16. Februar 2017

Steuern und Diebstahl Progressive Steuererhebung als Maßstab für „zivile“ Schutzgelderpressungen

Demokratien als Folge kriegerischer Auseinandersetzungen

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Bildquelle: shutterstock Geschäft der Politik: Schutzgelderpressung

Aus der Reihe Kowalsky zitiert sich selbst:

Da sich Steuererhebung von Diebstahl im Phänomen nur dahingehend unterscheidet, dass Diebstahl eine temporäre, Steuererhebung eine penetrante Erscheinung ist, kann sich auch ein Räuberhauptmann dahingehend legitimieren, dass er 51 Prozent der versammelten potentiellen Opfer Freiheit zusichert, wenn sie ihm die restlichen 49 Prozent der „Mehrbesitzenden“ ausliefern. Für die relativ minderbemittelte Mehrheit wäre es deshalb durchaus rational, eine genaue Vermögensaufstellung zu organisieren, um so „regelgerecht“ davonzukommen.

Ceteris paribus kann auch die derzeit grassierende, progressive Steuererhebung als Maßstab für „zivile“ Schutzgelderpressungen genommen werden. Aus dem Kreis der Bedrohten können sich Freiwillige melden, die das Vermögen und Einkommen von sich und den anderen messen, registrieren und eintreiben. Wer zuverlässig für die Räuberbande arbeitet, bekommt einen geringen Teil der Beute ab, wer betrügt, verliert dieses Privileg und wird mit dem doppelten Satz an Abgabenpflicht bestraft. Widerstand und Ungehorsam sind irrational, solange der angedrohte Gewaltandrohungsexzess glaubhaft ist. Nach kurzer Zeit könnte man so auch die „Besserverdienenden“ in das verbrecherische System einbinden. Führten sie freiwillig die Schutzgeldabgabe ab, würden sie sich ständige Kontrollen und dauernde Nötigungen der Unterprivilegierten ersparen.

In keinem Bereich privatrechtlicher Interaktionen trifft man auf ein derartiges, moralisch nicht zu rechtfertigendes, Vorgehen, wodurch nicht oder wenig Betroffene über das Schicksal relativer Minderheiten bestimmen, ohne dass diese das Recht hätten, aus dem illustren Kreis auszutreten. So verwundert es nicht, dass Demokratien nach US-amerikanischem Vorbild stets Folge kriegerischer Auseinandersetzungen mit anschließender Kapitulation sind. (Hatte man doch bereits selbst erfolgreich die Indianer „überstimmt“ und später die Südstaaten an der beabsichtigten Sezession gehindert.)

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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