15. Juni 2008

Angeklickt Fundstücke

Aktuelles und Merkwürdiges aus Presse und Internet

Wannseekonferenz mal anders: Vor drei Wochen trafen sich zahlreiche Prominente im Geheimen und beratschlagten, wo und wie man sich im Falle einer Regierungsübernahme durch Oskar Lafontaine in Sicherheit bringen könnte. Nur Dieter Bohlen, der auch mit von der Partie war, konnte mal wieder seine Klappe nicht halten und tönte in der Mallorca-Zeitung: „Wenn der Lafontaine kommt, bin ich weg, dann gehe ich nach Spanien“ Fragt sich nur: Warum eigentlich erst dann?

http://www.tagesspiegel.de/...Lafontaine;art15890,2550291

Starthilfe: Wer sich, wegen Lafontaine oder aus anderen Gründen, ebenfalls mit Fluchtgedanken trägt, dabei aber die Berge dem Strand vorzieht, kommt an der Weltwoche nicht vorbei. Die bietet nämlich Rat und Unterstützung bei der vielleicht wichtigsten Frage, die den potentiellen Neu-Helvetier quält: Wie finde ich Anschluß in der Damenwelt?

http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=19889&CategoryID=91

Eingesperrt: Franz Konz, der erfolgreichste und wohl auch unterhaltsamste Autor auf dem Gebiet der deutschen Steuerliteratur, saß sogar schon mal im Knast – wegen „Aufforderung zur Steuerhinterziehung und Ungehorsam gegenüber dem Staat“. Im Interview mit der Süddeutschen erzählt der Absolvent der „Reichsfinanzschule Pörtschach“ von alten Nazis in Finanzbehörden, erklärt, warum der Staat zum Räuber geworden ist und verrät seinen Lieblingssteuertipp.

http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/finanzen/artikel/538/179986/

Ausgespäht: Das Schweiz-Magazin fragt sich –nicht ganz zu Unrecht– warum eigentlich nur in der Linkspartei ehemalige Stasi-Veteranen aktiv sein sollen. Und findet tatsächlich Hinweise an einer ganz anderen Stelle – nämlich an der Spitze des deutschen Kanzleramts. Interessanterweise hat der mittlerweile mehr als drei Wochen alte Artikel bislang selbst für eine eindeutige Ente auffällig wenig Resonanz erfahren – über die Gründe kann man sicher trefflich spekulieren.

http://schweizmagazin.ch/news/336/ARTICLE/4283/2008-05-29.html

Unbelehrbar: Nach der vorhersehbaren Ohrfeige aus dem schönen Irland waren wir ja schon auf die Ausreden des Polit-Establishments gespannt. Wolfgang Schäuble macht den Anfang mit einer innovativen Abwandlung des alten Sprichworts: Wer nicht gefragt wird, scheint zuzustimmen. Das Volk wolle die europäische Einigung, lediglich einzelne Aspekte wären „nicht hinreichend transparent“. Transparenz ist übrigens nicht zuletzt eine Frage der Informationsdichte: Der EU-Reformvertrag ist über 400 Seiten stark, Hitler benötigte dagegen für sein Ermächtigungsgesetz nur schlappe zwei

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,559766,00.html

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