Walter K. Eichelburg

Ist Betreiber der meistgelesenen deutschsprachigen Gold- und Krisenwebsite hartgeld.com. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel im Finanz- und IT-Sektor und kann unter info@hartgeld.com erreicht werden. Alle Artikel von Walter K. Eichelburg sind als völlig unverbindliche Information anzusehen und stellen keine Anlageempfehlung dar. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen.

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Marktkommentar: Oskar und die Kapitalflucht

von Walter K. Eichelburg

Noch drei Wochen bis zur Bundestagswahl

In meinem letzten Marktkommentar wurde beschrieben, welche Propagandamaßnahmen besonders in Deutschland vor den Wahlen gemacht werden, um eine „heile Welt ohne Krise“ vorzuspielen. Selbst die deutsche Finanzpresse berichtet schon, dass das Kanzleramt auf den Konzernen kniet, nicht vor dem 27. September ihre Entlassungswellen zu starten.

Am letzten Sonntag fanden in Deutschland einige Landtagswahlen statt, bei denen die CDU verloren hat und die SPD auf niedrigem Niveau stagniert ist. Die Linke von „Napoleon“ Oskar Lafontaine hat gewonnen. Vermutlich auch wegen der unglaublichen Banker-Arroganz und deren riesigen Boni und Abfindungen auf Staatskosten. Und am 27. September kommt die „große Wahl“, die Bundestagswahl.

Die „Welt“ hat für den Fall einer Rot-Rot-Grünen Bundesregierung nach dieser Wahl einen Crash des DAX und auch des Euro vorausgesagt. Warum auch der Euro? Weil dann das „politische Risiko“ im Euro-Kernland Deutschland schlagend wird und von dort eine allgemeine Kapitalflucht einsetzt.

Das schreibt Peter Ziemann in seinem „Goldbericht“ vom 31. August dazu: „Die Uhr tickt: Es bleiben nur noch vier Wochen, sein hart erarbeitetes und erspartes Vermögen vor dem Zugriff des Staats-Krakens in Sicherheit zu bringen. Wer nach den gestrigen Wahlergebnissen weiterhin auf ein schwarz-gelbes Wunder am 27. September 2009 hofft, der sollte nunmehr desillusioniert sein. Die Rangfolge, warum man Gold jetzt kaufen sollte, hat sich mit den gestrigen Wahlergebnissen verändert: An erster Stelle steht jetzt die Anonymisierung des Vermögens, d.h. die Verhinderung des Zugriffs des Staates in Form von Vermögensabgaben. An zweiter Stelle steht weiterhin der Schutz des Vermögens vor Inflationierung des Papier-Geldes. Es kommt weiterhin massenweise ungedecktes Papier-Geld durch die Notenbanken in Umlauf.       Begründung: Monetarisierung der Staatsanleihen insbesondere in den USA und UK durch die Notenbanken. Und an dritter Stelle dient Gold als Versicherung vor einen System-Kollaps.
Begründung: Das System ist weiterhin labil, man stützt jedoch alles und jeden mit frischem Geld. Erst an letzter Stelle steht die Erwartung auf einen explodierenden Gold-Preis durch den Zusammenbruch der Goldpreis-Drückung. Begründung: Die Gold-Bestände sind weiterhin schwer einzuschätzen. Aber eines ist sicher: Die Goldpreis-Drückung wird bis zum letzten Blutstropfen Zentralbankgold durchgehalten.“

Nichts heizt eine Kapitalflucht mehr an, als eine bevorstehende Konfiskation durch den Staat. Dass speziell in Deutschland so etwas vom bisherigen Finanzminister Steinbrück mit seiner „Austrocknung der Steueroasen“ bereits vorbereitet wird, kann man annehmen. Alle Edelmetall-Händler, speziell in Deutschland, können sich die Hände reiben und sollten für genügend Nachschub sorgen.

Die Ziemann-Liste von oben zeigt an: Die Priorität beim Goldkauf ist jetzt nicht mehr die Hoffnung auf Preissteigerung, sondern die Rettung des Vermögens vor dem Staat durch Beschlagname oder Inflation. Gold schützt davor. Wenn das zu viele wissen und danach handeln....

Das hat mir ein Leser meiner Gold-Website hartgeld.com geschrieben: „Die Totalaufhebung aller Bankgeheimnisse ist bei genauer Hinsicht das allerbeste, was Gold passieren kann.“

Übrigens, falls sich jemand wundert, warum der Konsum trotz Krise noch nicht eingebrochen ist: Es gibt Berichte aus Österreich und Deutschland, dass sich langsam bei den Sparern das Gefühl durchsetzt, dass man ihre Geldanlagen weginflationieren will. Also geben sie diese aus. Der Crack-Up-Boom beginnt, die Hyperinflation folgt – spätestens, wenn Oskar an die Macht kommt.

Got Gold? Als Rettung vor Oskar und Co…

05. September 2009

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