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Marktkommentar: HorrorwocheVor dem „System-Meltdown“ Jetzt knallt es in Europa. In der Woche beginnend am 29. September (dieser Artikel wurde am 1. Oktober geschrieben) hätte es gleich mehrere Banken in Europa umgeworfen – wenn nicht jeweils der Staat eingesprungen wäre: Erstens: Die deutsche Hypo Real Estate wurde mit 35 Milliarden Euro gerettet, wovon fast der gesamte Betrag vom deutschen Staat kommt. Zweitens: Die belgisch-niederländische Fortis wurde von diesen beiden Staaten gerettet. Drittens: Die französisch-belgische Dexia wurde von diesen beiden Staaten gerettet. Viertens: Die britische Bradford&Bingley wurde vom britischen Staat gerettet Dazu kommt noch die Übernahme der US-Bank Wachovia durch Citigroup, wobei der Staat den Großteil der Verluste schluckt. Recht viel für die ersten zwei Tage einer „Horror-Woche“. Die Bankenkrise, die bisher primär in die USA gewütet hat, ist nun mit voller Stärke nach Europa übergesprungen. Der Interbanken-Kreditmarkt ist praktisch zerstört. Keine Bank traut der anderen mehr, die Zentralbanken haben in den letzten Tagen ca. 600 Milliarden Dollar hineingepumpt. Zudem ist auch noch der Markt für Bank- und Firmenanleihen mit „Investment-Grade-Qualität“ kollabiert – wie schon letztes Jahr der Junk-Bond-Markt. Damit wird ein Überrollen auslaufender Anleihen nicht mehr möglich. Bank-Runs Die meisten der oben beschriebenen Bankenkrisen wurden durch massive Geldabhebungen verursacht. Bei Wachovia wurden in den letzten Tagen vor der Übernahme ca. 16 Milliarden Dollar abgezogen. Inzwischen erscheinen in den Medien Artikel wie „Wie sicher ist mein Geld“. Ebenso erscheinen Artikel über Verluste mit Garantieprodukten und Zertifikaten von Lehman Brothers, die man vor einigen Wochen in die Insolvenz hat gehenlassen. Allein in Deutschland machen diese Verluste einen dreistelligen Millionenverlust aus. Mit einem großflächigen Run auf alle Banken ist jederzeit zu rechnen. Die Verunsicherung der Öffentlichkeit über die Sicherheit der Spareinlagen ist inzwischen groß genug. Da wird auch dieser große amerikanische „Rettungsplan“ über 700 Milliarden US-Dollar nichts nützen. Falls er doch noch durch den Kongress kommt, ist er für das Problem viel zu klein. Es geht dabei wohl nur darum, die „Psychologie der Märkte“ hochzuhalten. Keine Rettungsboote mehr Wohin soll man flüchten? Da im System nichts mehr sicher ist, bleiben nur mehr Gold, Silber und essentielle Dinge wie Lebensmittel oder Energie. Nur Gold hat die nötige Wertdichte, um größere Summen aufzunehmen. Seit einiger Zeit gibt es weltweit kaum mehr Gold oder Silber zu kaufen, obwohl die Zentralbanken verzweifelt versuchen, deren Preise unten zu halten. Man will ja den Leuten nicht auch noch zeigen, wohin sie flüchten sollen. Mit dem plötzlichen „Ableben“ des Systems ist daher jederzeit zu rechnen. Es braucht nur eine Rettung schiefgehen, was wohl bald passieren wird. Oder es gibt einen Massenansturm auf die Banken. Oder die Goldpreis-Drückung bricht zusammen. Das kann jetzt jeden Tag passieren, aber dieser Tag lässt sich leider nicht vorhersagen. Das nennt man dann „System-Meltdown“. Information Die aktuellen Marktkommentare von Walter K. Eichelburg erscheinen zweiwöchentlich im Rohstoff-Spiegel und auf ef-online. Eichelburg ist Consultant und Investor in Wien. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er kann unter walter@eichelburg.com erreicht werden. Er betreibt die Gold-Website Hartgeld. Dieser Artikel ist als völlig unverbindliche Information anzusehen und keinerlei Anlageempfehlung. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen. 04. Oktober 2008 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareWaldmeister, am 04. Oktober 2008 um 18:49 ( Link ) "Seit einiger Zeit gibt es weltweit kaum mehr Gold oder Silber zu kaufen, obwohl die Zentralbanken verzweifelt versuchen, deren Preise unten zu halten." Das verstehe ich nicht. Wie kommt Herr Eichelburg darauf? Und was bedeutet "seit einiger Zeit"? Ich habe im September noch problemlos Krugerrand kaufen können. Sind hier überhaupt Münzen gemeint? Oder doch Barren? Und wenn fast keine mehr verfügbar sind, sollte der Preis dann nicht plötzlich schwindelerregende Höhen erklettern? Halt, die Zantralbanken "drücken" den Preis ja - wie das? Überschwemmen sie die Märkte mit billigem Gold? (Aus was für Beständen?) Dann gäbe es aber doch noch welches? Und wenn es bereits kein Gold und Silber mehr auf dem Markt gäbe - ist das nicht erst dann der Fall, wenn reihenweise ganze Staatenwesen zusammenbrechen? ;-) Wenn mir das jemand aufdröseln könnte... Waldmeister, am 04. Oktober 2008 um 18:50 ( Link ) Ach ja, @Carl: Erst in zwei Wochen kommt die nächste Zivilisationszusammenbruchvorhersage. ;-) Unidad, am 04. Oktober 2008 um 19:31 ( Link ) Halt, die Zantralbanken "drücken" den Preis ja - wie das?Seit 1999 haben die großen Zentralbanken ein Goldabkommen beschlossen und 2004 verlängert, welches besagt, dass die Zentralbanken gemeinsam jährlich etwa 500 Tonnen Gold verkaufen, um den Goldpreis etwas zu kontrollieren. (Aus was für Beständen?)Die EZB hat etwa 500t, die Bundesbank ca. 4000 und die FED etwa 8000. Wie Herr Eichelburg auf die Idee kommt, es gäbe kaum noch Gold und Silber muss er wohl selbst aufdröseln, schließlich sollte hier der Preis das Angebot hoch halten. Waldmeister, am 04. Oktober 2008 um 19:38 ( Link ) Haben Sie vielen Dank! Edgar L. Gärtner, am 04. Oktober 2008 um 20:01 ( Link ) Tatsache ist doch, dass es z.Z. einen Run auf kleinteilige Goldanlagen (Münzen, Kleinbarren) gibt, die Kunden aber hingehalten werden, da die Produzenten angeblich nicht mit der Prägung nachkommen. Währenddessen sinkt der Goldpreis, obwohl Kunden Schlange stehen. Ich hätte gerne einmal von einem Fachmann eine stichhaltige Erklärung für diese Beobachtung. Bolkonskij, am 04. Oktober 2008 um 23:14 ( Link ) Diese Beobachtung kann ich nur unterschreiben, habe ebenfalls im September noch Krügerrand bekommen, seitdem gibt es Lieferschwierigkeiten, zuletzt sogar bei Standardgrößen wie z. B. der Feinunze Gold (Barren). Gegenwärtige Lieferzeit sind 2-4 Wochen, trotzdem sank der Goldpreis in den letzten drei Tagen kontinuierlich (trotz explodierter Nachfrage), nachdem er kurzzeitig u. a. an einem Tag mal über 100 US-Dollar nach oben geschossen war. BigBoppa, am 05. Oktober 2008 um 2:29 ( Link ) Jetzt ist der im Artikel gemeinte Auslöser eingetreten, siehe HRE... Carl, am 05. Oktober 2008 um 11:00 ( Link ) Nun ist meine Meinung ebenso unerheblich wie die jedes anderen, aber ehrlich gesprochen finde ich es nicht sehr nachvollziehbar im Moment Gold oder Silber in der Absicht zu kaufen sein Vermögen abzusichern. Volatilität auf historisch sehr hohem Niveau ist alles andere als ein sicheres Pferd. Auch zur