Walter K. Eichelburg

Ist Betreiber der meistgelesenen deutschsprachigen Gold- und Krisenwebsite hartgeld.com. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel im Finanz- und IT-Sektor und kann unter info@hartgeld.com erreicht werden. Alle Artikel von Walter K. Eichelburg sind als völlig unverbindliche Information anzusehen und stellen keine Anlageempfehlung dar. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen.

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Marktkommentar: „Printer-Ben“ und „Printer-Jean“

von Walter K. Eichelburg

Größere Mengen Gold nur noch sehr schwierig zu bekommen

Der derzeitige Fed-Chef Ben Bernanke erhielt seinen Spitznamen „Helicopter Ben“ bereits 2002, als er noch Fed-Gouverneur war. Damals hielt er seine berühmte „Helikopter-Rede“, in der er darlegte, was eine Zentralbank alles machen kann, um eine für das Bankensystem tödliche Deflation abzuwenden: inklusive dem Geldabwurf aus Helikoptern.

Davon hat er inzwischen fast alles wahr gemacht, außer eben dem Abwurf von Papiergeld. Warum also nicht auch das? Weil dieses Geld das normale Volk aufgehoben hätte, nicht nur die privilegierten Firmen und Investment-Banken der Wall Street. Diese Investment-Banken mussten 2008 mit Staatshilfe gerettet werden, zahlen jetzt aber die höchsten Boni aller Zeiten an ihre Trader und Manager. Was hier läuft ist der größte Bailout der Finanzeliten aller Zeiten, nicht nur in den USA.

Gerade kam ein Artikel herein: „30 Minuten bis zur Monetarisierung“ von Peter Boehringer: „Die Frist von der Anleihe-Emission zum Aufkauf durch die Fed ist kürzlich bereits auf 30 Minuten geschrumpft! Die Schamfrist zur Vermeidung der direkten Monetarisierung beträgt nun also noch eine halbe Stunde!  Ein US-Analyst namens Jim Bianco hat diese Unglaublichkeit schon vor zwei Wochen aufgedeckt. Ich habe extra gewartet, ob der Mainstream das Thema in seiner Brisanz erkennen kann oder will. Aber q.e.d. – Schweigen im Walde.“

Das war eine Anleihe von Fannie Mae, dürfte aber bei US-Staatsanleihen genauso schnell gehen. Dort ist aus „Anstandsgründen“ noch eine Auktion dazwischengeschaltet. Dabei müssen die Primary Dealers der Fed kaufen, falls sonst keine Käufer auftauchen. Die geben das Papier dann gleich an die Fed weiter. Irgendwann wird auch dieser Anstands-Umweg aufgegeben werden und das Zeug landet direkt bei der Fed. In Großbritannien ist die Sache nicht anders. Es gibt Schätzungen (etwa von Peter Ziemann), dass nur mehr ein geringer Teil der US-Staatsanleihen am Markt abgesetzt werden kann, der Rest – 80 Prozent oder mehr – geht an die Fed, wird dort monetisiert.

In der Eurozone ist man noch etwas zurückhaltender, aber auch hier greift die Zentralbank ein, wenn eine Auktion von Staatsanleihen schiefzugehen droht. In Deutschland kauft etwa die Bundesbank den Rest auf. Derzeit hat Deutschland wenig Probleme, die Staatsanleihen wegzubringen, da über 50 Prozent von ausländischen Zentralbanken gekauft werden, primär in Asien. Die monetisieren diese Papiere dort. Ein Teil davon betreibt eine Umschichtung von Dollar-Reserven auf Euro-Reserven.

Es gibt inzwischen Leute, die sagen, dass wir einen alleinigen US-Dollar-Untergang nicht sehen werden, sondern dass alle Währungen gemeinsam gegen Gold und Realgüter in einer Hyperinflation untergehen werden – dies deshalb, weil alle Zentralbanken den Dollar stützen. Für die Euro-Politiker ist schon ein Euro-Kurs von 1,50 Dollar „nicht mehr auszuhalten“. Daher wird auch hier weitergedruckt. Ben Bernanke sollte sich jetzt in „Printer-Ben“ umbenennen, Jean-Claude Trichet in „Printer-Jean“, usw.

