18. September 2009

Neue Analysen der Finanzkrise Was ist schiefgelaufen?

Die Ursachen durch die Regulierungspolitik

Kommt man in einer Unterhaltung mit „normalen“ Menschen (also nahezu allen, die nicht Nachrichten wie diese lesen) auf die Finanzkrise zu sprechen, werden immer wieder zwei Gründe für das Desaster genannt: der erste, anthropologische, sei die Gier der Banker und Anleger, der zweite die mangelnde Regulierung der Finanzmärkte durch die Politik.

Wer sich für solche Debatten argumentativ wappnen möchte, dem möchte ich zwei neue Analysen sowie ein neues Blog zum Thema empfehlen – alle aus den USA:

Arnold Kling: „Not What They Had in Mind. A History of Politics that Produced the Financial Crisis of 2008 (50seitiges PDF)

Jeffrey Friedman: A Crisis of Politics, Not Economics. Complexity, Ignorance, and Policy Failure (60seitiges PDF)

Blog „Causes of the Crisis“

Die Schlussfolgerung von Arnold Klings Analyse lautet: „Es hilft nichts, die Rolle der Regulierungspolitik bei der Entstehung der Krise zu ignorieren. Wenn die Vereinigten Staaten nicht wahrhaben wollen, dass die Handlungen der Politiker und Regulatoren zur Zerbrechlichkeit des Finanzsystems beitragen, gibt es wenig Hoffnung, dass wir in Zukunft ein weniger zerbrechliches System haben werden.“

Jeffrey Friedmans Fazit fällt noch eindeutiger aus: „Die Finanzkrise wurde verursacht durch das komplexe, ständig wachsende Netz von Regulierungen, die den modernen Kapitalismus zähmen sollen. Im Gegensatz zur gängigen Meinung lässt sich die Krise von 2008 deshalb am besten als Regulierungs-Krise beschreiben – nicht als Krise des Kapitalismus“.

Internet

Arnold Kling

Jeffrey Friedman

„Causes of the Crisis“


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