Spekulation finde ich es nur bedingt geeignet, da Gold Dank der FED et al die 1000$ nicht länger als ein paar Stunden übersteigen wird, also nach oben hin wenig Luft ist, der langfristige Schnitt aber eher bei der Hälfte liegt. Waldmeister, am 05. Oktober 2008 um 13:28 ( Link ) Das ist richtig, Carl. Mein Hintergedanke bei der Hortung von Gold war es daher auch nicht unbedingt, den nominellen Bargeldwert in gleicher Höhe abzusichern (oder gar auf eine Wertsteigerung zu hoffen), sondern einfach einen Wert zu besitzen, den man nicht zerstören kann. Aktien und Papiergeld können auf den Nominalwert "null" sinken, Gold nicht. :-) Support_Intelligence, am 05. Oktober 2008 um 15:56 ( Link ) Meine Herren Kommentatoren! Zur Beschreibung: Zur Prophezeiung: Hyperinflationen und Meltdowns allerdings sind das nicht. Hyperinflationen entstünden erst, wenn dauerhaft eine Deflation völlig falsch bekämpft würde und dies total schiefgeht. Dann explodierte Gold nach oben. Nur sind heute Organisationen wie die BIZ in Basel "Die Notenbank der Notenbanken" dagegen sehr viel Kluges zu unternehmen, denn Koordination ist viel wert. Auch die EZB hat den Leitzins letzte Woche NICHT gesenkt, weil sie weiter Inflation bekämpft. Der bloße Ersatz von in Trillionenhöhe soeben gecrascht verschwundenen Phantasiegeld durch Billionen neues Phantasiegeld ist zwar nicht solide, löst aber quantitativ noch lange keine Hyperinflation aus (es wird weniger ersetzt, als verschwand. Wenn Sie also kein Geld mit Gold verdienen wollen (das geht nur mit Gold UND Aktien), dann kaufen Sie kein Gold (zinslos!), sondern zur Absicherung Zahlungsmittelsilbermünzen, die lustigste ist 20 CHF 16,7 Gramm Feininhalt, denn da kann der Franken steigen oder sinken und das Feinsilber bringt bei Explosion (aber sonst nicht) die Münze über 20 CHF. Unter 20 CHF sinkt sie nie. Detto gibt es 5 Silbereuro, da ist spezifisch mehr Silber drin, nur bei leichter Krise fällt das Frankenaufwertungspotenzial weg. Warum Eichelburg die 1. Phase nach der Krise nicht behandelt, weiß keiner. In der 2. hätte er recht, bloß in dieser sind wir nicht. Dieser Artikel ist als völlig unverbindliche Meinung anzusehen und keinerlei Anlageempfehlung. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen. freiheitistunteilbar, am 05. Oktober 2008 um 19:56 ( Link ) @Support_Intelligence: Netter Nick, und so bescheiden. Sie sehen keine Hyperinflation im Gegensatz zu Herrn Eichelburg. Mal sehen, wer Recht behält. Was Sie so schön Koordination bezeichnen könnte man ebenso als Manipulation bezeichnen. Nun, da Gold im Gegensatz zu Fiat Money nicht beliebig vermehrbar ist und somit manipulierbar ist, ist es nur Klug auf Gold zu setzen. Nicht einmal Immobilien sind so sicher wie Gold. Kohle-Tagebau und örtliche Atomkraftwerke können den Grundstückswert enorm senken. Support_Intelligence, am 05. Oktober 2008 um 19:57 ( Link ) Zurück zum Auslöser: Was da gekracht hat, waren CDO´s (Collateralized Debt Obligations) Also verglichen mit sehr vielen anderen Derivaten und Hedges und Optionen sind CDO´s wirklich halbwegs grau (im Schwarz-Weiß-Spektrum), sie wurden bloß als weiß verkauft (1. FEHLER: KOMPLETT FALSCHES RATING!!!) Dieses komplett falsche Rating hat diese Krise, die NICHT AUS DER FINANZWIRTSCHAFT, SONDERN AUS DER REALWIRTSCHAFT KOMMT, ausgelöst. Struktur eines CDO: Eine Lasagne aus HYPOTHEKARISCH BESICHERTEN Schulden verschiedener Zinshöhen