27. Mai 2017

Gabriel für Griechenland Endlich wieder Rettung

Luft zum Atmen

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Bildquelle: Golden Brown / Shutterstock.com Will Griechenland Luft verschaffen: Sigmar Gabriel

Fünf Jahre nach der finalen Rettung Griechenlands durch die kollektive Anstrengung der europäischen Partnerländer hat sich der frühere SPD-Vorsitzende in die anstehende erneute Rettungsrunde eingeschaltet. Gabriel, inzwischen Außenminister, forderte eine „Schuldenerleichterung“ für Griechenland, das nach den vielen Jahren erfolgreich durchgeführter Reformen nun „Luft zum Atmen“ brauche.

„Luft“ löst damit „Zeit“ ab, die in den vergangenen sieben Jahren als ausschlaggebend für eine Rettung Griechenlands und damit Gesamteuropas galt. 17 Jahre nach Einführung des Euros, der in seinem zweiten Jahrzehnt als eine der erfolgreichsten Gemeinschaftswährungen gilt, weil er zumindest noch vorhanden ist, haben die meisten früheren Weichwährungsländer in der Gemeinschaft den Zustand Ostdeutschlands nach dem Beitritt zum D-Mark-Gebiet erreicht.

Es wird kaum noch selbst produziert, sondern lieber aus den effizienter produzierenden Hartwährungsländern importiert. Zur Finanzierung wurden die ursprünglich vertraglich vereinbarten Schuldengrenzen umdefiniert und neu gezogen, und die EU hat rücksichtsvoll aufgehört, ihre früher gefürchteten „Blauen Briefe“ zu versenden.

Den Euro retten, wie er jetzt gerettet werden soll, heißt, die früheren Weichwährungsländer per Finanzausgleich solange alimentieren, bis sie allein gehen können. Dass die Alt-BRD die Ex-DDR zwei Jahrzehnte füttern konnte, ohne das Ziel zu erreichen, heißt nicht, dass es die wohlhabenden Euro-Länder nicht auch schaffen, den ehemaligen Weichwährungsstaaten solange vergeblich Blut zu spenden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf politplatschquatsch.com.


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