Walter K. Eichelburg

Ist Betreiber der meistgelesenen deutschsprachigen Gold- und Krisenwebsite hartgeld.com. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel im Finanz- und IT-Sektor und kann unter info@hartgeld.com erreicht werden. Alle Artikel von Walter K. Eichelburg sind als völlig unverbindliche Information anzusehen und stellen keine Anlageempfehlung dar. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen.

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Marktkommentar: Die Spareinlagen sind schon weg

von Walter K. Eichelburg

Weimar, wir kommen!

Seit Sommer 2008 versucht die Politik alles, um den Anschein der „Normalität“ im Finanzsystem aufrechtzuerhalten. Im Oktober musste man dazu die Kreditwürdigkeit der Staaten in den Hexenkessel werfen, indem man die Spareinlagen durch den Staat hat garantieren lassen.

Über das letzte Wochenende vom 22./23. November musste dann eine der größten US-Banken, die untergehende Citigroup, gerettet werden. Ein Grund für diese Schieflage sind die vielen Konsumkredite, die Citi weltweit und besonders in den USA vergeben hat. Nach den Hypotheken müssen jetzt auch immer mehr Kreditkarten- und Autoschulden abgeschrieben werden. Die Leute können nicht mehr zahlen, 85 Prozent der Amerikaner sind real pleite.

Ian Gordon zeigt dies in seinem Kreisdiagramm des Kondratieff-Zyklus (siehe unten) sehr schön: In der „Herbstphase“ ab 1980 werden primär Konsum- und Spekulationsschulden aufgebaut, diese müssen am Ende von den Banken abgeschrieben werden, da keine erhöhte Produktion dahintersteckt („non-selfliquidating debt“), die sie abzahlen könnte. Dieses Abschreiben geschieht derzeit auf breiter Front, seien es US-Kreditkartenschulden, Wertpapierkredite an Hedge-Fonds oder russische Oligarchen.

Man hat uns noch nicht offiziell gesagt, dass die Spareinlagen weg sind. Denn diese können stecken (etwa bei deutschen Banken): in US-Subprime-CDO-Mistpapieren, deren Schicksal ist bereits bekannt, in osteuropäischen Ratenkrediten, diese Länder können ihre Euro/CHF-Schulden nicht mehr zahlen,in Krediten an russische Oligarchen, deren Reichtum war auf West-Kredit aufgebaut, in spanischen Hypotheken, das Land ist vor der Pleite, in UK-Kreditkartenschulden, dort kollabiert gerade der Konsum in eigenen Autoleasing-Krediten, sogar VW muss schon bei der EZB betteln gehen. Dazu kommen viele andere Möglichkeiten, Kredite abschreiben zu müssen.

Real sind die Spareinlagen weg. Die Aktionäre spüren es schon überall durch sinkende Kurse. Aber die Banken werden derzeit noch von den Staaten gehalten, bis diese auch pleite gehen. Das dürfte in der Euro-Zone im Jahr 2009 passieren, zeitgleich mit den USA.

Indem man im Oktober auch noch die Staaten als Garantiegeber „geopfert“ hat, hat man noch einmal einige Monate gewonnen, aber nicht viel mehr. Die nächste Flucht wird aus allen Wertpapieren inklusive Staatsanleihen und Währungen in Realgüter gehen. Dann ist die Hyperinflation da.

Die derzeit massiv gesunkenen beziehungsweise gedrückten Rohstoffpreise werden dann wieder hochfahren, speziell Öl, Gold und Silber. Diesmal nicht wegen Spekulation, wie in der ersten Jahreshälfte 2008, sondern aus Flucht vor dem Papier, das in jeder Form dramatisch abwertet.

Dann werden es alle wissen, dass ihre Spareinlagen versenkt wurden – zu spät. Sie werden mit der Titanic untergehen. Die letzten Rettungsboote aus Gold und Silber dürften derzeit ablegen, denn seit der Goldpreis wieder steigt, geht auch das Big Money vermehrt hinein. Klein-Gold und Silber ist ohnehin schon einige Zeit kaum mehr zu bekommen.

