft treten lässt, muss damit rechnen, dass die Regierung es uns Bürgern zumutet, dass wir den Gürtel noch enger schnüren, mehr Steuern und Abgaben zahlen, mehr Einschränkungen akzeptieren.

Die Deutschen machen das schon, stecken sie doch für alle Zeit in der ewigen Schuld.

Wer sich dagegen stellt, gilt als rechtsradikal, wer „Nein“ sagt, ist ein verachtenswerter Egoist.

Bei all dem Wahnsinn, der inzwischen herrscht, hört man jedoch nicht auch nur ein winziges Wort zu unserem asozialen Geldsystem. Nix! Dabei ist dies die Wurzel allen Übels.

Dies wird aber geflissentlich nicht zum Thema gemacht, obwohl genau das der Schlüssel zum Ende der Ungerechtigkeiten wäre. Wenn Politiker viele Milliarden Euro nach Gutdünken ausgeben, führt dies in der Praxis nur zur Klientelpolitik, zur Verkrustung, zur Subventionsmentalität. Dies will aber auch keiner hören, schon gar nicht die Gutmenschen in der Politik.

Und auch die, die ständig predigen, dass die Armen so arm dran sind, wollen das nicht hören. Ausgabenprogramme und schuldenfinanzierte Wohltätigkeiten machen das Drama nur noch größer, auch wenn man uns einreden will, dass die „Flüchtlinge“ Deutschland in ein Wirtschaftsparadies führen und dabei vergisst, dass das Geld, das man dem einen weggenommen und dem anderen gegeben hat, trotzdem nur einmal ausgegeben werden kann. Aber erklären Sie das mal einem Politiker, der mit Hilfe der Migranten unbedingt die nächste Wahl retten will.

Das, was allen Völkern der Welt wirklich helfen würde, wäre ein gesundes, wertgedecktes Warengeld, absolute Handels- und Gewerbefreiheit, eine vielfältige (vor allem auch private) Bildungs- und Infrastrukturpolitik, Wettbewerb in allen Bereichen, eine wirklich freie Justiz, die für die Einhaltung von geschlossenen Verträgen sorgt, völlige Vertragsfreiheit insbesondere im Bereich des Arbeitsrechts, minimale Eingriffe seitens der Politik, keine Klientelpolitik, angemessene Steuern von maximal zehn Prozent und eine vollständige Gleichheit vor dem Recht.

Es ist klar, dass meine Vorstellungen so lange vollkommen utopisch sind, wie wir es zulassen, dass wir über unser Glück andere Menschen bestimmen lassen, solange wir uns nicht selbst freischwimmen wollen und nur bis zu dem Punkt mutig sind, wie es uns unter gar keinen Umständen unbequem werden kann.

Unser Lohn der Angst ist, dass wir uns immer hinten anstellen müssen und das Risiko eingehen, unseren Mut zu verlieren. Je höher wir in unserer hierarchischen Stellung aufsteigen, desto feiger werden wir; je „mehr“ wir zu „verlieren“ meinen, desto besser passen wir unter den Teppich. Wir sind zwar immer edler gekleidet, machen eine Ernährungsberatung nach der anderen, gehen zum Yoga, ins Fitnessstudio, erwecken den Anschein von Überlegenheit, sind in Wahrheit aber oft nur zwei Monatsgehälter vom völligen finanziellen Absturz entfernt.

Diese wenig beflügelnde Vorstellung macht uns zu Marionetten der Mächtigen. Würden wir unserem Geist ein Fitnesstraining gönnen, ab und zu mal ein gescheites Buch lesen und uns auf unsere Talente besinnen, wären wir deutlich besser dran.

Die Weltherrscher-Gewerkschaft ist ein fleißiges Trüppchen, wir müssen uns schon ein bisschen anstrengen, wenn wir unsere Rechte durchsetzen wollen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Freiraum.


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