07. September 2007

Politically Incorrect II Information als Angebot

Eine Duplik auf die Anmerkungen von Arne Hoffmann

Ich möchte mich zu der Replik von Arne Hoffmann auf das Interview in ef 75 äußern. Er beginnt seinen Artikel mit der Aussage, zu Morddrohungen könne man keine sinnvolle Gegenposition beziehen. Selbstverständlich kann man das und PI hat das häufig gemacht, zum Beispiel bei den Morddrohungen gegen die dänischen Karikaturisten, Salman Rushdie, Robert Redeker und Ralph Giordano, um nur einige zu nennen. Was den Letztgenannten angeht, hat PI auch den Aufruf zu einer entsprechenden Petition veröffentlicht und für die Unterzeichnung geworben. Hat das Herr Hoffmann auch getan? Die sinnvolle Gegenposition auf eine Morddrohung ist, diese energisch und unmissverständlich abzulehnen und alles, was in der eigenen Kraft steht, zu tun, dem Betroffenen beizustehen. Wie kann man der Ansicht sein, es gäbe keine sinnvolle Gegenposition zu Morddrohungen? Möglicherweise hat Arne Hoffmann das nicht so gemeint, aber er hat es so ausgedrückt. Und das ist bereits im ersten Satz bezeichnend für diesen Artikel. Bezeichnend ist auch, dass er mit keinem Wort auf das Interview eingeht, auf das er sich angeblich bezieht. Die erwähnten Morddrohungen und zahlreiche andere, mit denen islamkritische Menschen leben müssen, interessieren Herrn Hoffmann auch nicht. Er bezieht sich auf eine fiktive Morddrohung, die angeblich im Kommentarbereich von PI veröffentlicht wurde. Wir wissen von dieser Unterstellung der „Welt“. Sie ist entweder frei erfunden. Oder die „Welt“ ist einer plumpen Falschmeldung aufgesessen. Die angegebene Mordrohung stand jedenfalls nie auf PI. Leider ist es sehr einfach, eine Lüge in die Welt zu setzen und darauf zu hoffen, dass schon etwas hängenbleiben wird, auch wenn man sie naturgemäß nicht beweisen kann. Wir von PI sind solche unfairen Attacken gewöhnt und haben ein dickes Fell. Vielleicht ist das ein Fehler. Vielleicht hätten wir die „Welt“ verklagen sollen. Aber es geht uns um Information und nicht um Gezänke und wir haben auch weder das Geld noch die Zeit für derartige Prozesshanselei, denn im Gegensatz zu Hoffmanns Behauptung ist niemand von uns „hauptberuflich“ für PI tätig.

Dass es unangenehme Kommentare gibt, bestreite ich nicht. Wir von PI vermuten auch, dass diese zumindest teilweise von Personen kommen, die sie bei uns platzieren – möglichst nachts – um sich dann anderswo darüber zu beschweren. Nur diesen einen erwähnten gab es eben nicht! Aber auch diesen haben wir ja angeblich „gelöscht“, da er „nicht mehr auffindbar“ ist. Was also wird uns vorgeworfen? Blame them if they do and blame them if they don't? Wenn wir Kommentare löschen, wird uns vorgeworfen, wir würden vertuschen. Wir möchten bei PI eine möglichst freie Diskussion ermöglichen, aber Morddrohungen gehören definitiv nicht dazu. Wir löschen sie umgehend, sie sind allerdings extrem selten. Es ist interessant, wie akribisch sich unsere Kritiker in uns verbeißen und sogar Kommentare aus vergangenen Jahren archivieren. Insbesondere als PI noch auf einem anderen Host lag, war es uns von der Software nicht möglich, unliebsame Kommentatoren von vorneherein auszuschließen, insbesondere nachtaktive Aggressoren haben uns dabei teilweise das Leben sehr schwer gemacht. Das ist seit dem Serverumzug deutlich besser geworden. Sollten auf Herrn Hoffmanns Blog gehässige Kommentare auftauchen, würden wir von PI das nicht einmal registrieren. Sein Blog interessiert uns nicht. Wir haben anderes zu tun, als zum Zwecke der Diffamierung anderen Bloggern hinterherzuspionieren und uns hämisch zu freuen, wenn wir einen anstößigen Leserkommentar finden.

Neonazis fühlen sich übrigens bei PI nicht wohl. Wenn sich selten mal einer in den Kommentarbereich verirrt, verschwindet er schnell frustriert wieder, weil seine Äußerungen auf harsche Kritik treffen.  Neonazis haben in ihrer Einstellung gegenüber den USA, Israel und insbesondere Herrn Achmadinedschad Ansichten, mit denen sie bei unseren härtesten Kritikern weit besser aufgehoben sind als bei uns.