In jedem Kondratieff-Winter werden wie jetzt die übermäßigen Schulden abgebaut. Da können Politiker und Banker sagen, lügen und garantieren, was sie wollen. Glaubt ihnen nicht! Die Papier-Vermögen sind nichts als das Papier wert. Politiker und Banker werden als „Papiertiger“ entlarvt werden. Zur Erinnerung: 1923 konnte man das Papiergeld verheizen, denn es war billiger als die Kohle, die man damit kaufen konnte. Weimar, wir kommen.

Internet

Ian Gordon: http://www.thelongwaveanalyst.ca

29. November 2008

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Kommentare

Freewheelin Fördermitglied, am 29. November 2008 um 13:31 ( Link )

Habe diese Woche in meinem Briefkasten in Deutschland einen Brief der Citibank entdeckt.
Inhalt kurz gefasst: Auf mich warten 15.000 Euro mit der Bitte um ein kurzes, unverbindliches Gespräch.
Die versuchen tatsächlich, Konsumentenkredite an den Mann zu bringen.
Wie bitte darf ich das deuten?

Carl, am 29. November 2008 um 14:57 ( Link )

Das bedeutet natürlich DAS SIE VERLFUCHT NOCHMAL GOLD KAUFEN MÜSSEN!!!!!!!!!!!!!!!!111111

nick, am 29. November 2008 um 23:01 ( Link )

Untergangsprognosen haben Konjuktur und was soll ein Rohstoffexperte der sich sicher bereits positioniert hat, sonst empfehlen? Er ruft die zyklisch orientierten Anleger in seine Rettungsboote.

vindulce, am 30. November 2008 um 16:20 ( Link )

na ja,wenn ich mir das so anschaue dann befürchte ich dass wir die Höchststände bei Gold und Silber schon hinter uns haben.
Ich sehe zum Beispiel auch dass immer von Silbermünzenknappheit gesprochen wird, aber tatsächlich doch Kronwitter und viele andere Anbieter
Silberunzen satt vorrätig haben.Vor allem Philars ...
Der Markt scheint gesättigt zu sein.

Bello, am 30. November 2008 um 16:54 ( Link )

Lieber nick,

Du schreibst: "Er ruft die zyklisch orientierten Anleger in seine Rettungsboote"

Mir ist nicht bekannt, dass dem Herrn Eichelburg sämtliche EM Werte der Welt gehören. Er verkauft auch nichts.
Sein einziges Interesse dürfte darin begründet sein, die Massen hin zu einer Goldwährung zu bringen.
Davon würden er und alle die reichlich Gold haben natürlich extrem profitieren.
Das Volk aber würde gnadenlos verarmen. Hatten wir alles schon in der Geschichte.

Du schreibst: "Untergangsprognosen haben Konjunktur"
Nein, lieber nick, die Welt geht nicht unter, ich hoffe aber und wünsche es der Menschheit, das dieses System zu Grabe getragen wird.
Und hier muss ich Herrn Eichelburg in allen Punkten Recht geben. Es wird unter gehen. Dies prognostizieren zu können, dazu reicht einfache Mathematik. Des weiteren beschäftigen sich zig intelligentere Leute seid Jahren mit dem Thema und sie kommen alle zum gleichen Schluss wie Herr Eichelburg.

Zum Schluss noch, Papier- und Zahlenwerte sind wertlos. Sie werden sich in nichts auflösen. Was bleibt, sind Dinge zum Anfassen.

Gruß Bello

Untergangsprognosen haben Konjuktur und was soll ein Rohstoffexperte der sich sicher bereits positioniert hat, sonst empfehlen? Er ruft die zyklisch orientierten Anleger in seine Rettungsboote.