Das „Big Money“ geht jetzt verstärkt in Gold und Silber, sodass es nicht mehr gelingt, den Goldpreis unter 1.000 Dollar zu drücken. Das Goldkartell mit den westlichen Zentralbanken liefert nur mehr hinhaltenden Widerstand, um einen massiven Ausbruch noch hinauszuschieben. Aber auch dieser wird kommen, danach können sie ihre Währungen und Staatsanleihen nur mehr mit sehr hohen Zinsen verteidigen. Die derzeitige Gelddruck-Phase wird dann enden müssen und das System crashen.

Berichte aus London (Midas) sagen, dass größere Mengen Gold nur noch sehr schwierig zu bekommen sind. Dafür tauchen falsche Goldbarren mit Wolframkern auf – aus Quellen aus dem Goldkartell. So desperat ist deren Situation inzwischen. Ich hoffe, alle Leser haben jetzt ihre Rettungsboote aus Gold.

31. Oktober 2009

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Kommentare

Dziamdzia, am 31. Oktober 2009 um 14:06 ( Link )

Ach Herr Eichelburg,

wir sollten nicht verschweigen dass Sie mit ihren Prognosen bislang 100%ig falsch lagen. Wenn Sie richtig gewesen wären, dann hätten bis Mitte diesen Jahres die USA und die meisten EU Länder den Staatsbankrott erlitten. Haben Sie aber nicht. Sie sollten wissen dass das globale Finanzsystem zu komplex ist als dass man seriöse Prognosen mit Zeitangaben machen kann, zumal seine Zukunft primär von den nicht vorhersagbaren Aktionen seiner Akteure abhängt.
DASS das Finanzsystem final kollabieren muss, weiß jeder der eine Vorstellung davon hat was exponentielles Wachstum ist. Das haben Dutzende Leute vor Ihnen prognostiziert - und zwar solche die eine entsprechende Ausbildung haben und sich ihr Leben lang mit Wirtschaft und Finanzwesen beschäftigen, im Gegensatz zum Netzwerktechniker Eichelburg, der hier lediglich auf den lukrativen wenn auch moralisch fragwürdigen Zug der Panikprofiteure aufgesprungen ist. Ähnlich wie etwa ein Herr Spannbauer, der in seinem Shop Notbeleuchtungen, Wasseraufbereiter, Armbrüste und schussichere Westen für den baldigen Untergang der Zivilisation zum profitablen Kauf feilbietet.

Dass horrende Staatsverschuldung und Monetarisierung von Staatsanleihen nicht direkt in die Hyperinflation führen muss, sieht man am Beispiel Japans. Dieses System kann durchaus noch 10 Jahre dahinsiechen. Welche Asset Blasen die hyterische Masse von Anlegern als nächstes mit der gigantischen Liquidität aufblasen werden, lässt sich nicht vorhersehen. Dass Gold als Währung steigen wird in dem Maße wie der Dollar oder Euro abwerten ist auch klar. Wenn sich der Goldpreis verdoppelt heißt das nicht unbedingt dass sie Gewinn machen sondern eher, dass der Dollar nur noch halb soviel wert ist. Sicherlich ein sinnvoller Inflationsschutz, aber so zu tun als wäre das die einzige Möglichkeit der Inflation zu entkommen ist absurd. Das können Sie mit Aktien, Wald oder Ackerland genauso, evtl. noch besser. Fakt ist, dass man bislang mit Aktien die Krise besser als mit Gold bewältigen konnte.

Und verschweigen wir auch nicht die Tatsache, dass Ihre Panikmache hochgradig eigennützig ist. Je mehr Panik desto mehr Klicks auf ihrer Seite, desto mehr Werbeeinnahmen und desto mehr Besucher für ihre sauteuren Seminare gibt es. Panik ist aber noch nie ein guter Ratgeber für Anleger gewesen, da sie rein emotional ist. Sie tun so als würde die Hyperinflation vor der Tür stehen und man jetzt noch schnell Gold kaufen müßte um keinen Totalverlust zu erleiden. Dabei sollten Sie wissen dass bevor wir hier in Deutschland Staatsbankrott und Hyperinflation sehen werden (falls überhaupt) erst eine ganze Reihe fragilerer EU-Länder über den Jordan gehen werden. Daher halte ich momentan die Losung "erstmal abwarten" für wesentlich rationaler als Panikkäufe aufgrund von Horrorprophezeihungen.

Zum Thema "es gibt kein Gold mehr/kaufen was noch da ist" und "die Goldpreisdrückung ist bald zuende": Das liest man seit Jahren. Das sind Werbemethoden von Jahrmarkts-Schreiern, unseriöse Panikmache um den Goldkauf zu pushen.

