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Neue FDP-Führung: Von Freundlichen und Sauertöpfischen

von Hanna Thiele

Die rätselhaften Wege der Politik

Nun ist der freundliche Philipp Rösler – man nennt ihn Bambi – doch Wirtschaftsminister geworden, obwohl auch Rainer Brüderle hochgradig mit Freundlichkeit gesegnet war. Vielleicht liegt es an Röslers Zusatztalent als Bauchredner, da lernt man, dass man nicht Patzen darf, bevor die Pointe fällt. Ein Übriges tat sicher die Undankbarkeit des Amtes eines Gesundheitsministers. Die „HAZ“ warf vor einigen Tagen den interessanten Gedanken auf, dass ein Minister mit einer Torte im Gesicht sich nicht so gut mache als Parteivorsitzender.

Es ist auch immer von Vorteil, keinerlei Fachwissen zu haben, wenn man regiert. Dafür hat man all die Räte. Hier setzt man die Sauertöpfischen hin, die Depressiven, die Misanthropen, Leute, die Lust am Quälen haben. Gegenüber deren Ratschlägen glänzt die eigene Freundlichkeit und Menschenliebe dann noch mehr. Die richtigen Räte bringen die nötige Leidenschaft für den Weltuntergang mit, denn dann deckt sich die Wirklichkeit endlich mit ihrem eigenen Seelenzustand. Noch sind sie nicht am Ziel, denn nur 4,2 Prozent der Bürger sind bereit, für den größten aller Weltuntergänge, den CO2-Untergang, mehr zu zahlen, bedauerte PIK-Professor Edenhofer am 11. Februar 2009 in Berlin bei den Zwei-Grad-Unternehmern, die die Rettungsboote schon vollgepackt haben mit erneuerbaren bunten Weltrettungsperlen und Abnehmer brauchen.

Prof. Dr. Harald Welzer offenbarte auf diesem Zwei-Grad-Kongress aus tiefster Seele, "Ich leide unheimlich unter der Gegenwart". Kein Wunder, dass er zu einem der ganz Großen in der Politik-Beratung wurde. Nicht einmal Woody Allen kann Welzer das Wasser reichen. Woody bekannte ähnlich wie Welzer: "Ich hasse diese Welt", fügte allerdings hinzu "aber sie ist der einzige Ort, an dem man ein gutes Steak bekommt".

Von Woody Allen weiß man, dass er ohne seinen Psychiater nicht leben kann. Bittere Zeiten werden anbrechen für Woody, wenn auch er nun am Pranger der Klimaschänder landet. Dann wird er sicher gleich mehrere Psychiater brauchen. Könnte sein, dass die Lobby der Psychiater ebenfalls hinter den CO2-Politikern steht, das macht die FDP-Rochade doppelt erklärlich, könnten doch Rösler und die FDP erneut in den Verdacht von Käuflichkeit geraten.

Spannend wird es, was der freundliche grüne Ministerpräsident Kretschmann machen wird, wenn den Baden-Württembergern bewusst wird, dass nun jede Menge hohe Windräder in ihren schönen Schwarzwald gestellt werden, weil auch die Grünen gar nicht die Welt retten, sondern nur mit Windenergie richtig Geld verdienen wollen. Die Baden-Württemberger Hausfrauen sind ja bekanntlich gute Tortenbäckerinnen.

Da bliebe der Ausweg, Bundeskanzler zu werden, da wäre er weit weg vom Schwarzwald, in Berlin unter Seinesgleichen – ohnehin eignen sich Torten nur für kurze Entfernungen.

Wenn die FDP dann unter der Fünf-Prozent-Klausel bleibt, macht ein Bambi im Schwarzwald jede Beeinträchtigung durch Windräder vergessen.

Internet:

Neuer FDP-Vorsitzender: Ein Günstling der CO2-Religion

Vorwärts zur Natur: PIK-Gastbeitrag in der „FAS“

Südwesten: Vom Windkraft-Pionier zum Schlusslicht („Nordsee-Zeitung“)

Erst Bio, dann Bimbes („Der Spiegel“)

Storytelling oder Powerpoint? („Nachhaltig Wirtschaften“)

Initiative Zwei Grad

23. Mai 2011

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