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Marktkommentar: Die Spareinlagen sind schon wegWeimar, wir kommen! Seit Sommer 2008 versucht die Politik alles, um den Anschein der „Normalität“ im Finanzsystem aufrechtzuerhalten. Im Oktober musste man dazu die Kreditwürdigkeit der Staaten in den Hexenkessel werfen, indem man die Spareinlagen durch den Staat hat garantieren lassen. Über das letzte Wochenende vom 22./23. November musste dann eine der größten US-Banken, die untergehende Citigroup, gerettet werden. Ein Grund für diese Schieflage sind die vielen Konsumkredite, die Citi weltweit und besonders in den USA vergeben hat. Nach den Hypotheken müssen jetzt auch immer mehr Kreditkarten- und Autoschulden abgeschrieben werden. Die Leute können nicht mehr zahlen, 85 Prozent der Amerikaner sind real pleite. Ian Gordon zeigt dies in seinem Kreisdiagramm des Kondratieff-Zyklus (siehe unten) sehr schön: In der „Herbstphase“ ab 1980 werden primär Konsum- und Spekulationsschulden aufgebaut, diese müssen am Ende von den Banken abgeschrieben werden, da keine erhöhte Produktion dahintersteckt („non-selfliquidating debt“), die sie abzahlen könnte. Dieses Abschreiben geschieht derzeit auf breiter Front, seien es US-Kreditkartenschulden, Wertpapierkredite an Hedge-Fonds oder russische Oligarchen. Man hat uns noch nicht offiziell gesagt, dass die Spareinlagen weg sind. Denn diese können stecken (etwa bei deutschen Banken): in US-Subprime-CDO-Mistpapieren, deren Schicksal ist bereits bekannt, in osteuropäischen Ratenkrediten, diese Länder können ihre Euro/CHF-Schulden nicht mehr zahlen,in Krediten an russische Oligarchen, deren Reichtum war auf West-Kredit aufgebaut, in spanischen Hypotheken, das Land ist vor der Pleite, in UK-Kreditkartenschulden, dort kollabiert gerade der Konsum in eigenen Autoleasing-Krediten, sogar VW muss schon bei der EZB betteln gehen. Dazu kommen viele andere Möglichkeiten, Kredite abschreiben zu müssen. Real sind die Spareinlagen weg. Die Aktionäre spüren es schon überall durch sinkende Kurse. Aber die Banken werden derzeit noch von den Staaten gehalten, bis diese auch pleite gehen. Das dürfte in der Euro-Zone im Jahr 2009 passieren, zeitgleich mit den USA. Indem man im Oktober auch noch die Staaten als Garantiegeber „geopfert“ hat, hat man noch einmal einige Monate gewonnen, aber nicht viel mehr. Die nächste Flucht wird aus allen Wertpapieren inklusive Staatsanleihen und Währungen in Realgüter gehen. Dann ist die Hyperinflation da. Die derzeit massiv gesunkenen beziehungsweise gedrückten Rohstoffpreise werden dann wieder hochfahren, speziell Öl, Gold und Silber. Diesmal nicht wegen Spekulation, wie in der ersten Jahreshälfte 2008, sondern aus Flucht vor dem Papier, das in jeder Form dramatisch abwertet. Dann werden es alle wissen, dass ihre Spareinlagen versenkt wurden – zu spät. Sie werden mit der Titanic untergehen. Die letzten Rettungsboote aus Gold und Silber dürften derzeit ablegen, denn seit der Goldpreis wieder steigt, geht auch das Big Money vermehrt hinein. Klein-Gold und Silber ist ohnehin schon einige Zeit kaum mehr zu bekommen. In jedem Kondratieff-Winter werden wie jetzt die übermäßigen Schulden abgebaut. Da können Politiker und Banker sagen, lügen und garantieren, was sie wollen. Glaubt ihnen nicht! Die Papier-Vermögen sind nichts als das Papier wert. Politiker und Banker werden als „Papiertiger“ entlarvt werden. Zur Erinnerung: 1923 konnte man das Papiergeld verheizen, denn es war billiger als die Kohle, die man damit kaufen konnte. Weimar, wir kommen. Internet Ian Gordon: http://www.thelongwaveanalyst.ca 29. November 2008 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareCarl, am 29. November 2008 um 14:57 ( Link ) Das bedeutet