18. Januar 2012

Ja, der Klonnovsky Das Feminat nonverbal abschaffen

Schwanzlurch, Pettycoat und Krinoline

Das Zitat des Tages auf dieser Seite von Michael Klonovsky am 16.01.12: „Der imposante Weg des westlichen Mannes führte von der Entdeckung Amerikas zur Entdeckung seiner weiblichen Seite.“

Ja, der Klonovsky, faustdick hat er es hinter den Ohren. Besonders, was Weicheier angeht. Schade nur, dass die das nie zu hören bekommen, geschweige denn, vor ihre kurzsichtigen Augen.

Warum ich da so sicher bin? Ha, haben Sie schon mal einen „FAZ“-Leser eine „Titanic“ kaufen sehen? Schwanzlurche, die im seichten Gewässer groß geworden sind, bleiben im seichten Gewässer. Da ist es schön gleichmäßig warm, Sommers wie Winters, ein Leben lang. Es wimmelt nämlich vor lauter Schwanzlurchen. Männliche und weibliche sind nicht zu unterscheiden.

Früher, als Schwanzlurchinnen noch Pettycoats oder reichlich volumige Reifröcke, in Frankreich Krinoline genannt, trugen, um ihr totales Anders-Sein zu betonen, ihre entzückende Weiblichkeit, da legten sich die Schwanzlurche noch mächtig ins Zeug, um die jeweils Schönste zu ergattern. (Ob der Gatte von ergattern kommt, oder umgekehrt?)

Inzwischen ist das alles abgeschafft, Alice Schwarzer sei Dank.

Einen Vorteil hat ja das Ganze: Die umständliche Anrede „Liebe Menschinnen und Menschen“ entfällt. Man sagt jetzt einfach: Liebe Menschen!

Also: Liebe Schwanzlurche beiderlei Geschlechts (dieser Hinweis ist bald entbehrlich)! Die Entdeckung Amerikas war nix im Vergleich zu der Entdeckung, dass in jedem Menschen eine männliche und eine weibliche Seele ruht. Ruht, habt ihr gehört? Ruht! – Ist das nicht gut? Oh ja. Fürwahr. Diese Entdeckung ist wunderbar. Sorgt sie doch endlich für die lang ersehnte Geschlechtergleichheit.

Denn wo zwei Seelen ruhen, gleich groß und gleich stark, in der Brust, entsteht keine Lust. Entsteht keine Lust? Keine Lust auf was? Oder wie? Und warum?

Früher gab es das Begriffspaar: Begehren und begehrt werden. Der Stoff, oder der Zunder, der diesem Paar zum Leben verhalf, hieß REIZ. Ein REIZendes Kind, sieh nur, die Grübchen, hört man noch heute gelegentlich am Rand eines Kinderwagens sagen, von Frauen, wohlgemerkt.

Männern ward dies untersagt, weil „reizend“, im Männermund, pfui Deubel! Ja, wo alle gleich sind, da lebt es sich entspannt. Die Verabredung, heute Nachmittag, mit einer unbekannnten Dame, früher Rendezvous genannt, lässt meinen Puls völlig kalt. A.S. sei Dank.

Der Anzug bleibt im Schrank. Wenn ich eine hätt, würd ich vielleicht eine Krinoline tragen. Was dann wohl die Leute sagen? Vielleicht: Oh, dieser Mann hat Mut. Er offenbart seine weibliche Seele. Beispielhaft!

PS: Gestern hab ich eine türkische Putzfrau kennengelernt, die zwei Töchter hat, beide mit so´ner Wespentaille. Jeder kennt das Handzeichen, wo die Daumen und Mittelfinger sich berühren und der dabei gebildete Hohlraum die Taille anzeigen soll. Als Modemacher kann ich das auch in Zoll ausdrücken: Zwischen 13 und 17 Zoll Umfang, je nachdem, ob die Hände zu einem Holzfäller oder zu einer Elfe gehören.

Warum ich das erzähle? Wegen der Krinolinenfabrik, die ich ja alsbald bauen möchte. Denn, was nützt eine Krinolinenfabrik, wenn niemand Krinolinen haben will?

Heutzutage weiß ja kein Mensch mehr, was das ist. Also muss erstmal gezeigt werden, was das ist, wie das aussieht, wie es sich anfühlt, wozu es gut ist, usw.. Ist ja klar. Der Erfinder des Hula Hopp-Reifens hätte nie auch nur einen Reifen verkauft, wenn er nicht zuerst einen gebaut, oder besser zwei oder drei, in verschiedenen Farben und Durchmessern, zwei oder drei hübsche Hawaii-Mädchen engagiert, ihnen den richtigen Hüftschwung beigebracht und schließlich das ganze gefilmt, hätte.

Nicht anders wird es mit der neuen Krinolinen-Mode laufen.

Nun könnt ja einer, der im Internet, bei YouTube, die Cornelia Bayer gesehen hat, mit ihren Wahnsinns-Krinolinen, einwenden, dass ich ja das Rad nicht neu erfinden muss, tu dich mit dieser Dame zusammen, und du bist schon einen Schritt weiter.

Stimmt. Dass ich das Korsett vor 20 Jahren neu erfunden habe, war schon dämlich genug. Das sollte ich mit der Krinoline nicht wiederholen. Ich hätte schließlich genug auch damit zu tun, beides, Krinoline und Wespentaille wieder zusammen zu fügen. Konkaves zu konvexem.

Innenkurve (Taille) zu Außenkurve (Krinoline). In Hunderttausend Variationen und Ausprägungen. Klassisch, modern und gemischt. Zum verrückt werden.

Also, Mädels, mit so´ner Taille, wo seid ihr? Ihr habt die einmalige Chance, als Pioniere in die Menschheitsgeschichte einzugehen. Als die, die Alice Schwarzer entlarvt und den Feminismus ad absurdum geführt haben. Nonverbal. Die aufgezeigt haben, was Friedrich Nietzsche meinte, als er sagte: „Der Feminismus ist nicht der Kampf des Weibes gegen den Mann, sondern des missratenen Weibes gegen das Wohlgeratene.“

Ich denke, es wird höchste Zeit, dieses hässlichste Kapitel in der Geschichte der Menschheit, das Feminat, abzuschließen und endlich wieder den schönen Frauen unsere ganze kreative und liebevolle Aufmerksamkeit zu schenken.

In Ewigkeit

Amann

PPS: Natürlich müssen sich auch noch ein paar begabte Foto- und Filmemacher, Konstrukteure, Spaßvögel und Possenreißer dazu gesellen, ein humoriger Verleger, oder eine milliardenschwere Witwe, der die Wiederherstellung der Weiblichkeit und Verschiedenheit von Mann und Frau ein Herzenswunsch ist.


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Hartmut Amann

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