15. Oktober 2009

Hitler-Vergleiche – und wer sie ungestraft anwenden darf Stephan Kramer muss jetzt zurücktreten!

Eine Forderung, weil es sich sonst keiner traut – warum eigentlich nicht?

Schon Mr. Hannan musste erfahren, wie schnell der Vergleich eines Vorschlags zur Ausstattung des EU-Parlamentspräsidenten mit mehr Rechten bei Plenardebatten mit dem Ermächtigungsgesetz von 1933 in einen Pöttering-Hitler-Vergleich umgedeutet wird. Den Pöttering-Hitler-Vergleich gab es zwar nie, aber den Skandal um selbigen schon. Unliebsame Proteste von Nicht-Links werden schließlich traditionell frühzeitig mit der Nazi-Keule erschlagen – wehret den Anfängen.

Helmut Schmidt konnte indes der Protest wegen seines Vergleichs zwischen „Adolf Nazi“ und Oskar Lafontaine ob deren charismatischen Rednertalenten egal sein, rein aus Altersgründen. Was hat man als „altersseniler“ Ex-Kanzler noch zu befürchten? Nichts.

Vielen anderen wurde der vergleichende Griff in die Nazi-Ära ebenfalls zum Verhängnis. Taktisch bewusstes Missverstehen des Gesagten, um eigentlich ganz andere Ziele zu verfolgen, stand bei den Reflexprotestierern nicht selten im Mittelpunkt der Motivation. Was gibt es schöneres, als in einer nackten Situation ohne Gegenargumente unerwartet einen Vergleich serviert zu bekommen, den man dem Redner im Munde verdrehen kann. So entscheidet man verlorene Rededuelle am Ende doch noch für sich, auch wenn man in der Sache völlig auf dem Holzweg schreitet. In Reinform erlebten wir das bei der Inquisition der Ketzerin Eva auf dem Johannes-B.-Kerner-Scheiterhaufen.

Nun meldet sich wegen der Sarrazin-Rhetorik der unvermeidliche Zentralrat der Juden, das selbsternannte Gewissen unseres Landes, in Form eines Herrn Stephan Kramer zu Wort. Der will sich zwar nicht auf das Niveau eines Herrn Sarrazin begeben. Da er aber selbst kein höheres Niveau zu bieten hat, muss er es eben doch tun und unterbietet es gar mit seinem Dünnschiss-Vergleich. Man beachte: Sowohl die Nazis als auch Dünnschiss sind braun. Sei’s drum.

Herr Kramer hat den Eindruck, dass Herr Sarrazin „mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler große Ehre erweist.“ Halten wir also fest, dass Herr Sarrazin Herrn Kramer beeindruckt hat und dass Herr Sarrazin dennoch nicht das PC-Konformitätssiegel erhalten wird, weil er die Vorgaben des Zentralrats nicht erfüllt.

Wo liegt der Unterschied zwischen Sarrazin und Kramer? Sarrazin hat seine Thesen begründet und mit Zahlen und Fakten untermauert. Herr Kramer setzt wie ein trotziges Kind und ohne jegliche Herleitung seiner Schlussfolgerungen – die ohne Herleitung letztlich keine Schlussfolgerungen sein können – wüste Behauptungen in die Welt. Wüste Behauptungen, welche aus dem Munde eines zentralratfernen Deutschen als erstes den Protest eben jenes Zentralrats auslösen würden. Denn eigentlich ist ein Vergleich eines Mannes, der unbequeme Wahrheiten ausspricht, mit dem „größten Massenmörder aller Zeiten“ doch gelinde gesagt unverhältnismäßig, oder nicht?

Vermutlich gilt diese Weisheit nur außerhalb des Zentralrats, während Gewissensjuden sich verbal dieselbe Schrankenlosigkeit erlauben dürfen, die sich Angehörige der türkischen Straßenjugend bei gewalttätigen Akten gegen deutsche Rentner und mit Nichttürken anbandelnde Schwestern und Cousinen leisten.

Wir dürfen versichert sein, dass niemand gegen Herrn Kramer protestieren oder Lichterketten entzünden wird. Man vermisst lediglich weitere Prominente mit sarrazinem Rückgrat, die an dieser Stelle mit Fug und Recht die Unglaubwürdigkeit eines derart selbstgerechten Generalsekretärs des Zentralrats in der Presse und vor den Kameras anklagen.

Längst geht es diesem Zentralrat nicht mehr darum, „gegen das Vergessen“ zu agieren und sachliche Aufklärung zu betreiben. Es geht darum, jeden Keim deutschen Selbstbewusstseins zu verhindern. Zu den unbequemen Wahrheiten gehört auch, dass es Profiteure der indoktrinierten deutschen Kollektivschuld-Erbsünde gibt. Diese Leute müssen einen Herrn Sarrazin ebenso fürchten, wie seinerzeit die Pharisäer ihre ständige Entlarvung durch Jesus fürchten mussten. Und Pharisäertum ist es, was die Aussagen des Stephan Kramer im Jahr 2009 nach Christi Geburt maßgeblich kennzeichnet.

Daher fordere ich Herrn Kramer auf, seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und wegen seines schockierenden Hitler-Vergleichs sofort von allen Ämtern zurückzutreten. Er ist nach Paolo Pinkel der nächste Skandal in einem zunehmend hanswurstigen Zentralrat.

Internet

Zentralrat der Juden stellt Sarrazin mit Hitler in eine Reihe


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Sven Adam

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