natürlich DAS SIE VERLFUCHT NOCHMAL GOLD KAUFEN MÜSSEN!!!!!!!!!!!!!!!!111111 nick, am 29. November 2008 um 23:01 ( Link ) Untergangsprognosen haben Konjuktur und was soll ein Rohstoffexperte der sich sicher bereits positioniert hat, sonst empfehlen? Er ruft die zyklisch orientierten Anleger in seine Rettungsboote. vindulce, am 30. November 2008 um 16:20 ( Link ) na ja,wenn ich mir das so anschaue dann befürchte ich dass wir die Höchststände bei Gold und Silber schon hinter uns haben. Bello, am 30. November 2008 um 16:54 ( Link ) Lieber nick, Du schreibst: "Er ruft die zyklisch orientierten Anleger in seine Rettungsboote" Mir ist nicht bekannt, dass dem Herrn Eichelburg sämtliche EM Werte der Welt gehören. Er verkauft auch nichts. Du schreibst: "Untergangsprognosen haben Konjunktur" Zum Schluss noch, Papier- und Zahlenwerte sind wertlos. Sie werden sich in nichts auflösen. Was bleibt, sind Dinge zum Anfassen. Gruß Bello Untergangsprognosen haben Konjuktur und was soll ein Rohstoffexperte der sich sicher bereits positioniert hat, sonst empfehlen? Er ruft die zyklisch orientierten Anleger in seine Rettungsboote. Funny, am 30. November 2008 um 20:10 ( Link ) Lieber Nick, nick, am 30. November 2008 um 21:36 ( Link ) @Bello: "Sein einziges Interesse dürfte darin begründet sein, die Massen hin zu einer Goldwährung zu bringen. Das ist der Punkt. Ich kann diese absoluten, selbstsicheren Empfehlungen nicht mehr hören. Niemand weiss, wie es weiter geht. Die Wahrsagerei ist ein altes Gewerbe. Geflankt von den derzeigen Ereignissen ist die Chance, mehr Leute mitzuziehen umso größer. Es ist nicht nur eine Meinung von vielen oder eine Empfehlung, der Verfasser läßt keinen Freiraum für andere Wege. Beruhigend, dass es hier nur um Edelmetalle geht... Und noch etwas, da stimme ich dir zu, dieses System wird irgendwann untergehen, nichts hält sich ewig, die Welt ist immer im Fluß. Wenn man sich wünscht, dass dieses System untergeht, sollte man aber auch für die Zeit danach nachvollziehbare Alternativen aufzeigen. @Funny: "Lieber Nick, Hallo Funny, Wie verlief denn die Entwicklung nach Weimar, in Deutschland, in Amerika, in Asien, in der Welt? Aber ich will mich ja nicht in die Diskussion einklinken, ob sich Geschichte weltweit wiederholt, mir ging es allein um die selbstherrliche Darstellung. Wenn der Zustand so wäre, wie beschrieben, dann müßte der Goldpreis noch höher stehen. Und bekanntlich sinken die Edelmetallpreise in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Diese Kurven gibt’s nämlich auch. Warten wir’s ab. Hier versucht sich jemand dagegen zu stemmen, nicht weil er das "Welträtsel" entschlüsselt haben will, sondern nur aus der Sicht des Edelmetallanlegers, nicht mehr und nicht weniger. Ich sehe das ganz nüchtern. Allein die Wortwahl unter Einbeziehung der derzeitigen wirtschaftlichen Lage lässt manchen mehr aus dem Kaffeesatz lesen, als es wert ist. Gruss, nick Satanas, am 01. Dezember 2008 um 11:00 ( Link ) @vindulce Trotzdem: (Etwas) Gold und Silber gehören in jedes Depot.. Klaus Wulf, am 01. Dezember 2008 um 13:07 ( Link ) Die Münzhersteller kommen wegen der plötzlichen Nachfrage mit dem Prägen nicht mehr nach. Barrengold ist ohne Preisaufschlag erhältlich. Wenn in einigen Monaten die Prägekapazitäten hochgefahren sind wird auch das Aufgeld schrumpfen. @nick Doch man kann es wissen! Geschichte wiederholt sich so wie der Kondratieff-Zyklus immer wiederkehrt. Im Verlauf und Detail wird es Varianten geben. Eins ist jedoch sicher, das Papiergeld wird entwertet und Anleihen wertlos sein, da die Schuldner pleite gehen. nick, am 01. Dezember 2008 um 13:50 ( Link ) @Klaus Wulf: es gibt viele Meinungen dazu: z.B. Wicki: "Bis heute lassen sich Kondratjew-Zyklen allerdings