| |||||
![]() Jg. 1969, Medienwissenschaftler und Journalist. Regelmäßiger Kolumnist der Zeitschrift eigentümlich frei. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: ef auf FacebookBesuchen Sie uns auch auf Facebook: |
Feminismus: Deutschlandradio entschuldigt sich für Aussetzer einer taz-Redakteurinvon Arne Hoffmann Teil einer Trendwende Normalerweise schweigen unsere Medien geschlechterpolitische Bücher, in denen es um die Anliegen von Männern geht, konsequent tot. Wenn solche Titel doch einmal besprochen werden, dann bemüht man sich, eine Rezensentin daran zu setzen, die dermaßen feministisch ideologisiert ist, dass eine freundliche Besprechung nicht zu befürchten ist. Denn wenn sich Bürgerrechtler für Männer einsetzen – Väter, die ihre Kinder nicht sehen dürfen, Jungen, die sexuell missbraucht werden, männliche Opfer von Gewalt in der Partnerschaft oder die Unzahl der Obdachlosen – dann heißt es in den deutschen Medien fast immer: Feuer frei! Wer sich für Leute einsetzt, denen Mutter Natur das Y-Chromosom gegeben hat, der hat offenbar nichts anderes als Prügel verdient. Nach
diesem Schema wählte das Deutschlandradio zur Besprechung des von Eckhard Kuhla,
dem Vorsitzenden der „Arbeitsgemeinschaft zur Verwirklichung der
Geschlechterdemokratie“ (AGENS), herausgegebenen feminismuskritischen Forschungsbandes
„Schlagseite – MannFrau kontrovers“ offenbar gezielt die frauenpolitische taz-Redakteurin
Simone Schmollack aus, die schon früher gegen AGENS geätzt hatte. Das so entstandene
Rezensionsimitat stellte mit abenteuerlichen Beschimpfungen der
männerpolitischen Bürgerrechtler („zerfressen von Hass und Zerstörungswut“) aber
nicht nur auf stilistischer Ebene eine Entgleisung dar. Schmollacks Text war
auch mit nachweislich falschen Behauptungen gespickt: Den Autoren wurden
Äußerungen in den Mund gelegt, die sie in diesem Buch gar nicht getätigt
hatten. Die wahre Gleichberechtigung allerdings, kommentierte jemand den Vorgang im Internet, sei erst erreicht, wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender auch einmal einen ausgewiesenen Männerrechtler um die Rezension eines feministischen Buches bittet. So weit ist es lange noch nicht. Noch gilt im Hauptstrom unserer Medien: Frauen und Männer sind gleich, aber Frauen sind um einiges gleicher. AGENS wird auch 2012 dafür kämpfen, dass der Trend zu einer ideologiefreien Geschlechterpolitik immer stärker wird. Links: Die vom Deutschlandradio teilweise korrigierte „Rezension“ Ausführlicherer Bericht auf Genderama: Simone Schmollack blind vor Hass? Seriöse Rezension des AGENS-Forschungsbandes auf ef-online Telepolis interviewt Eckhard Kuhla zum AGENS-Buch 05. Januar 2012 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
| |||
| Copyright © 2010 Lichtschlag Verlag KG | Design and Programming by greybyte, using Django and Performancing's Modernpaper template. | |||||