In die gleiche Kategorie fallen ihre lächerlichen Gerüchte von den Wolframbarren. Natürlich haben Sie keinerlei Quellen angegeben - wie auch wenn es keine gibt. Haben Sie mal den Schmelzpunkt von Gold und Wolfram verglichen??? 1064,18 °C (Gold) vs. 3422 °C (Wolfram). Gar nicht so einfach da einen Barren zu fälschen; sowas würde nur in riesigem Umfang industriell möglich sein mit entsprechenden Anlagen, und sich nur bei großen Barren lohnen. Allein schon um den Wolframkern in dem flüssigen Gold in der Mitte zu halten bis es erstarrt ist. Leute die große Barren kaufen tun das aber im allgemeinen mit etwas mehr Professinalität als die Oma von nebenan, die sich eine Goldlegierung als Münzen andrehen läßt. Und anhand des Para/Diamagnetismus ließen sich solche Barren mit geringem Aufwand enttarnen. Ich glaube daher kaum dass irgendjemand auf die bescheuerte Idee käme, sowas auch nur zu probieren. Ist also wahrscheinlich auch nichts als ein weiteres unseriöses Gerücht, das sie streuen um Gold zu pushen. Genauso wie Ihre Gerüchte von bald bevorstehenden Bank Runs etc. die natürlich auch nie eingetroffen sind.

Dass diese unseriöse ekelerregende Panikmache auf ef noch verbreitet wird, zur persönlichen Bereicherung von Herr Eichelburg, halte ich für ziemlich unglücklich.

Jürgen Clasen, am 31. Oktober 2009 um 19:42 ( Link )

Eichelburg lag in der Tat schlecht mit seiner Terminierung des Systemkollaps. Aber er hat den Niedergang der Banken vorgezeichnet und die
emittierten Verbriefungen besser verstanden, als so mancher Bankvorstand, der noch kurz vor dem
Aus von Gewinnen gelabert hat. Eichelburg befindet sich in bester Gesellschaft mit anderen
angesehenen Anlageprofis die Gold favorisieren.
Seine Ansichten zur pc sind auch ok. Daneben gibt es eine Menge Gurus, die behaupten es zu wissen.
Für mich ist es aber klar, sie wissen es nicht.
Wäre es anders, würden deren Empfehlungen ja
jede Menge Money machen. Machen sie aber nicht.
Ja und da haben wir auch noch die Freiheit
Hartgeld. com nicht anzuklicken, oder ?

egon helmut, am 31. Oktober 2009 um 20:48 ( Link )

Ach Dziamdzia !!!

Das in jedem etwas Geschäftstüchtigkeit steckt ist wohl jedem klar. Nur muss man die Kommentare der vielen Analysten, die noch bei DAX 7 - 8 tausend zum Einstieg geblasen haben sich mal auf der Zunge zergehen lassen.(normale Korrektur?!) Das ist das eigentlich Eckelerregende!!
Auch die Krise hat niemand erkannt!!!
Nobelpreisträger - Wirtschaftsweise - und andere Mitläufer einschliesslich fast der gesamten Presse - das sind Geisteswissnschaftler ?? - ha ha !!!
Und dann schreiben Sie Eichelburg liegt zu 100% falsch - solche Aussagen relativieren sich bei einen Blick auf EM-Kurse u. geschönten Wirtschaft- u. Arbeitsmarktdaten von selbst. Einer der Ersten welcher das Szenario vorhersagte war Herr Eichelburg!!
Weiters erkannten das einige wenige Materienkenner wie Dirk Müller (Mister DAX, Cashkurs.com ) und Frank Mayer (NTV). (Vielen Dank an beide)
Um Ihre Kenntnisse etwas zu erweitern folgender Link:
http://www.hartgeld.com/leser-reaktionen.htm
(Die Leserreaktionen Akademikerstreik und Geisteswissenschaften vom 31.10.09 !!!!)
Da kann man nachlesen wer die Welt am Laufen hält!!!
Das es noch nicht gecrasht hat ist doch nur auf Grund von Marktmanipulationen in allen Staaten möglich.
(Arbeitslosenzahlen, Kurzarbeit, Geldmenge, Bankenrettungsgeschenke usw. !!)
Banken Run wird es so schnell nicht geben da die Bevölkerung - bei uns - satt und Obrigkeitsgläubig ist. Und der Vergleich mit Japan - bitte - heute sind alle großen Wirtschaftsräume am Boden.
China und Indien - da warten wir mal ab - im Komunismus hat man immer alles schön dargestellt.
Nun spricht man schon wieder vom Aufschwung der kommt. Nur von woher soll er kommen. Ach ja - von den Konjunkturpaketen und Aktiengewinnen KGV bei ca. 100 - 200.
Ich habe meine Bankenaktivitäten auf das Notwendigste reduziert. Aktien nein danke - ausser nach komplett gecrashten Kursen.
Es ist mit diesem Papiergefälsche ohnehin bald Schluss. Mir tun nur die gutgläubigen Sparer leid.
Ach noch was - mit dem Kaufen von Ackerland und sonstigen angreifbaren liegt man sicher richtig.
Denn Papiergeld wird sicher wieder zu ganz normalen Papier!!
Aber vorher kaufe ich mich noch einen guten Kopierer.
Danke Herrn Eichelburg/Maier/Müller die mir und vielen meiner Kollegen die Augen öffneten!!