statistisch nicht nachweisen. In der Volkswirtschaftslehre herrscht inzwischen ein breiter Konsensus, der davon ausgeht, dass keine zyklischen Konjunkturmuster existieren, also auch der Kondratjew-Zyklus nicht. Nach der Meinung fast aller Makroökonomen folgt das Wirtschaftswachstum einer Zufallsbewegung." Klaus Wulf, Zitat: "Eins ist jedoch sicher, das Papiergeld wird entwertet und Anleihen wertlos sein, da die Schuldner pleite gehen." o.k., die ökonomische Sintflut wird über uns hereinbrechen, Religionsfanatiker sehen bereits den Jüngsten Tag und dass die Erde irgendwann mal "untergeht" steht auch schon fest. Dann lehnen wir uns mal zurück und warten... Satanas, am 02. Dezember 2008 um 13:51 ( Link ) @alle Ich fürchte dass Herr Eichelburg mit seinen ständigen morgen-geht-die-Welt-unter Artikeln eine vernünftige Diskussion abwürgt. Daß die Krise auch zu weniger Geld (für Investoren) oder Notverkäufen führen kann, wird immer ausgeblendet, gleiches gilt für Charttechnik etc. Dennoch glaube ich, dass er im Kern der Sache recht hat: Die ausufernde Fed-Bilanz und die Staatsverschuldung werden den Dollar wenigstens beschädigen. Hier sind zwei ftd- Artikel zum Thema: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Das-Kapital-Ein-ganzes-Land-subprime/443581.html Wird also der Dollar gegen den Euro abstürzen? Amerikanische Analysten erwarten das Gegenteil: http://www.moneyandmarkets.com/why-the-euro-is-set-to-fall-further-3-28410 (Das Argument ist, dass Europa weit mehr von den Märkten in Asien und Osteuropa abhängt als Amerika). Beide Argumentationen (sowohl die gegen den Dollar als auch gegen den Euro) leuchten ein. Wogegen sollten die Währungen also fallen? Gegen Ware! Oder eben Gold. Wenn man davon ausgeht, dass man noch mehr als ein Jahr warten muss, bevor man wieder in den Aktienmarkt einsteigen kann- ist es da nicht sinnvoll das überschüssige Geld in Gold zu parken (wenn es Preisrückschläge gibt)? trendyrandy all Also, die Interessen von Herrn Eichelburg liegen m.E. nicht im Verkauf von Edelmetallen, sondern als großer Crash-Prediger in die Geschicht einzugehen. Aber, er kennt evtl. die Markteinschätzung von Tim Fitzpatrick (Citibank) noch nicht. Dieser sieht Gold bereits im Jahre 2009 auf bis zu USD 2000 je Unze steigen. Bürgerkriegsähnliche Zustände inbegriffen. Nun ja, wir werden sehen. Fakt ist, das derzeit die Coms und die Large Specs. bei Gold-Positionen netto short sind. Horst E. Böttcher, am 03. Dezember 2008 um 22:13 ( Link ) In Krisenzeiten haben immer Untergangsszenarien Was Herr Eichelberg über das aufgeblähte Geldvolumen Wenn der Dax bei 2500 bis 3000 Punkten liegt, haben Aktien etwa ihren realen Wert gefunden. Das Investment-Banking mit seinen horrenden, ungerechtfertigten Profiten für die Manager wird kräftig eingedampft. Produktion wird wieder vindulce, am 04. Dezember 2008 um 5:39 ( Link ) Der Autor sagt unter der Rubrik Gold und Silberminen: man gibt es(metall) wenn es alle haben wollen. awsx1, am 05. Dezember 2008 um 7:51 ( Link ) re. Der Autor sagt unter der Rubrik Gold und Silberminen: man gibt es(metall) wenn es alle haben wollen. @vindulce Viele wollen jetzt Gold und Silber - Richtig ! Dies ist noch nie und nimmer der Fall , da zwar 50% ahnen dass was kommt aber 30 % nicht wissen was zu tun ist. Die anderen 50% sehen grade die Wiederholung von Zuhause im Glück oder die Heimkehrer ! Gruß Paul Widu, am 09. Dezember 2008 um 15:48 ( Link ) Die Behauptung, dass sämtliche Rohstoffpreise gedrückt worden seien, ist nun wirklich recht abenteuerlich. Wäre dies der Fall, dann dürften diese Rohstoffe (insbesonde die genannten Rohstoffe Öl, Silber und Gold) allgemein kaum erhältlich sein. Ein Ölprodukt namens Diesel habe ich heute aber in ausreichender