Ich frage mich, warum kritisiert Arne Hoffmann nicht unsere redaktionelle Arbeit oder meine Aussagen im Interview? Wir würden auf eine Diskussion über Sachthemen gerne eingehen. Aber von Attacken in Form von Hexenprozessen, bei denen für den Ankläger von vorneherein schon feststeht, dass wir „rassistisch“ oder „intellektuell extrem unbefriedigend“ sind, haben wir so langsam genug. Wir unsererseits halten es für intellektuell extrem unbefriedigend, den Begriff „rassistisch“ für Islamkritiker zu verwenden, nicht zwischen Ideologie und Personen unterscheiden zu können, und ständig den politisch korrekten Tugendwächter zu spielen. Moslems bilden keine Rasse, nicht einmal eine Ethnie. Wir kritisieren deutsche Konvertiten wie Pierre Vogel und Ayyub Axel Köhler ebenso wie wir Ex-Muslime aus dem arabischen oder iranischen Raum unterstützen. Ich persönlich halte schon den Gedanken an eine Bombardierung Mekkas für unsinnig. Der Unterschied zwischen einem wirklich freien Land und unserem ist der, dass ein möglicher Präsidentschaftskandidat in den USA das vorschlagen kann, während hierzulande aufgrund eines lächerlichen Kommentars einer irrelevanten Privatperson – wobei ich mich nicht an einen entsprechenden Kommentar erinnern kann – unausgelastete und selbsternannte Hobby-Inquisitoren der Political Correctness danach fahnden, sie bis zum Sankt Nimmerleins-Tag archivieren und wiederkäuen – und sich dabei vorkommen wie sich vermutlich auch die Religionspolizei in Saudi-Arabien vorkommt.

Im weiteren ergeht sich Arne Hoffmann in Andeutungen, Möglichkeiten und Unterstellungen, islamverharmlosenden politisch korrekten Legenden sowie in Binsenweisheiten., was schon in der Überschrift deutlich wird. Die Wirklichkeit ist nicht Schwarz-Weiß? Welche Neuigkeit! Nur: Wo im Interview oder bei PI habe ich das behauptet? Auch das Einbringen von Binsenweisheiten, von denen man dann völlig ohne Grund dem politischen Gegner unterstellt, er hätte sie bestritten, ist eine bekannte Form der unsauberen Argumentation. Man nennt es auch die Taktik der Strohmannargumente: Wenn der Gegner nichts sagt, was man ernsthaft kontern kann, kämpft man gegen etwas, was er nie gesagt hat, was aber kinderleicht zu kontern ist.

Es ist Hoffmann offenbar auch nicht möglich, zwischen der logischen Figur Islam (eine Ideologie) und Moslems (Personen) zu unterscheiden. Das ist häufig bei unseren Kritikern. Wir wenden uns nicht gegen Personen, wir wenden uns gegen eine totalitäre Ideologie. Dass diese von Personen getragen wird, ist natürlich klar. Wir wenden uns aber niemals gegen einzelne friedliche Moslems sondern lediglich gegen eine Entwicklung, die den Islam in Deutschland und Europa immer vorherrschender werden lässt. Wir wissen von keinem islamischen Land, in dem eine voll ausgeprägte freiheitliche Demokratie gegeben ist. Die Türkei kommt dem dank Atatürk noch am nächsten, aber auch sie wendet sich derzeit erschreckend schnell vom Laizismus ab. Der Islam holt sich sein Land immer wieder zurück, wie auch 1979 im Iran. Möchte Arne Hoffmann in Saudi-Arabien leben? In Gaza? In Algerien? In den Banlieues von Paris? Wir nicht. Andere auch nicht. In ganz Europa fliehen Einheimische, die es sich leisten können, aus den islamisch bereicherten Vierteln. In Malmö in Schweden hat sich die Vergewaltigungsrate während nur einer Generation vervierfacht, bei Fällen, in denen die Opfer Kinder unter 15 Jahren sind, versechsfacht. Malmö hat gute Chancen, die erste westeuropäische Stadt mit islamischer Bevölkerungsmehrheit zu werden.