Funny, am 30. November 2008 um 20:10 ( Link )

Lieber Nick,
auch ich kann es nicht mehr erwarten, bis dieses perfide, verlogene, dämon-kratische System zu Ende geht. Das es zu Ende geht ist sicher, nur wie ist noch offen. Sieht man sich den Verlauf der Kontratieff-Welle an, folgt jedem Geldzusammenbruch Krieg. Es muß sich ja lohnen. Jetzt hat (fast) jeder eine Wohnung, Haus, das eingerichtet ist. Kaputte Wohnungen, Häuser lohnen sich für die hauptverursachende Bande mehr, weil die gleiche Bande sich danach wieder die Taschen vollstopfen möchte. Entweder es fängt wieder von vorne an, wie 1949 oder es kommt was ganz Neues, Unbekanntes.
Ich plädiere für eine Insel (ohne Boote,mit einer haiverseuchten Küste, im Jahresmittel +10°C, etwa so groß wie St. Helena) und da soll dann die Bande der Erfüllungsgehilfen aus Politik und Wirtschaft, mit ein paar Nägeln, Brettern, Ochsen, Pferden, Pflügen und Saatgut ihre so tolle hochgepriesene sogenannte Demokratie leben.
Mal sehen wie lange es dauern wird bis die sich gegenseitig ausgerottet haben und sich somit selbst davonschleichen ohne das sich ein paar Menschen, die alles verloren haben, mit einem dummen unbewußten Handeln die Finger schmutzig machen würden.
Gruß Funny

nick, am 30. November 2008 um 21:36 ( Link )

@Bello: "Sein einziges Interesse dürfte darin begründet sein, die Massen hin zu einer Goldwährung zu bringen.
Davon würden er und alle die reichlich Gold haben natürlich extrem profitieren."

Das ist der Punkt. Ich kann diese absoluten, selbstsicheren Empfehlungen nicht mehr hören. Niemand weiss, wie es weiter geht. Die Wahrsagerei ist ein altes Gewerbe. Geflankt von den derzeigen Ereignissen ist die Chance, mehr Leute mitzuziehen umso größer.

Es ist nicht nur eine Meinung von vielen oder eine Empfehlung, der Verfasser läßt keinen Freiraum für andere Wege. Beruhigend, dass es hier nur um Edelmetalle geht...

Und noch etwas, da stimme ich dir zu, dieses System wird irgendwann untergehen, nichts hält sich ewig, die Welt ist immer im Fluß. Wenn man sich wünscht, dass dieses System untergeht, sollte man aber auch für die Zeit danach nachvollziehbare Alternativen aufzeigen.

@Funny: "Lieber Nick,
auch ich kann es nicht mehr erwarten, bis dieses perfide, verlogene, dämon-kratische System zu Ende geht. Das es zu Ende geht ist sicher, nur wie ist noch offen."

Hallo Funny,
die Antwort aus deutscher Sicht steht ja ganz oben: "Weimar", somit wäre das geklärt, zumindest aus der Sicht des Verfassers.

Wie verlief denn die Entwicklung nach Weimar, in Deutschland, in Amerika, in Asien, in der Welt?
Wir sollten uns einmal daran gewöhnen, dass wir nicht der Mittelpunkt der Welt sind, und noch weniger sein werden. Was kann ein Chinese damit anfangen, dass wir Weimar fordern, mit allen Folgeerscheinungen? Hatten wir Mao oder eine Kubakrise? Jedes Land macht andere Erfahrungen, hat eine andere Geschichte und „Führer“.

Aber ich will mich ja nicht in die Diskussion einklinken, ob sich Geschichte weltweit wiederholt, mir ging es allein um die selbstherrliche Darstellung. Wenn der Zustand so wäre, wie beschrieben, dann müßte der Goldpreis noch höher stehen. Und bekanntlich sinken die Edelmetallpreise in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Diese Kurven gibt’s nämlich auch. Warten wir’s ab.

Hier versucht sich jemand dagegen zu stemmen, nicht weil er das "Welträtsel" entschlüsselt haben will, sondern nur aus der Sicht des Edelmetallanlegers, nicht mehr und nicht weniger. Ich sehe das ganz nüchtern. Allein die Wortwahl unter Einbeziehung der derzeitigen wirtschaftlichen Lage lässt manchen mehr aus dem Kaffeesatz lesen, als es wert ist.