Ach - Gute Nacht und schöne Träume !!!

ThePhoenix, am 31. Oktober 2009 um 21:55 ( Link )

>>>Es ist mit diesem Papiergefälsche ohnehin bald Schluss.<<<

HaHaHaHa...es wurde noch nicht einmal RICHTIG damit angefangen...mit dem Papiergefaelsche aka FIAT.

Dazu kommt noch, dass noch nicht einmal mit der Reduktion der globalen FIAT Waehrungen ANSATZWEISE begonnen wurde.

Da werden noch "Tricks" aus den Hut gezogen werden von den globalen Zentralbanken da kommt Eichelburg und der Rest der Crash Propheten aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Dieses Wochenende sitzen die Finanzminister in London und ueberlegen wie sie den am Geschicktesten den englischen Pfund in den EURO integrieren. Naechste Wocxhe sitzen die G20 Zentralbanker zusammen.

Ach - Guten Tag und schoen Aufwachen !!!

Dziamdzia, am 31. Oktober 2009 um 22:35 ( Link )

"Das in jedem etwas Geschäftstüchtigkeit steckt ist wohl jedem klar. Nur muss man die Kommentare der vielen Analysten, die noch bei DAX 7 - 8 tausend zum Einstieg geblasen haben sich mal auf der Zunge zergehen lassen."

Wer fett in Aktien investiert ist rät natürlich jedem dazu, in Aktien einzusteigen - genauso wie der Goldberater/investor Eichelburg nun jedem rät in Gold einzusteigen. Ist also das gleiche in grün bzw. besser gesagt in gold, gelle? ;)

"Banken Run wird es so schnell nicht geben da die Bevölkerung - bei uns - satt und Obrigkeitsgläubig ist"

Das ist ein interessanter Punkt. Letztlich spielen wir das bekannte Spiel REISE NACH JERUSALEM. Es gibt nicht annähernd reale Güter um die ganzen fiat Versprechen einzulösen, und dieses Mißverhältnis wird mit Gelddrucken und explodierender Staatsverschuldung immer größer. Solange die Horde aber noch im Kreis läuft und glaubt es ginge ewig so weiter, ist es völlig irrelevant dass es "zuwenig Stühle" gibt. Es ist also primär eine psychologische Sache, wann die Masse beschließt, dass das Spiel zuende ist.

Und da könnte der jahrzehntelange Wohlstand, frei von allen existenziellen (kriegerischen) Krisen mit der daraus folgenden Dekadenz, geistigen Dickbräsigkeit und Verblödung durchaus ein erhebliches verzögerndes Element darstellen. Anders ausgedrückt: Nach einem verlorenen Weltkrieg realisieren die Massen sowas wahrscheinlich schneller als nach jahrzehntelangem Überfluss, der schlicht und einfach den Massen die Vorstellungmöglichkeit einer existenziellen Not ausradiert hat.

egon helmut, am 31. Oktober 2009 um 22:40 ( Link )

ohahaha!
ach - phoenix - viele mögen diese Propheten oder realisten nicht - klar haben auch viel kohle durch sie verloren und können nur mit schmerzen aussteigen aus diesen märkten!
schon mal nachgedacht wer diese ganze finanzdindustrie die nichts leistet sondern nur schmarotzt am leben erhält !!

ja ja - es wurde schon voll mit dem quantitative easing und anderen tricks begonnen !! wie lange die masse dabei zusieht werden wird mal sehen !!

chrash propheten??
diese 3 sind wohl eher absolute realisten !!
kommt aber darauf an auf welcher seite man steht -
- geisteswissenschaftler (spielen kasino) oder naturwissenschaftler (haben die welt gebaut und ernährt) !!

die G20 können zaubern und zusammensitzen so lange sie wollen - ob es noch monate oder 2 jahre geht ist ohnehin egal !
dann gucken wir mal auf die wirkliche kaufkraft !

ach - es gibt auch wachkoma-darin befinden sich sehr viele - deswegen lebt das system auch noch ein jahr länger !!

gute nacht !!

