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Gebildete im Gebärstreik: Deutschland verdummt!von Julia Bug Über ein politikgemachtes Demographieproblem Da titelt also die „FAZ“ mal wieder, „immer mehr Frauen blieben kinderlos“. Wer wie die Autorin nicht zu den Mutterkreuzlern gehört, könnte das gelassen nehmen. Weniger Kinder fahren in 20 Jahren weniger Auto, brauchen weniger Häuser, rülpsen weniger Methan in die Atmosphäre, kurz: schonen die natürlichen Ressourcen. Warum eine ältere Gesellschaft ein Problem sein soll, ist mir auch nicht klar. Der Blick in die Tiefe bringt dann die Dramatik. Es sind die hochgebildeten deutschen Frauen, die sich dem Wurf-Diktat verweigern. Schauen wir uns das im Detail an. Erstens: Gebildete Frauen haben weniger Kinder. Die Frage, welchen Anteil Erziehung und Vererbung haben, lasse ich mal außen vor. Fakt ist, dass Kinder, die von intelligenten Menschen gezeugt wurden und in einem gebildeten Haushalt aufwachsen, auch ein höheres Bildungsniveau aufweisen. Fazit eins: Der relative Anteil der Kinder aus intelligenten und gebildeten Familien geht zurück. Zweitens: Ausländerinnen haben mehr Kinder. Das isoliert wäre ja kein Problem. Werfen wir kurz einen Blick auf die regelmäßigen Migrations-Statistiken, so wird klar, dass diese Ausländerinnen tendenziell nicht tschechische Ingenieurinnen, französische Köchinnen und amerikanische Managerinnen sind. Sondern eher die angeheirateten, anatolischen Cousinen der in Deutschland lebenden Türken. Während deutsche Leistungsträger ins Ausland ziehen. Fazit zwei: Die Migration verstärkt das Problem. Drittens: Immer mehr Kinder werden von ledigen Müttern geboren. Die fehlende Familie dürfte die Bildungs-Chancen weiter verringern. Fazit drei: Es wird noch schlimmer. Deutschland wird dümmer. Kann man es den Nicht-Eltern verdenken? Wer Zeit seines Lebens nur steigende Arbeitslosigkeit und sinkende Reallöhne erlebt hat, macht sich doch zurecht Sorgen, wie das enorme finanzielle Risiko eines oder mehrerer Kinder zu tragen sind. Früher hat man sich eine „auskömmliche Stellung“ gesucht, und ein wenig Geld gespart. So gesichert hat man eine Familie gegründet. Anstelle des Sparens steht heute das Steuerzahlen, und die vom Staat gebeutelte Wirtschaft baut seit dreißig Jahren Jobs ab. Wer also in dem tradierten Bild verhaftet ist, dass Kinder einen gewissen Wohlstand und ein wenig Sicherheit von den Eltern brauchen, der tritt zu Recht in den Fortpflanzungsstreik. Aber die Politik fördert doch die Fortpflanzung? Es gibt doch Erziehungsurlaub, Elterngeld und allerhand Wurf-Prämien? Korrekt, der Anreiz wirkt auf die Menschen, die die Verantwortung für Ihre Kinder nicht selbst tragen wollen, sondern sich ans staatliche Gängelband hängen wollen – auf die Ungebildeten, die Arbeitsscheuen, den Abschaum. Für diese ist es dank Stütze ökonomisch gleich, wieviele Kinder sie haben. Der Anreiz wirkt auch auf die Leistungsträger, die den ganzen Schmarrrn finanzieren sollen. Die daher kein Geld mehr für Kinder haben. Sie streiken. Armes Deutschland. Internet Immer mehr Frauen bleiben kinderlos 30. Juli 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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