Wir wissen, dass nicht alle Moslems korantreu sind. Wir wissen aber auch, dass Korantreue und Verfassungstreue sich ausschließen. Niemand muss uns das glauben, wir bitten einfach nur jeden Menschen, beide Texte selbst zu lesen und zu vergleichen. Bei der Lektüre des Koran muss man sich unbedingt vergegenwärtigen, dass dieser für Moslems als das göttliche Gesetz, das unerschaffene Wort Allahs gilt, an dem kein Buchstaben geändert werden darf und dem kein weltliches Gesetz übergeordnet werden darf, auch nicht das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Es ist nur in einem Stadium der Schwäche zu akzeptieren, muss aber geändert werden, sobald die Mölichkeit dazu besteht. Natürlich wollen das nicht alle Moslems. Der Islam ist aber kein demokratisches System. Was die Mehrheit der Moslems wünscht, ist irrelevant. Relevant ist, wer sich an den Koran hält und wer brutaler einschüchtern kann. Beides sind nicht die laxen Moslems.

Uns ist kein historisches Beispiel bekannt, wo Moslems und Nicht-Moslems dauerhaft friedlich miteinander gelebt haben, ohne dass letztere sich unterwarfen. Wie anmaßend ist es zu glauben, ausgerechnet Deutschland könne das schaffen? Mit ein bisschen Pädagogik, viel Geld für „Integrationsbemühungen“ und noch mehr Selbstbetrug soll am deutschen Wesen der Islam genesen? Wir von PI glauben das nicht. Wir halten die Islamisierung nach Nationalsozialismus und Kommunismus für die dritte totalitäre Bedrohung, der jetzt schon wieder viele Deutsche schlafwandlerisch in die Arme laufen. Die Demographie ist nicht auf unserer Seite. Wir ermutigen niemanden, uns zu glauben. Wir ermutigen jeden, sich zu informieren.

Als besonders geschmacklos empfinde ich den Vergleich der Moslems von heute mit den Juden in den 20er und 30er Jahren. Das Wort „Dhimmi“ bezeichnet einen dem islamischen Gesetz unterworfenen, weitgehend entrechteten Juden oder Christen. Es wird zunehmend auch als Bezeichnung für Menschen benutzt, die diesen Status gedankenlos oder vorsätzlich herbeiführen wollen. Das Wort Judenfreund war eine diffamierende und später lebensgefährliche Bezeichnung für Menschen, die sich dem Antisemitismus der Nazis widersetzten. Wie kann man das gleichsetzen? Es ist abstoßend, das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte so schlecht verstanden zu haben und so billig zu instrumentalisieren, um eine Ideologie zu verharmlosen und ihre Anhänger als Opfer darzustellen, die seit den Tagen ihres Gründers – und in ihrer heiligen Schrift verankert – zum Hass und zum Mord an Juden aufruft. So weit uns bekannt ist, hat Herr Hoffmann keine besondere Sympathie für den Staat Israel. Tote Juden zur billigen moralischen Selbstdarstellung oder gar Vorantreibung einer judenhassenden Ideologie zu instrumentalisieren und Lebenden das Selbstverteidigungsrecht, das sie sehr gemäßigt und human wahrnehmen, abzusprechen, ist eine besonders perfide Haltung. Ich möchte mich zu dem geschmacklosen Vergleich, den ein deutscher Pfarrer auch mal sarkastisch den „Holocaustneid“ der Moslems genannt hat, nicht weiter äußern. Ich bitte nur jeden, der ihn für eventuell zutreffend hält, auch nur eine einzige Gemeinsamkeit zwischen den Juden von damals und den Moslems von heute aufzuzeigen. Weder in ihrer Verwurzelung im Land noch in ihrem Bildungsgrad, ihrer Kriminalität, ihrem Drohpotential, ihren dreisten Forderungen, ihrem ständigen Beleidigtsein, noch in der Art und Weise, wie sie behandelt wurden, lässt sich eine finden. Und vor allem: Es gab keine jüdischen Terroranschläge. Das Judentum ist eine Religion und für viele Juden auch eine Volkszugehörigkeit. Der Islam ist eine totalitäre expansive Eroberungsideologie mit religiösen Elementen – in seiner Lehre, in seiner Geschichte und mit knapp 10.000 tödlichen Anschlägen in den letzten sechs Jahren auch heute noch weltweit.

PI befasst sich zwar überwiegend mit dem Islam, es heißt aber nicht „Jihad Watch“, sondern „Politically Incorrect“. Wir befassen uns auch mit anderen Themen, bei denen die Political Correctness Denkverbote fordert und angeblich moralische Meinungsvorgaben macht, deren Gegner als Ketzer verleumdet werden, zum Beispiel mit der Hysterie um die angeblich menschengemachte globale Erwärmung. Wir wollen keine Gegenmeinung indoktrinieren, auch nicht zum Islam. Wir von PI wünschen uns einfach, dass die Menschen sich selbst informieren und ihren Verstand benutzen. Ich möchte ef noch einmal herzlich für die gute Zusammenarbeit und das faire Interview danken.


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Stefan Herre

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