Gruss, nick

Satanas, am 01. Dezember 2008 um 11:00 ( Link )

@vindulce
Stimmt zwar nicht ganz, viele Münzen sind ausverkauft. Aber wer Gold kaufen will findet etwa bei pro aurum noch Barren und Münzen fast aller Grössen. Man kann problemlos mit 50 € einsteigen und einige 10 000 € anlegen. Die Nachfrage scheint schon recht hoch zu sein. Aber unter "ausverkauft" verstehe ich was anderes.

Trotzdem: (Etwas) Gold und Silber gehören in jedes Depot..

Klaus Wulf, am 01. Dezember 2008 um 13:07 ( Link )

Die Münzhersteller kommen wegen der plötzlichen Nachfrage mit dem Prägen nicht mehr nach. Barrengold ist ohne Preisaufschlag erhältlich. Wenn in einigen Monaten die Prägekapazitäten hochgefahren sind wird auch das Aufgeld schrumpfen.

@nick
Niemand weiss, wie es weiter geht.

Doch man kann es wissen! Geschichte wiederholt sich so wie der Kondratieff-Zyklus immer wiederkehrt. Im Verlauf und Detail wird es Varianten geben. Eins ist jedoch sicher, das Papiergeld wird entwertet und Anleihen wertlos sein, da die Schuldner pleite gehen.

nick, am 01. Dezember 2008 um 13:50 ( Link )

@Klaus Wulf:

es gibt viele Meinungen dazu:

z.B. Wicki: "Bis heute lassen sich Kondratjew-Zyklen allerdings statistisch nicht nachweisen. In der Volkswirtschaftslehre herrscht inzwischen ein breiter Konsensus, der davon ausgeht, dass keine zyklischen Konjunkturmuster existieren, also auch der Kondratjew-Zyklus nicht. Nach der Meinung fast aller Makroökonomen folgt das Wirtschaftswachstum einer Zufallsbewegung."

Klaus Wulf, Zitat: "Eins ist jedoch sicher, das Papiergeld wird entwertet und Anleihen wertlos sein, da die Schuldner pleite gehen."

o.k., die ökonomische Sintflut wird über uns hereinbrechen, Religionsfanatiker sehen bereits den Jüngsten Tag und dass die Erde irgendwann mal "untergeht" steht auch schon fest. Dann lehnen wir uns mal zurück und warten...

Satanas, am 02. Dezember 2008 um 13:51 ( Link )

@alle
...insbesondere die Goldbären.

Ich fürchte dass Herr Eichelburg mit seinen ständigen morgen-geht-die-Welt-unter Artikeln eine vernünftige Diskussion abwürgt. Daß die Krise auch zu weniger Geld (für Investoren) oder Notverkäufen führen kann, wird immer ausgeblendet, gleiches gilt für Charttechnik etc.

Dennoch glaube ich, dass er im Kern der Sache recht hat: Die ausufernde Fed-Bilanz und die Staatsverschuldung werden den Dollar wenigstens beschädigen. Hier sind zwei ftd- Artikel zum Thema:

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Das-Kapital-Ein-ganzes-Land-subprime/443581.html
http://www.ftd.de/politik/international/:Rettung-des-US-Finanzsystems-700-Milliarden-Ha-Es-sind-8500-Milliarden/444083.html

Wird also der Dollar gegen den Euro abstürzen? Amerikanische Analysten erwarten das Gegenteil:

http://www.moneyandmarkets.com/why-the-euro-is-set-to-fall-further-3-28410

(Das Argument ist, dass Europa weit mehr von den Märkten in Asien und Osteuropa abhängt als Amerika).

