24. September 2009

SPD Die Steinepartei Deutschlands und der Neue Mensch

Ulla und die starken Männer

Ob die SPD, solange sie noch nicht auf Bundesebene mit der SED koaliert, genug Steine für einen Mauerbau hat, bleibt offen. Sie hat zwei Steine, mit denen sie die Bundestagswahl gewinnen will: Steinmeier und Steinbrück. Und sie hat Ulla, die mit dem Deutschen Kinderschutzbund Bundesverband e. V. offenbar am Neuen Menschen schrauben möchte. Dafür macht ihr Ministerium 180.000 Steine locker – um der erzieherischen Freiheit der Eltern so früh wie möglich Steine in den Weg zu legen. Zunächst natürlich nicht rechtsverbindlich. Eine Frage der Zeit wird es lediglich sein, bis wann die kritische Masse an Teilnehmern – egal, ob begeistert oder entsetzt – erreicht sein wird. Das IPCC macht beim Thema Klima ja vor, wie man 2500 Wissenschaftler zusammenbekommt, die angeblich die These des von Menschenhand verursachten Klimawandels unterstützen. Und so werden irgendwann genug Eltern Opfer ihrer eigenen Neugier geworden sein, um sich für die Anklage an nicht teilnehmende Eltern instrumentalisieren lassen zu müssen, warum diese die Psyche ihrer Kinder nicht gezielt mit dem Programm des Bundesverbandes „Starke Eltern – starke Kinder“ fördern. Man ahnt, wie schnell in Zukunft das Kindeswohl als gefährdet angesehen werden wird. Es gibt genug Ullas in den Jugendämtern und genug Steine, die man auf nonkonforme Eltern werfen kann. Irgendwann wird die Teilnahme an diesem Kurs Gesetz. Ebenso wie der parteipolitisch geprägte Elternführerschein.

Wie liest sich denn die Erklärung der Bundesdienstwagenministerin: „Kinder müssen früh gefördert werden, damit sie sich psychisch gesund entwickeln und zu starken, mutigen und optimistischen Menschen heranwachsen. Kinder, deren Fähigkeiten, Fertigkeiten, Interessen und Bedürfnisse in jedem Alter unterstützt werden, werden die Anforderungen besser meistern, die Alltag, Schule und später der Beruf stellen. Wir wollen Eltern unterstützen, Kindern einen guten Start ins Leben zu geben. Dabei helfen die vom Deutschen Kinderschutzbund entwickelten und bundesweit erfolgreich durchgeführten Elternkurse.“

Eine Ironie, dass aus der dauerdepressiv-griesgrämigen linken Ecke die Zielvorstellung des starken, mutigen und optimistischen Menschen formuliert wird. Das klingt nach dem blauäugigen, hochgewachsenen und blonden Deutschen, den man ebenso selten in der NSDAP-Spitze antraf. Die NSDAP hat ihre blauäugigen Heroen zum Abschlachten an die Front geschickt. Die Gutmenschen-Linke würde jeden starken, mutigen und optimistischen Menschen schon heute als Macho, als Rechten oder als Weltfremden angesichts der drohenden Klimakatastrophe abstempeln. Nein, Frau Schmidt denkt da wohl eher an ausreichend schulisch indoktrinierte Zombies, die mit Begeisterung und Optimismus auch gefährlichste Arbeiten für ein Mordsbrutto dank Arbeitskampf und ein armseliges Netto dank 90 Prozent Staatsquote erledigen, von dem sie sich dank Inflation gerade noch Wasser und Brot leisten können. Zombies, die dennoch SPD wählen. Denn da kann man sicher sein, wo die sauer verdienten Steine landen, nachdem sie dem eigenen Portemonnaie entrissen wurden.

Kinder, deren Bedürfnisse in jedem Alter unterstützt werden – das sind wohl die Kinder, die immer bekommen, was sie wollen. Jedes LEGO-Set, egal wie unpfleglich sie zeitlebens damit umgegangen sind. Jede Puppe, die rasch in der nächsten Ecke landet, egal wie viel Oma von ihrer knappen Rente für den teuren Steiff-Teddy gespart hat. Jeden Dienstwagen, egal wie viel das den Steuerzahler kostet. Eltern, die den Kindern Grenzen setzen, sind out. Damit sind offensichtlich schon Ullas Mama und Papa gescheitert. Im Gegenteil, wer mit Grenzen das Kindeswohl gefährdet, dem drohen .... Steine.

Ulla, die nicht einmal mehr die Kosten ihrer einstigen Messlatte, der Gesundheitskarte, im Griff hat, will nun Eltern unterstützen, die am allerwenigsten den Rat der geschiedenen Sonderpädagogin und Ex-Bardame Schmidt benötigen. Dass Ulla diese Unterstützung letztlich in die Hände des Kinderschutzbundes legt, beruhigt nicht wirklich. Die Rolle dieses Verbands beim sogenannten „betreuten Umgang“ rückt ihn sehr nahe ans Jugendamt. Denn unter anderem aus diesem Verband rekrutieren sich die „neutralen, psychologisch geschulten Überwachungspersonen“, die für den kindeswohlgerechten Ablauf einer Begegnung zwischen Kind und Umgangsberechtigten sorgen. Wehe dem Umgangsberechtigten, der früher nicht an so einem Kurs teilgenommen hat – ihm könnten Steine in den Weg gelegt werden.

Für was genau die 180.000,00 Steuersteine verwendet oder verschwendet werden, ist der Propaganda des Bundesministeriums für Gesundheit nicht zu entnehmen. Die Kurse sind jedenfalls nicht gebührenfrei. Interessant aber liest sich, dass an den Kursen ja auch Migranteneltern teilnehmen, etwa bei Kursen in Moscheen. Kirchen sind freilich nicht erwähnt. Und wo werden diese Kurse angeboten? In Deutschland, Österreich, Schweiz, dem deutschsprachigen Belgien und in Aserbaidschan. Auch dort soll es viele Steine geben. Und Moscheen. Vielleicht verüben die Taliban bald weniger Anschläge auf die Bundeswehr. Steinmeier würde es gefallen. Und wenn nicht – dann können wir bald starke, mutige und optimistische Soldaten an den Hindukusch entsenden.

Internet

Bundesgesundheitsministerium dazu

Starke Eltern – starke Kinder

Betreuter Umgang


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Sven Adam

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