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Auswanderung: Schönen Gruß in die Runde – und wech!von Stephan Waitz Einer von hunderttausenden Abschiedsbriefen aus Deutschland In einem der ganz wenigen empfehlenswerten deutschsprachigen Diskussionsforen, dem „Gelben Forum“, verabschiedete sich jüngst einer der Teilnehmer. Es ist einer dieser Abschiedbriefe, wie sie in der einen oder anderen Form nun hunderttausendfach geschrieben werden. Im letzten Jahr verließen alleine 165.000 Bundesbürger das Land der steigenden Steuern, Abgaben, Regulierungen und Überwachungen. Es sind fast immer die Leistungsträger, die gehen (und die hierzulande ausgetauscht werden gegen Sozialstaatsimmigranten, während es die Produktiven anderer Länder ebenfalls in die Schweiz, nach Dubai, China oder in die USA zieht). Der Abschiedsbrief von „Tobias“ aus dem Gelben Forum (hier nur leicht gekürzt wiedergegeben) spricht für sich: „Es ist Zeit, zu rebellieren … oder zu gehen. Nun auch für mich: Adé, BRD! Spät, aber noch nicht zu spät: In Kürze werde ich mit meiner geliebten Familie in unsere neue Wahlheimat, die Schweiz, umsiedeln. Ich habe ein attraktives Angebot in Zürich angenommen. Wohnen werden wir im Nachbarkanton Schwyz, direkt am schönen Zürichsee, an dem ich jeden Tag mit der S-Bahn entlang zur neuen Arbeit fahren darf. Wir freuen uns enorm auf die Schweiz und die Schweizer & ich empfinde große Dankbarkeit darüber, dass mir/uns das möglich ist. Wir werden uns in der Schweiz so gut einbringen, wie wir können – fest versprochen! Es verlassen das Staatsgebiet der BRD/EU: Ich selbst als gut ausgebildete und verdienende Fachkraft, meine Frau als hochbegabte und engagierte Mutter, unser Sohn von 22 Monaten, unsere Tochter von einem Monat. In ein paar Tagen sind es damit wieder ein paar Zahler weniger, eine engagierte gesunde deutsche Familie weniger, die jede Hoffnung und jedes Zutrauen in den BRD-Staat verloren hat. Die Verbleibenden müssen Merkel & Co. nun ohne uns durchfüttern, was einerseits ein großes Gefühl der Erleichterung schafft, andererseits auch ein leicht trauriges Auge zurück blickt. Denn: Zu den Verbleibenden zählen auch unsere Herkunftsfamilien, viele ehemalige Arbeitskollegen, Freunde, Bekannte, Dorffamilien und andere persönliche Beziehungen, von denen wir uns teils nicht so leicht loslösen konnten. Die letzten Wochen waren also reichlich emotional und am Wochenende machen wir trotz allem Umzugstrubel und den Drei-Stunden-Schlaf-Nächten mit dem Neugeborenen noch ein kleines Goodbye-Sommerfest, wo wir uns von unseren Lieben verabschieden, die uns aus nah und fern besuchen kommen. Zunehmend haben wir zuletzt Zuspruch, persönliche Ermutigungen und auch tatkräftige Unterstützung erhalten. Unter dem Strich kann ich es kaum noch erwarten, nicht mehr mitzahlen zu müssen und rund um die Uhr vom Merkelschen Auspressapparat leer gequetscht zu werden und statt dessen in einer neuen Heimat (bereits jetzt gefühlte Heimat) mit vielen Vorzügen Fuß zu fassen. Das neue Auto wird vorsätzlich erst in der Schweiz gekauft und die 7,6 Prozent Mehrwertsteuer zahle ich dann auch gern. Ich glaube, es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich gern Steuern zahle. Wie auch immer: Ich bin mir schon heute sehr sicher, dass das in jeder Hinsicht ein großer Schritt zu mehr Lebensqualität bedeutet. Die Schweizer, mit denen ich in den letzten Jahren persönlich in Kontakt war, haben bei mir weitestgehend einen außerordentlich zuvorkommenden positiven Eindruck gemacht. Diese Schweizer waren unter anderem Seminarleiter aus Zug und Winterthur, Seminarteilnehmer, Hotelpersonal, Mitarbeiter aus Personalabteilungen, technische und kaufmännische Angestellte auf Mitarbeiter- und Führungsebene, Personalvermittler, Privatvermieter, und einige andere. Bei Spaziergängen während der Wohnungssuche vor einigen Wochen wurden wir von wildfremden Schweizern mit dem "Grüezi" regelrecht überschüttet. Das muss man erstmal annehmen können ;-)! Mir macht das jedenfalls ein ganz positives Gefühl, wenn man sich derart herzlich grüßt – es fühlt sich mehr nach Gemeinschaft denn nach Gesellschaft an, selbst wenn wir hier in Deutschland auch in einem kleinen Dorf leben und man sich einen guten Tag und guten Weg wünscht. En detail gehe ich auf die vergleichsweise zahlreichen Vorzüge der freien Schweiz gegenüber dem Staatsgebiet der BRD/EU hier jetzt nicht mehr ein – die Liste wäre endlos (Von A wie Abstimmungsfreiheit, B wie Bankgeheimnis, C wie CHF statt EUR, … bis Z wie Zwangsabgabenhöhe) und ist schon dutzendfach hier diskutiert worden. Mein Verständnis von Familie, freiem Unternehmertum, Gemeinschaft, dem Leben miteinander, etc. steht dem BRD-Apparat mit seinen irrsinnigen Vorstellungen jedenfalls in jeder Hinsicht diametral gegenüber. Schönen Gruß in die Runde – und wech!“ Internet Im TV wöchentlich: VOX: Goodbye Deutschland! Die Auswanderer (Dienstag: 20:15) Kabel 1: Mein Neues Leben (Donnerstag 20:15) VOX: auf und davon - Mein Auslandstagebuch (Sonntag 20:15) 20. Juli 2008 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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