Beide Argumentationen (sowohl die gegen den Dollar als auch gegen den Euro) leuchten ein. Wogegen sollten die Währungen also fallen? Gegen Ware! Oder eben Gold. Wenn man davon ausgeht, dass man noch mehr als ein Jahr warten muss, bevor man wieder in den Aktienmarkt einsteigen kann- ist es da nicht sinnvoll das überschüssige Geld in Gold zu parken (wenn es Preisrückschläge gibt)?

trendyrandy Fördermitglied, am 02. Dezember 2008 um 18:38 ( Link )

all

Also, die Interessen von Herrn Eichelburg liegen m.E. nicht im Verkauf von Edelmetallen, sondern als großer Crash-Prediger in die Geschicht einzugehen.

Aber, er kennt evtl. die Markteinschätzung von Tim Fitzpatrick (Citibank) noch nicht. Dieser sieht Gold bereits im Jahre 2009 auf bis zu USD 2000 je Unze steigen. Bürgerkriegsähnliche Zustände inbegriffen.

Nun ja, wir werden sehen. Fakt ist, das derzeit die Coms und die Large Specs. bei Gold-Positionen netto short sind.

Horst E. Böttcher, am 03. Dezember 2008 um 22:13 ( Link )

In Krisenzeiten haben immer Untergangsszenarien
Hochkonjunktur. Der Autor reiht sich da in eine lange
Reihe ein, z.B. Paul C. Martin „Der grosse Crash“, schon vor über zwanzig Jahren veröffentlicht.

Was Herr Eichelberg über das aufgeblähte Geldvolumen
dem keine Produktion gegenübersteht, schreibt, ist
ökonomisch durchaus richtig. Die Folgen erleben wir
jetzt, aber sie werden nicht zum völligen Zusammenbruch
von Wirtschaft und Staaten führen. Ich glaube, dass wir in zwei, drei Jahren eine bessere Welt haben werden.

Wenn der Dax bei 2500 bis 3000 Punkten liegt, haben Aktien etwa ihren realen Wert gefunden. Das Investment-Banking mit seinen horrenden, ungerechtfertigten Profiten für die Manager wird kräftig eingedampft. Produktion wird wieder
wichtiger als Casino-Banking, das ungesunden Verhältnis
zwischen Kapital- und Arbeitseinkommen wird zu Gunsten
der letzteren zurecht gerückt. Die Bedeutung von Regierungen wird wieder zunehmen, die Marktfetischisten werden sehr
kleine Brötchen backen müssen. Wichtig ist, dass die
Regierungen keine Angst vor der eigenen Courage bekommen, sondern die Banken hart anfassen, sodass es weht tut! Die Bedeutung von Gold wird rasch zurückgehen. Es wäre natürlich besser gewesen, die Regierungen hätten es nicht zu dieser Krise kommen lassen, aber so müssen wir eben die notwendige Bereinigung auf die harte Weise erleben.

vindulce, am 04. Dezember 2008 um 5:39 ( Link )

Der Autor sagt unter der Rubrik Gold und Silberminen: man gibt es(metall) wenn es alle haben wollen.
Das ist doch jetzt der Fall Herr Eichelburg.
Also sind Sie auf der Geberseite und predigen aber was ganz anderes.
na denn....was sollen die Leute davon halten.
Wäre nett wenn Sie sich dazu aüßern.Vielleicht ist es ja auch ein Missverständnis.

awsx1, am 05. Dezember 2008 um 7:51 ( Link )

re.

Der Autor sagt unter der Rubrik Gold und Silberminen: man gibt es(metall) wenn es alle haben wollen.
Das ist doch jetzt der Fall Herr Eichelburg.
Also sind Sie auf der Geberseite und predigen aber was ganz anderes.
na denn....was sollen die Leute davon halten.

@vindulce

Viele wollen jetzt Gold und Silber - Richtig !
Was Eichelburg meint ist -ALLE - und zwar bedingungslos, koste es was es wolle - die Scheine sollen weg !!!!