und Bonitäten, meistens schlechte hochverzinsliche mit besseren niedrigverzinsten gemischt. Nun wurde realwirtschaftlich in den letzten Jahren brutal der Immobilienmarkt gepuscht, damit die Baufirmen Geld verdienen, die Arbeitslosigkeit sinkt, Rekordsteuereinnahmen in die Staatskassen fließen, alles politisch gewollt und gefördert. Die Primärbanken haben dafür Kredite mit geringerer Prüfung und schneller vergeben, in Europa mindestens so arg wie in den USA. Das alles bei niedrigem Zinsniveau. Es war das Ansteigen der Energiepreise, welches das Dilemma beginnen ließ. Dieses STRUKTURPHÄNOMEN (nicht typisch inflatorisch, sondern aufgrund steigender Weltbevölkerung, bzw. endenden kalorischen Ressourcen) trieb die offiziell gemessene Inflation an, die Notenbanken reagierten mit massiver Zinserhöhung. (2. FEHLER: keine Unterscheidung durch Notenbanken zwischen inflatorischer Preissteigerung und generischer) Was geschah nun mit dem kreditbelasteten Eigenheimnutzer?: Bei konstantem „Raumbudget pro Monat vom Einkommen“ mussten die Kredite notleidend werden! (Sie waren es bei Vergabe nicht unbedingt) Amerika ist schnell, die stützen nicht und stellen fällig, die Kreditkrise begann….. Denn bei 90 oder gar 120$ pro Faß Öl (durch Ölpreisklausel bei Gas ähnlich) muss man die meisten Gebäude eben generaladaptieren oder schlicht neu bauen, damit sie weiter ökonomisch genutzt werden können und das verringert massiv den Wert der Energieschluckergebäude von heute- DAS SIND DIE MEISTEN und zwar ÜBERALL. Die gar nicht sehr soliden Hedge- Fonds waren das diesmal gar nicht und die Investmentbanken haben das nicht vorsätzlich paketiert (denn ein vorsätzlicher Täter hätte sich ja wohl nicht selbst dadurch gefährdet, das Zeug auch noch teilweise zu behalten und so Pleite zu gehen) 700 Mrd. USD auszugeben, um CDO´s aufzukaufen ist jetzt per se dann dumm, wenn sie zu 100% des Ausgabewertes gekauft würden und megaklever vom US- Staat, falls sie zum derzeitigen, panikartig niedrigen Marktwert von unter 30% gekauft würden (echter Wert liegt ca. bei 60-75%- aller Schichten der Lasagnes sind nicht pleite und auch der Pleiteteil hat Hypotheken hinter sich). Es ist jedenfalls fundamental seriöser, als „blanko“ für Banken zu bürgen und das in 60- facher Höhe pro Einwohner, wie im Euroland Irland gerade geschehen. Diese KREDITKRISE ist keinesfalls der Meltdown des Finanzsystems (bei Ansteckung anderer Sektoren aber schon), aber es ist ein Meltdown des Kreditsystems. Es ist kein Crash der Spekulation, sondern ein Crash des vermeintlich konservativen Teiles des Finanzsystems, nicht auswirkend auf, sondern ausgelöst durch die Realwirtschaft und von den ehemals 5 konservativen Anlageklassen (Immobilien, Anleihen, Staatsanleihen, Gold, Festgeld bzw. Sparbuch bei Banken) sind nur mehr 2 mit vollem Vertrauen übrig (Staatsanleihen und Gold). Das wissen wir also heute schon: Gold hat wesentliche Konkurrenten in seinem „Marktsegment-SICHER“ vom Hals und das sollte ihm nicht schaden, selbst bei Krise und Deflation nicht. Eichelburg hat den historischen Verdienst, sehr früh publiziert zu haben, dass Festverzinsliches unsicher ist (Aktien auch, nur die haben wenigstens ein kräftiges Potential nach oben). Ob die Hyperinflation wirklich eintritt, ist ein anderes Thema, denn noch sind die heißesten Spekulationspapiere gar nicht gecrasht und den Hedge Fonds geht es eigentlich im Schnitt besser als den Banken. Es ist das „vermeintlich Seriöse“ gecrasht, nicht die „Raketen“. CDO´s zum Panik- Groschen- Preis kaufen und wieder auspacken könnte übrigens ein Hot- Business mit fast sicherem Gewinn sein. Gold dazugemischt plus viel zu tief gecrashte Bankaktien und ein Portfolio wird hot und unkaputtbar zugleich. Dieser Artikel ist als völlig unverbindliche Meinung anzusehen und keinerlei Anlageempfehlung. