03. März 2014

Energiewende Danke Dinosaurier!

Nicht jeder kann sich auf einer staatlich garantierten Einspeisevergütung ausruhen

„Dinosaurier“ werden die großen europäischen Energieversorger von Greenpeace in einer neuen Studie genannt, weil sie in den vergangenen Jahren nicht weit genug auf den Zug der erneuerbaren Energieträger aufgesprungen sind. Jetzt würden sie unter Überkapazitäten konventioneller Kraftwerke und mangelnder Rentabilität leiden. Ginge es nach Greenpeace stünden wir alle besser da, wenn sich noch mehr Energieversorger mit Hilfe staatlicher Energiesubventionen eine goldene Nase verdient hätten. Zu dumm nur, dass  irgendjemand die hohen Investitionskosten dieser „erfolgreichen Anpassung“ hätte zahlen müssen und nicht gerade wenig Bedarf nach den  Produktionskapazitäten der Dinosaurierkraftwerke besteht, um die launischen Schwankungen des Stroms aus Wind und Sonne auszugleichen. Greenpeace vergisst, dass der Erfolg eines Unternehmens nicht nur darin besteht Geld auszugeben, sondern mit diesen Investitionen auch etwas zu verdienen. Greenpeace vergisst auch, dass Stromnachfrager nicht unendlich geduldig auf steigende Preise reagieren, sondern sich irgendwann nach billigeren Alternativen umsehen. Nicht jeder kann sich in so einem Marktumfeld auf einer staatlich garantierten Einspeisevergütung ausruhen und die Drecksarbeit der Systemstabilisierung den anderen überlassen. Hätten alle Energieversorger nur noch auf die Karte der Energiewende gesetzt gäbe es sicherlich genug grünen Strom für ein deindustrialisiertes Europa, mehr aber auch nicht. Doch dieses Problem stößt bei unseren Umweltfreunden bekanntlich nur auf Stirnrunzeln.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Liberalen Instituts.


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