10. April 2014

Schulpflicht Sexkunde oder Knast

Zwangssexualisierung folgt ideologischem Kalkül

Da er die Geldbuße nicht zahlen will, die ihm wegen des Schulversäumnisses seines Sohnes auferlegt wurde, musste jetzt erneut ein Familienvater in Nordrhein-Westfalen (NRW) eine achttägige Erzwingungshaft antreten.

Am 7. April 2014 inhaftierte man Arthur Wiens, auch seiner Ehefrau droht ein Gefängnisaufenthalt. Das harsche Zwangsmittel beabsichtigt nicht so sehr, Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen für den Nachwuchs sicherzustellen. Durchgesetzt werden soll vielmehr schulische „Sexualerziehung“, die sich jedoch nur wenig von Sexkunde als enthemmtem Geschlechtsspaß unterscheidet. Derartige Sexkunde versuchte das Ehepaar – wie zahlreiche andere Eltern vor ihnen – durch Fernbleiben ihres Kindes vom Unterricht zu vermeiden. Erwartungsgemäß wurden die Eltern deshalb zu einem Bußgeld verurteilt, das sie aber nicht zahlten.

Den notorischen Versuch von Ämtern und Justiz, elterliche Überzeugungen bei der Kindererziehung durch Haftstrafen zu brechen, nennt der Rechtsanwalt Armin Eckermann „fundamentalistisch-radikalen Eifer“. Als Vorsitzender des Rechtsschutzvereins „Schulunterricht zuhause e.V.“ sieht Eckermann die „rücksichtslose und intolerante Zwangssexualisierung“ im größeren Zusammenhang eines „Sexualprogramms der 1968er Kultur- und Sexualrevolutionäre“.

Neuer Menschentyp für eine neue Gesellschaft

Er sagt: „Unter Missachtung des Kindeswohls und geltender Gesetze setzt NRW eine der Vernunft widersprechende Sexualerziehung durch, die unter Zerstörung von Ehe und Familie darauf abzielt, einen neuen Menschentypus für eine neue Gesellschaft zu schaffen. Der Weg dahin verläuft über das Ausmerzen des christlich-abendländischen Sittlichkeits- und Moralverständnisses hin zum Ausleben eines von allen Schranken befreiten Sexualtriebes.“

Von NRW schlägt Eckermann den Bogen zu den jüngsten Protesten gegen das Vorhaben der grün-roten Landesregierung Baden-Württembergs, die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ zu einem Meta-Lehrziel sämtlicher Schulfächer zu machen. „Mit dem Bildungsplan 2015 will Ministerpräsident Winfried Kretschmann offenbar mit NRW (und auch Berlin) bezüglich der Sexualisierung und Umerziehung des Staatsvolkes gleichziehen. Die Familien und Bürger in Baden-Württemberg wehren sich gegen diese staatliche Umerziehung und zeigen Widerstand durch Petitionen und Demonstrationen.“

„Staatliche Sexualerziehung wird unterschätzt“

Immerhin mobilisierte eine vom Realschullehrer Gabriel Stängle auf den Weg gebrachte Petition über 200.000 Unterstützer gegen den aufgedrehten Sexkunde-Plan. Die daraus entstandene und davon begünstigte Bürgerinitiative für das Elternrecht an Schulen besitzt heute echte Kampagnenfähigkeit. Nach Einschätzung von Eckermann machen Eltern „nach fast fünfzigjähriger indoktrinärer staatlicher Sexualerziehung deutlich, dass es ihnen nicht mehr egal ist, was der Staat ihre Kinder lehrt.“ Demnach lehnten Eltern es eindeutig ab, ihre Kinder in die sexuellen Überzeugungen geschlechtlicher Irrläufer einweisen zu lassen mit dem Ziel, diese in die eigenen Wertvorstellungen zu übernehmen. Den daraus entstehenden Schaden wollen sie nicht länger hinnehmen.

Schließlich führt Eckermann aus, wie es überhaupt zum Durchmarsch des Geschlechtlichen an den Schulen kommen konnte: „Die staatliche Sexualerziehung wurde und wird seit ihrer Einführung im Jahr 1968 vom überwiegenden Teil der Eltern unterschätzt.“ Eltern wüssten meist nicht, womit ihre Kinder im schulischen Sexualkundeunterricht konfrontiert würden. Wann immer jedoch Eltern, die von dessen schädlicher Wirkung überzeugt wären, dagegen opponierten, würden sie als „Ewiggestrige“ abgetan. „Auf diese Weise konnte sich die staatliche Sexualerziehung im Laufe der Jahre hinter geschlossenen Klassentüren zu einer massiven ideologischen Indoktrination der Schüler im Sinne der Neomarxisten entwickeln und unsere Gesellschaft revolutionieren.“

Dieser Artikel erschien zuerst auf Der Blaue Brief.


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