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen. Support_Intelligence, am 05. Oktober 2008 um 20:55 ( Link ) An freiheitistunteilbar! Zum Nick: Auch IM System gibt es gute Jungs. Gold ist tatsächlich schwerer und langsamer vermehrbar (bei 1300,- sind aber auch dann alle Explorer profitabel, da kommt dann schon was nach, vergessen Sie das nicht und Schmuck zum Einschmelzen gibt es dann auch genug) Gold ist aber eine Ware und wird keine Währung, dazu ist es zu unpraktisch, mit enormen Aufschlägen für Guß und Lieferung bzw. Abschlägen am falschen Ort. Witzig sind dann die Schilderungen von Lieferzeiten, die präzise formuliert eben nur bedeuten, dass 2- Monats Barrengold dann Spot- plus Delivery kostet. Bloß versteht das keiner richtig, weil Gold zum heutigen Spotpreis (mit 2- Monats Lieferung) ist bereits ein WarenTERMINgeschäft. Gold morgen physisch into the hand liegt eben weit drüber. JETZT SCHON. Und Ihren morgigen Lebensmitteleinkauf noch möglich zu machen ist nett von der BIZ und nicht böse, oder wollen Sie den mit Goldstaub zahlen? Silberzahlungsmittelmünzen sind realistisch, wie ja von mir beschrieben. Ich bin, wie Sie, ein Freund von Gold, aber es wird eben so bleiben, dass es unpraktisch ist und daher sehr viel geschehen muß, bis Großinstitutionen massenhaft in Gold gehen (mit Preisen dann springend auf 5.000,- und mehr USD/ Feinunze). Die Hyperinflation ist auch von mir nicht ausgeschlossen, nur liegt kein einziger Beweis dafür heute vor. Wir sind im De- Leverage. Daraus auf Hyperinflation zu schließen bedeutet eine Politannahme und solcher enthalte ich mich. Sie wissen nicht, ob Billionen gedruckt werden werden. Kann sein, kann nicht sein. Der bloße Ersatz von in Trillionenhöhe soeben gecrascht verschwundenem Phantasiegeld durch Billionen neues Phantasiegeld ist zwar nicht solide, löst aber quantitativ noch lange keine Hyperinflation aus (es wird weniger ersetzt, als verschwand) Dieser Artikel ist als völlig unverbindliche Meinung anzusehen und keinerlei Anlageempfehlung. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen. akitrah, am 05. Oktober 2008 um 23:12 ( Link ) Wow @ Support_intelligence Mir gefällt ihre art die Dinge gelassen zu sehen :), und diese dann auch noch professionell zu beschreiben. haben sie auch ne HP die man besuchen kann? Grüsse Ulli Support_Intelligence, am 06. Oktober 2008 um 9:21 ( Link ) suppo.intelli@gmail.com, send me a mail. Sie sehen auch heute morgen: Das ist heute eine Deflation, also nenne ich sie auch so und Gold ist robuster als der Markt. Anleihen (Ausnahme vom Staat als Emmittent) werden nicht garantiert und nicht gerettet und fallen als Anlageklasse langsam aus. 3 Szenarien kann es dann geben: a) Die Inflationierung (siehe dazu im wesentlichen Eichelburg) b) Die staatsdiregistische Ökonomie: Außer Bundesanleihen steigt nichts mehr, damit wird Maastricht über den Haufen geworfen und der Staat ist der letzte große Investor, kommt zurück in seine Rolle wie in den 1960- ern in Deutschland, die Privaten haben staatsgesicherte Einlagen und auch ein Wenig Gold und Silber. "Wegwischung des Finanzmarktes", die Banken verlieren ihre Bedeutung und werden zu Sparkassen und Überweisern ohne weitere Bedeutung, dies unter starker De- Globalisierung. Dieser Artikel ist als völlig unverbindliche Meinung anzusehen und keinerlei Anlageempfehlung. