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Terrorgefahr: Die Flugsicherheit den Fluggesellschaften überlassen!Pressemitteilung 02/2006 des Libertären Instituts Das Libertäre Institut (LI) wendet sich entschieden gegen die Pläne der Politik, mit gesetzlichen Maßnahmen die Flugsicherheitsvorschriften zu verschärfen. Das LI fordert die Bundesrepublik Deutschland auf, die Sicherheit der Fluggäste in die Hände derjenigen zu geben, die an dieser Sicherheit ein tatsächliches Interesse haben, nämlich der Fluggesellschaften.Am 10. August 2006 und an den folgenden Tagen waren die Staaten nicht in der Lage, zu verhindern, dass ein paar mutmaßliche Terroristen die Reisepläne von hunderttausenden Fluggästen zunichte machte. Im Gegenteil. Ihre Reaktionen auf die angeblichen Pläne dieser Individuen war es, den Flugverkehr nahezu lahmzulegen. Es stellt sich daher ernsthaft die Frage, ob die Staaten überhaupt in der Lage sind, die von ihnen angemaßte Aufgabe, die Gewährleistung der Sicherheit von Fluggästen, überhaupt leisten können. In der vergangenen Woche konnten sie lediglich zeigen, dass sie in der Lage sind, den Flugverkehr mindestens im gleichen Umfang lahmzulegen, wie es einige Terroristen könnten. Das Libertäre Institut fordert deshalb ein radikales Umdenken bei der Flugsicherheit und die Übertragung dieser Aufgabe an die Fluggesellschaften. Die Fluggesellschaften haben ein inhärentes Interesse an einem reibungslosen Ablauf des Flugverkehrs. Sie haben ein ebenso inhärentes Interesse daran, dass ihre Kunden nicht mitten im Flug in die Luft gesprengt werden. Sie haben gleichzeitig ein Interesse daran, dass ihre Kunden einen möglichst angenehmen Flug mit geringen Wartezeiten verbringen. Diese Interessen hat der Staat nicht, jedenfalls nicht inhärent. Es interessiert ihn nicht, wenn aufgrund seiner Maßnahmen Geschäfte nicht zustande kommen, Verwandte und Freunde sich nicht treffen können, Urlaubsreisen ausfallen, und entsprechende Rückzahlungen gefordert werden. Der Staat interessiert sich lediglich dafür, dass er selbst für notwendig erachtet wird. Er hat daher ein inhärentes Interesse an zunehmender Unsicherheit. Und er hat ein Interesse daran, seine Bürger im Land zu behalten. Einen Betrieb wie den Staat sollte man daher nicht mit der Gewährleistung von Flugsicherheit beauftragen, schon gar nicht als alleiniger Gewährleister. Würden die Fluggesellschaften die Sicherheit ihrer Kunden selber gewährleisten müssen, könnten sie anhand von Risikoabschätzungen selber entscheiden, wieviele und welcher Art von Kontrollen sie ihren Kunden zumuten wollen. Maßnahmen könnten je nach Flug, Fluggast und Zeitpunkt Flexibel sein. Damit wäre der Terrorist, und nicht der unbescholtene Fluggast, der verunsicherte. Gäste interkontinentaler Flüge könnten schärfer kontrolliert werden als die innereuropäischer Flüge, junge Männer nahöstlicher Herkunft schärfer als ältere Damen. Außerdem sollte sich das Flugpersonal bewaffnen dürfen, um im Notfall an Bord einen Anschlag verhindern zu können. Auf diese Weise würde sich über den Markt die Kombination eines zumutbaren Maßes an Kontrollen mit dem höchstmöglichen Reisekomfort herauskristallisieren. Zwar kann auch eine Privatisierung der Flugsicherheit Terrorangriffe nicht gänzlich ausschließen, aber sie deutlich erschweren und darüber hinaus Überreaktionen, wie zum Beispiel die Forderung nach generellem Verbot von Handgepäck oder dem Einsatz der Bundeswehr bei der Flugsicherheit, unnötig machen. ENDE DER PRESSEMITTEILUNG Hinweis: Der Autor dieser Pressemitteilung, Robert Grözinger, ist Mitarbeiter des Libertären Instituts. Für weitere Anfragen steht der Leiter des Libertären Instituts, David Schah, zur Verfügung: E-Mail: info [at] libertaeres-institut.de Das Libertäre Institut ist Deutschlands einziger radikal-liberaler und pro-kapitalistischer Thinktank und wirbt für eine libertäre Sichtweise auf alle durch Politikversagen entstandenen Probleme. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite: http://www.libertaeres-institut.de Postanschrift: Libertäres Institut 22. August 2006 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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