Dies ist noch nie und nimmer der Fall , da zwar 50% ahnen dass was kommt aber 30 % nicht wissen was zu tun ist. Die anderen 50% sehen grade die Wiederholung von Zuhause im Glück oder die Heimkehrer !

Gruß Paul

Widu, am 09. Dezember 2008 um 15:48 ( Link )

Die Behauptung, dass sämtliche Rohstoffpreise gedrückt worden seien, ist nun wirklich recht abenteuerlich. Wäre dies der Fall, dann dürften diese Rohstoffe (insbesonde die genannten Rohstoffe Öl, Silber und Gold) allgemein kaum erhältlich sein. Ein Ölprodukt namens Diesel habe ich heute aber in ausreichender Menge an der Tankstelle bekommen und zwar zu einem deutlich niedrigeren Preis, als noch vor einem halben Jahr.

Tatsächlich wissen wir, dass der Ölpreis durch das Opec-Kartell nach oben manipuliert wird und nicht nach unten. Die Gaspreise und die Preise für Treib- und Heizstoffe auf Ölbasis allgemein sind durch die entsprechenden (staatlich geschützten) Kartelle ebenfalls manipuliert, aber in eine andere Richtung, als von Eichelburg dargestellt, nämlich nach oben!

Was wir tatsächlich in diesem Jahr gesehen haben, das ist ein Platzen der Spekulationsblase bei Rohstoffen (inkl. bei Gold uns Silber), ganz einfach.

@ Satanas

Zitat:
"Wenn man davon ausgeht, dass man noch mehr als ein Jahr warten muss, bevor man wieder in den Aktienmarkt einsteigen kann- ist es da nicht sinnvoll das überschüssige Geld in Gold zu parken (wenn es Preisrückschläge gibt)?"
Zitat Ende
--------------

Sehe ich anders. Wir sind gerade in einem tendenziell deflationären Umfeld. In solch einem Umfeld würde ich eher Geld in Geld parken, als in Gold. Denn bei Gold hast Du einerseits gewaltige Transaktionskosten, die Du erstmal reinholen müsstest und zum anderen ein ganz erhebliches Kursrisiko. Ich für meinen Fall habe mein Geld auf dem Tagesgeldkonto und werde es in den kommenden Monaten in Aktien anlegen.

@ trendyrandy

Zitat:
"Also, die Interessen von Herrn Eichelburg liegen m.E. nicht im Verkauf von Edelmetallen, sondern als großer Crash-Prediger in die Geschicht einzugehen."
Zitat Ende
------------------------

Sehe ich anders. Die Eichelburg-Seite hartgeld.com strotzt geradzu von Werbung Seitens der Goldhändler. Die Banner dort werden sicherlich nicht kostenlos geschaltet worden sein. Davon abgesehen dürfte er vermutlich auch an seinem Vortrag auf der Edelmetallmesse verdient haben, die ja ihrer Natur nach eine Messe der Edelmetallhändler ist. Insofern vertritt er wohl ziemlich eindeutig die Sache der Goldhändler. Was ja auch sein gutes Recht ist, nur ist seine Meinung dann eben so "objektiv", wie es die goldseiten.de ist, die auch schon von ABN AMRO und Societé Generale gesponsert wurden (derzeit sind die Banner der Royal Bank of Scotland geschaltet).

Satanas, am 09. Dezember 2008 um 18:56 ( Link )

@Widu

Zitat:
"Denn bei Gold hast Du einerseits gewaltige Transaktionskosten,.."

Wenn man einmal nicht davon ausgeht dass uns alles um die Ohren fliegt, die Banken pleite gehen und physisches Gold unsere einzige Hoffnung ist, kann man natürlich auch ein Goldkonto eröffnen. Da sind die Kosten viel geringer. Es bleibt halt ein gewisser Schutz gegen die EZB Geisterfahrt. Aber man sollte ja ohnehin nicht alles auf eine Karte setzen. Was das Kursrisiko angeht: Es gibt gewisse Marken (18000€/kg) von denen ich nicht glaube dass sie unterschritten werden. Man muss halt etwas Geduld haben..