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen. Andreas_S, am 06. Oktober 2008 um 12:08 ( Link ) @support_intelligence phase 1 ist nicht geldmangel, sondern durch die unbekannte größe namens "psychologie" herbeigeführter geldmangel. sie können noch so nüchtern die dinge beschreiben, doch vergessen sie dabei psychologische wirkung. und wieviel psychologie ist der markt? Support_Intelligence, am 06. Oktober 2008 um 13:08 ( Link ) Sie beschreiben korrekt das trockene Faktum des 2. Geldmangels im Umlauf, nämlich den Sparstrumpf bei privaten. Sie vergessen den durch die kolossale Vernichtung an Phantasiegeld herbeigeführten 1. Geldmangel der reichen Privaten und vor allem aller Institutionellen, welcher durch Schaffung von neuem Phantasiegeld bisher trotz Milliarden Bailouts nicht aufgeholt wurde. In der Gewichtung von 1.) und 2.) liegt Ihr Irrtum, 1) ist nämlich viel größer. Deflatorisch sind beide, was sie mit Ihrer Aussage "Papiercash is king" sogar etwas extremer sehen als ich. Nun kann man "umworten wollen", aber eine Vernichtung von Geld im Umlauf ist halt Deflation und nicht Hyperinflation. Wir halten massiv Edelmetalle und natürlich physisch, aber nicht wegen der Hypernflation, die kommen kann (wenn mehr Phantasiegeld durch "Rettungen" geschaffen würde, als bisher Phantasiegeld vernichtet wurde - WAS HEUTE (noch?) NICHT DER QUANTITATIVE FALL IST. Andreas_S, am 06. Oktober 2008 um 22:27 ( Link ) nein, ich widerspreche ihnen erneut! Support_Intelligence, am 06. Oktober 2008 um 23:56 ( Link ) Nennen Sie es einfach anders. Ihr Begriff Hyperinflation ist einfach das falsche Wort. Normiert bedeutet Hyperinflation: 1 KG Brot kostet 100.000,- Papiereuro. Den Begriff gibt es wirtschaftswissenschaftlich, bloß Sie verwenden ihn ganz anders, ganz ohne mir zu widersprechen. Es ist für den allgemeinen Inflations- oder Deflationsbegriff egal, WO das Geld ist (Bank, Sparstrumpf, sonstwo,..) es geht nur um die Quantität. Eine Abhebung noch eine Einzahlung ändern irgendwas an irgendeinem Geldmengen zu Warenverhältnis. Ihnen sind Banken zu wichtig, die sind aber nicht wichtig, die sind egal, die können keine realwirtschaftliche Krise auslösen. Diese Krise ist eine realwirtschaftliche, deswegen kann sie die Finanzwirtschaft auch nicht sanieren. Es sind keine Wetten auf Optionen des Dax hochgegangen, sondern Hypotheken illiquid, weil die Gebäude im Wert sinken, ausgeläst durch ihre Energieineffizienz, die das Startsignal war. Sie werden erleben, dass dies mit oder ohne Reduktion der Rolle der Banken (Abhebungen oder nicht) eine kräftige Krise und das mind. 12 Monate. Es ist ein De- Leverage. Gold ist heute ganz gut gelaufen, bei ca. 855,- $ im Spot, genau wie eben beim Sterben der Anlageklasse Anleihen privater Emmittenten zu erwarten, den Panikkurs von $5.000,- unter Abhebung vieler Spaeinlagen hat es natürlich nicht erreicht. 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Carl, am 04. Oktober 2008 um 10:10 ( Link )
Und wöchentlich grüßt das Ende aller Zeiten. Bis nächste Woche dann...