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Athanasios die Glosse: Sticky Leaksvon Athanasios Bohrlochpropaganda „Top Kill“ ist ein Verfahren zur Stopfung eines Öl-Lecks. Durch ein Sicherheitsventil wird Schlamm gegen das ausströmende Öl ins Bohrloch gepumpt. Ein solcher Top Kill ist der amerikanischen Regierung gelungen, als die Navy Seals im pakistanischen Kurort Bad Attentat die fünf Computer, zehn Festplatten und 110 USB-Sticks bin Ladens sicherstellten. Daraus lässt sich genügend Schlamm ziehen, um das Leck namens WikiLeaks bis auf weiteres zu stopfen. Was von den Datenträgern preisgegeben wird, kommt genauso als Enthüllung daher wie die Ausflüsse aus dem Datenkabel. Es kann per Agentur sofort in die Medien eingespeist werden. Bin Laden war also „ein aktiver Führer, der seiner Gruppe strategische und taktische Anweisungen gegeben hat“, er war „an jedem bekannten Anschlagsplan der vergangenen Jahre beteiligt“. Bin Laden verfolgte die Strategie, durch „Anschläge von der Dimension des 11. Septembers 2001“ – zum Beispiel am Unabhängigkeitstag auf Los Angeles! – „einen Richtungswechsel in der US-Politik hervorzurufen“. Bin Laden wollte „Afroamerikaner und Latinos“ rekrutieren, um die Vereinigten Staaten von innen zu zersetzen. Laut politico.com sind Hunderte von Experten „an einem geheimen Ort in Afghanistan“ damit befasst, die Schlammquellen zum Sprudeln zu bringen. Von nun an ist am Wahrheitsgehalt amerikanischer Meldungen kein Zweifel mehr angebracht. Der Computer bin Ladens ist die Zauberkiste, der USB-Stick das Zauberstäbchen, aus dem die US-Außenpolitik des 21. Jahrhunderts gezaubert wird. Niemand wird sich wundern, wenn auf einem Stick ein Video aus der Suite des Sofitel in Manhattan auftaucht: ein fülliger Weißhaariger befingert klebrig ein schwarzes Zimmermädchen; sein prächtiges Gemächt an ihrem Mund weist ihn als IWF-Chef aus. Wer’s nicht glauben will, soll auch nicht selig werden. Die Zeiten der Propagandalügen sind vorbei, angebrochen ist die Zeit der Top-Kill-Wahrsagerei. 18. Mai 2011 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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