19. Oktober 2016

US-Stiftung zum Andenken an die Opfer des Kommunismus Millennials halten Bushs Morde für schlimmer als Stalins

Eliten-Meme sind nicht mehr so effektiv

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Bildquelle: posztos / Shutterstock.com Bei jungen Amerikanern weitgehend unbekannt: Die Verbrechen Josef Stalins

„Einer Umfrage zufolge glauben Millennials, Bush habe mehr Menschen umgebracht als Stalin. Ein Drittel der Befragten aus der jüngeren Generation glaubt, es seien mehr Menschen in der Amtszeit des Republikaners getötet worden als unter dem ehemaligen Diktator der Sowjetunion.“ – „UK Independent“

Die Umfrage ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Mainstream-Medien und ihre Aufseher die Kontrolle über die Information im 21. Jahrhundert verloren haben.

Den Ergebnissen einer Befragung zufolge, über die die Stiftung zum Andenken an die Opfer des Kommunismus in ihrem ersten „Jahresbericht über amerikanische Haltungen zum Sozialismus“ berichtete, glauben Millennials angeblich, George Bush sei für mehr Morde verantwortlich als Stalin.

Weiter: „Wegen der weit verbreiteten Ignoranz in Sachen Kommunismus haben wir die ‚Stiftung zum Andenken an die Opfer des Kommunismus‘ gegründet, die sich der Wahrheit widmet, der ganzen Wahrheit, und nichts als der Wahrheit“, sagte der Mitgründer der Stiftung, Lee Edwards, dem „Daily Signal“.

Es besteht allerdings eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Gruppe eben nicht die ganze Wahrheit über den Kommunismus und seine autoritären Genozide erzählen wird. Dies würde nämlich enthüllen, dass westliche Bankeninteressen den Kommunismus überhaupt erst in Russland installierten.

Dies wird in G. Edward Griffins Buch „Die Kreatur von Jekyll Island“ ausführlich dokumentiert. Das Buch behandelt die geheime Geschichte des Zentralbankwesens und die Absicht seiner elitistischen Gründer, mittels Geldmonopolen eine zentralisierte Weltregierung einzurichten.

Aber das Buch stellt auch die Hegelschen Strategien der Erschaffung von Feinden zum Zwecke der Förderung der Sache des Internationalismus bloß. Der große Feind des Westens im 20. Jahrhundert war – und ist im 21. Jahrhundert wieder – der Kommunismus.

Um sicherzustellen, dass der Kommunismus in Russland Fuß fasste, gaben sich Wall-Street-Tycoons als Mitarbeiter des Roten Kreuzes aus und reisten in das Land, um eine adäquate Finanzierung „rotrussischer“ Fraktionen zu gewährleisten (Anmerkung des Übersetzers: Reichhaltiges Beweismaterial dafür finden interessierte Leser abgesehen von Griffins Buch vor allem auch in Antony C. Suttons „Wall Street und die Bolschewistische Revolution“).

Zusätzlich gibt es im Internet eine Menge revisionistischer Geschichtsforschung bezüglich Karl Marx, die nahelegt, dass sein Werdegang komplexer ist, als üblicherweise dargestellt (Anmerkung des Übersetzers: Was die Finanzierungshintergründe von Marx sowie sein zusammen mit Engels im wesentlichen plagiiertes „Kommunistisches Manifest“ betrifft, das auf ein älteres Schriftstück eines französischen Sozialisten namens Victor Considerant zurückzugehen scheint, sei hiermit ein weiteres Buch Suttons empfohlen, „The Federal Reserve Conspiracy“, sowie hinsichtlich der politischen und revolutionären Ideen hinter dem „Marxismus“ besonders James H. Billingtons „Fire in the Minds of Men“).

Nur fünf Prozent der Millennials war der ehemalige US-Präsident nicht vertraut – seine Entscheidung, den Irak zu überfallen, ist in jüngeren Erinnerungen noch präsent –, während 18 Prozent Stalin nicht bekannt war.

Während Millennials eine unklare Sicht auf Stalin haben mögen, ist die mörderische Realität dessen, was im Mittleren Osten vor sich geht, für die jüngere Generation offensichtlich klar genug. Und lassen Sie uns das ganze Schlachten nur auf Bush beschränken.

Wenn man die Opfer in Afghanistan, dem Irak, in Libyen, Syrien, Ägypten und anderen Ländern zusammenrechnet, die unter jüngerer US-gesponserter Gewalt gelitten haben, schießen die Todeszahlen jäh in die Höhe. Sie sollten auch den anhaltenden Krebs und die Geburtsdefekte einschließen, die durch Waffen aus abgereichertem Uran verursacht werden.

Die Banker der City of London standen offenbar hinter dem Aufstieg des Kommunismus in Russland und später in China, ebenso wie westliche Geldmacht den Zweiten Weltkrieg anschob.

Das plötzliche Auftauchen dieser neuen Stiftung mag jüngere Leute über die Gefahren des Kommunismus aufklären, allerdings fragen wir uns, ob sie die Genese dieses mörderischen politischen Systems und die westliche Beteiligung vollumfänglich erklären wird.

Wir treten in ein Zeitalter ein, in dem der Westen sich selbst einmal mehr als Bollwerk der Freiheit gegen Russland positioniert, ebenso wie gegen China. Es wäre angenehm, zu denken, dass diese Stiftung eine etwas breitere Sicht auf den Kommunismus und seine Ursachen würfe, allerdings ist auch wahrscheinlich, dass sie lediglich Teil einer fortgesetzten Bemühung ist, Spannungen zwischen Russland und dem Westen wiederzubeleben.

Uns wird gesagt, die Idee dahinter sei, junge Leute seien mit dem Kommunismus und seinen Morden noch nicht ausreichend vertraut gemacht worden – was den Westen (und Bush) in ein besseres Licht rücken würde. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass Millennials in Wahrheit eine stattliche Menge an Informationen bezüglich mörderischer westlicher Aktivitäten aufgenommen haben, und das Ergebnis dieser Umfrage untermauert solche Annahmen.

Schlussfolgerung: Eliten-Meme sind heute einfach nicht mehr so effektiv wie gestern, was nicht die Folge einer defizitären Bildung sein könnte, sondern einer verständlicheren Berichterstattung im Internet.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Daily Bell“ und wurde von Axel B.C. Krauss exklusiv für eigentümlich frei ins Deutsche übersetzt.


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