Menge an der Tankstelle bekommen und zwar zu einem deutlich niedrigeren Preis, als noch vor einem halben Jahr. Tatsächlich wissen wir, dass der Ölpreis durch das Opec-Kartell nach oben manipuliert wird und nicht nach unten. Die Gaspreise und die Preise für Treib- und Heizstoffe auf Ölbasis allgemein sind durch die entsprechenden (staatlich geschützten) Kartelle ebenfalls manipuliert, aber in eine andere Richtung, als von Eichelburg dargestellt, nämlich nach oben! Was wir tatsächlich in diesem Jahr gesehen haben, das ist ein Platzen der Spekulationsblase bei Rohstoffen (inkl. bei Gold uns Silber), ganz einfach. @ Satanas Zitat: Sehe ich anders. Wir sind gerade in einem tendenziell deflationären Umfeld. In solch einem Umfeld würde ich eher Geld in Geld parken, als in Gold. Denn bei Gold hast Du einerseits gewaltige Transaktionskosten, die Du erstmal reinholen müsstest und zum anderen ein ganz erhebliches Kursrisiko. Ich für meinen Fall habe mein Geld auf dem Tagesgeldkonto und werde es in den kommenden Monaten in Aktien anlegen. @ trendyrandy Zitat: Sehe ich anders. Die Eichelburg-Seite hartgeld.com strotzt geradzu von Werbung Seitens der Goldhändler. Die Banner dort werden sicherlich nicht kostenlos geschaltet worden sein. Davon abgesehen dürfte er vermutlich auch an seinem Vortrag auf der Edelmetallmesse verdient haben, die ja ihrer Natur nach eine Messe der Edelmetallhändler ist. Insofern vertritt er wohl ziemlich eindeutig die Sache der Goldhändler. Was ja auch sein gutes Recht ist, nur ist seine Meinung dann eben so "objektiv", wie es die goldseiten.de ist, die auch schon von ABN AMRO und Societé Generale gesponsert wurden (derzeit sind die Banner der Royal Bank of Scotland geschaltet). Satanas, am 09. Dezember 2008 um 18:56 ( Link ) @Widu Zitat: Wenn man einmal nicht davon ausgeht dass uns alles um die Ohren fliegt, die Banken pleite gehen und physisches Gold unsere einzige Hoffnung ist, kann man natürlich auch ein Goldkonto eröffnen. Da sind die Kosten viel geringer. Es bleibt halt ein gewisser Schutz gegen die EZB Geisterfahrt. Aber man sollte ja ohnehin nicht alles auf eine Karte setzen. Was das Kursrisiko angeht: Es gibt gewisse Marken (18000€/kg) von denen ich nicht glaube dass sie unterschritten werden. Man muss halt etwas Geduld haben.. Widu, am 09. Dezember 2008 um 20:06 ( Link ) @ Satanas Zitat: Würde ich davon ausgehen, dass uns alles um die Ohren fliegt, dann wäre Gold das Letzte, was ich kaufen würde. Dann hätten zig andere Güter Vorrang (Waffen, Nahrungsmittel, Medikamente, Rauschmittel, sowie Wertpapiere in fremden Ländern). Zitat: Möglich, dass in 20 Jahren eine Technologie eintritt, die unbedingt Gold benötigt. Ebenso möglich, dass wir in 20 Jahren erheblich mehr Gold fördern können, als heute. In der Erdkruste gibt es 160 Milliarden Tonnen Gold, noch nichtmal ein Millionstel davon ist bisher gefördert worden. Welche Technologie uns in 20-30 Jahren zur Verfügung steht, weiß kein Mensch. Insofern vertraue ich keiner Geldanlage, die mich darauf vertröstet, sie wäre 5000 Jahre lang die Basis des Geldes gewesen, wenn ich nichtmal die nächsten 20 Jahre überblicken kann. Davon abgesehen kann man auch den eigenen Geldbedarf in den nächsten 30 Jahren unmöglich einschätzen. Das Leben birgt zu viele Überraschungen. Satanas, am 10. Dezember 2008 um 18:33 ( Link ) @widu Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Freewheelin
, am 29. November 2008 um 13:31 ( Link )
Habe diese Woche in meinem Briefkasten in Deutschland einen Brief der Citibank entdeckt.
Inhalt kurz gefasst: Auf mich warten 15.000 Euro mit der Bitte um ein kurzes, unverbindliches Gespräch.
Die versuchen tatsächlich, Konsumentenkredite an den Mann zu bringen.
Wie bitte darf ich das deuten?