26. Februar 2011

Gute Nachrichten Die Schere zwischen Arm und Reich geht auf

Wenn nur die obere Klinge aufgeht, gibt es immer mehr Wohlstand

Seit Jahrzehnten wird von einer "immer weiter aufgehenden Schere zwischen Arm und Reich" berichtet. Der erste Reflex ist: Das ist schlimm und total ungerecht! Oder? Aber ich kann Sie beruhigen: Nein, das ist es gar nicht. Im Gegenteil! Mich persönlich freuen solche Nachrichten extrem! Und zwar nicht (nur) deshalb, weil ich ein egoistisches, neoliberales Schwein bin, sondern weil es uns ALLEN offenbar immer besser geht. Genau das sagen nämlich alle diese Informationen aus, wenn man weiß, wie sie zustande kommen. Und sie nicht – in Weicheier-Manier – herunterschluckt, ohne sie zu hinterfragen.

Warum mich persönlich solche Nachrichten freuen und warum das sehr positive Signale für einen wachsenden Wohlstand aller sind, kann ich einfach erklären: Nachdem durch unser Sozialsystem niemand unter gewisse, im internationalen Vergleich als Luxusleben zu bezeichnende Wohlstandsniveaus fallen kann (Hartz, Grundsicherung, Sozialhilfen, etc.), sollte eine immer weiter aufgehende Schere zwischen Arm und Reich wohl nur eine Ursache habe können: Es gelangen – trotz Hypersozialstaat und gigantischer Abgabenquoten – immer mehr Menschen zu Wohlstand.

Denn die Schere hat nichts mit tatsächlicher Armut zu tun. Die weltweit anerkannte "absolute Armutsgrenze", definiert von der International Developement Association (IDA), liegt aktuell bei 1,25 US-Dollar pro Tag; das entspricht einem Einkommen von 28 Euro pro Monat. Es steht außer Zweifel, dass diese – echte – Armut in unseren Breiten keine statistische Relevanz hat. Die Schere geht nicht auf, weil beide Klingen auseinander gehen, sondern weil die obere weiter nach oben geht!

Auch unter Millionären gibt es die ärmsten 10 Prozent

Der österreichische Ökonom und Nobelpreisträger Friedrich Hayek stellte dazu treffend fest: "Die Situation der Armen war nie besser als in den Zeiten des freien Marktes. Wenn man aber erst mal damit anfängt, die zehn Prozent der Bevölkerung mit dem jeweils niedrigsten Einkommen‚ 'die Armen’ zu nennen, dann wird es immer Arme geben, weil einige immer diese zehn Prozent sein müssen. Jede Handlungsweise der Regierung aber, die sich dauerhaft als direktes Ziel die Wohlfahrt der Armen vornimmt, muss letztlich zur Zerstörung des Marktes führen und damit zur Zerstörung des Wachstums des Gesamteinkommens, von welchem die Hoffnungen der Armen wirklich abhängen."

Eigentlich logisch, oder? Wäre ich allerdings PR-Manager einer Armuts-NGO oder eines Sozialpolitikers, würde ich solche Statistiken vermutlich auch anders kommunizieren.

Informationen und Literatur:

Werner Becher ist Unternehmer und Manager in Österreich sowie Ex-Bundesparteivorsitzender des Liberalen Forums (LIF).

Werner Becher: Weicheier machen nicht satt. Eine Abrechnung mit Feiglingen, Mitläufern und Ja-Sagern. Wien 2011.


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Werner Becher

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