Widu, am 09. Dezember 2008 um 20:06 ( Link )

@ Satanas

Zitat:
"Wenn man einmal nicht davon ausgeht dass uns alles um die Ohren fliegt..."
Zitat Ende
-----------------

Würde ich davon ausgehen, dass uns alles um die Ohren fliegt, dann wäre Gold das Letzte, was ich kaufen würde. Dann hätten zig andere Güter Vorrang (Waffen, Nahrungsmittel, Medikamente, Rauschmittel, sowie Wertpapiere in fremden Ländern).

Zitat:
"Was das Kursrisiko angeht: Es gibt gewisse Marken (18000€/kg) von denen ich nicht glaube dass sie unterschritten werden. Man muss halt etwas Geduld haben.."
Zitat Ende
------------------------
Nun, ich bin hier etwas bärischer als Du. Ich persönlich sehe bei Gold ein mittelfristiges Verlustpotential von 30-50%, wobei ich ausschließlich fundamental herangehe und nicht charttechnisch.
Das mit der Geduld ist so eine Sache, weil ich Edelmetalle aus Prinzip nicht als langfristige Geldanlage sehe. Mittelfristig bin ich von klar fallenden Goldpreisen überzeugt, daran führt in meinen Augen gar kein Weg vorbei. Langfristig kann dagegen kein Mensch irgendeine Prognose stellen, weil niemand den technischen Fortschritt der kommenden Jahrzehnte überblicken kann. Der Ausdruck der "langfristig sicheren" Geldanlage ist in meinen Augen ein Widerspruch in sich. Langfristige Geldanlagen sind niemals sicher, sondern per Definition hochspekulativ, weil die genaue Prognose der fernen Zukunft fehlt. Die Sache mit der "Geduld" ist in meinen Augen eher eine Ausrede. Zahlreiche irgendwann einmal besonders teure Rohstoffe, etwa Silber, Pfeffer, Salpeter oder Salz haben in der Geschichte ihren hohen Wert für immer verloren. Welche technischen Möglichkeiten uns in 20 Jahren offenstehen, vermag niemand zu sagen.

Möglich, dass in 20 Jahren eine Technologie eintritt, die unbedingt Gold benötigt. Ebenso möglich, dass wir in 20 Jahren erheblich mehr Gold fördern können, als heute. In der Erdkruste gibt es 160 Milliarden Tonnen Gold, noch nichtmal ein Millionstel davon ist bisher gefördert worden. Welche Technologie uns in 20-30 Jahren zur Verfügung steht, weiß kein Mensch. Insofern vertraue ich keiner Geldanlage, die mich darauf vertröstet, sie wäre 5000 Jahre lang die Basis des Geldes gewesen, wenn ich nichtmal die nächsten 20 Jahre überblicken kann. Davon abgesehen kann man auch den eigenen Geldbedarf in den nächsten 30 Jahren unmöglich einschätzen. Das Leben birgt zu viele Überraschungen.

Satanas, am 10. Dezember 2008 um 18:33 ( Link )

@widu
alles klar, ich meinte: Man muss Geduld haben, bis das Gold auf die von mir genannte Marke fällt, nicht: Man muss Geduld haben bis es wieder steigt.
Und wenn man nicht jeder Bank mistraut (d.h. kein völliger Jünger Eichelburgs ist) , kann man eben ein Goldkonto (kein Barrenaufschlag, geringer Händleraufschlag) verwenden.
Ansonsten meinte ich ja, es bietet auch eine gewisse Absicherung gegen die heutige Zentralbankpolitik, da ist mein Zeitfenster eher die nächten 2-3 Jahre. Aber wenn sie nicht meinen, dass Aufgrund dieser Geldwirtschaft zur Zeit leichter der Euro/Dollar als das Gold beschädigt werden könnte, gehen unsere Meinungen hier offenbar auseinander. Allerdings setze auch ich nicht alles auf eine Karte. Gold ist auch für mich nur eine Teilabsicherung.


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