GraueEminenz, am 01. November 2009 um 0:36 ( Link )

"Wenn sich der Goldpreis verdoppelt, heißt das nicht unbedingt, dass sie Gewinn machen, sondern eher, dass der Dollar nur noch halb soviel wert ist."
Genauso ist es im Grundsatz - wie jedes Gut bestimmt sich der Preis des Goldes erstmal nach dessen Gestehungskosten bzw. den Gestehungskosten des (marginalen) Anbieters mit den hoechsten Kosten, dessen Preis noch dazu fuehrt, dass der Markt gerade "leer" wird (market clearing price).
Sinkt die Nachfrage, wuerde ueber kurz oder lang der bislang marginale Anbieter den Verkauf einstellen, da er ja mit jedem Verkauf "drauflegt", steigt die Nachfrage, treten weitere Anbieter auf dem Markt in Erscheinung, deren hoehere Kosten nun ebenfalls gedeckt werden koennen. Allerdings mit einer Zeitverzoegerung, die umso groesser ist, je mehr Voraus-Investitionen in der jeweiligen Industrie erfordetlich sind. Gerade beim Bergbau (Goldminen) sind das besonders lange Vorlaufzeiten. Zudem treten weitere Effekte hinzu, z.B. Substitutionen; wird Gold teurer, kann es sein, dass in der Schmuckindustrie eine Tendenz zu Weiss- und Rotgold (Silber- und Kupferbeimengungen) auftritt, dass weniger vergoldete Kontakte in der Computer-Hardware benutzt werden usw.
Weiterhin, das kann man schoen am Oelpreis und der Zu- und Abnahme der Exploration sehen, bedeutet nicht jeder steigende Preis gleich, dass an erweiterten Foerderkapazitaeten gearbeitet wird, vielmehr wird ein Minenunternehmen erstmal lange scharf darueber nachdenken, ob der Preis nun Zeichen zunehmender Nachfrage oder nur ein voruebergehender Effekt ist. Nur im ersteren Falle lohnt ja eine Investition, im anderen Falle wuerde sie dagegen das Unternehmen womoeglich nachhaltig gefaehrden.
Kaeme das Unternehmen zum Schluss, dass es sich um eine inflationaere Preissteigerung handelt, REAL also der Goldpreis gar nicht steigt, m.a.W., dass auch seine Kosten fuer einen Presslufthammer ebenso wie der des Goldes sich nominal verdoppelt haben, wird es eben NICHT investieren, da die Preissteigerung keine Nachfragesteigerung abbildet.
So gesehen ist der Versuch, Inflation direkt am Goldpreis ablesen zu wollen, aehnlich zu bewerten wie die auf den Scharlatan Irving Fisher zurueckgehende Inflations"messung" durch Beobachtung eines Warenkorbes (von der zusaetzlichen Verdrehung der Tatsachen durch "hedonische Regression" wollen wir gar nicht erst reden).
Inflation von lat. inflare ist zu allererst die Tatsache, dass die Geldmenge (M1) aufgeblaeht wird - OB und WIEVIEL danach WELCHE Preise steigen oder nicht, das ist zweitrangig. Dass sie allerdings INSGESAMT und zuletzt explosionsartig steigen ("Hyperinflation") ist ebenfalls naturgesetzlich; aber ebenso, wie es naturgesetzlich so ist, dass JEDER Mensch stirbt, weiss man dennoch im Einzelfall ebensowenig genau wann.
Wenn aber, wie dargestellt, die anfaenglichen Goldpreissteigerungen ueberwiegend lediglich inflationsgetrieben sind, und deshalb die Minenunternehmen vor Produktionsausweitungen zurueckscheuen, dann aber der Nachfrageschub explosionsartig einsetzt, weil Gold nun als fast einziges Wertaufbewahrungsmittel gesehen wird, dann ist es regelmaessig zu spaet, mit Foerder-Erweiterungen auf diese Nachfrage zu reagieren, dann explodiert der Goldpreis ueber das durch Angebot und Nachfrage theoretisch zu erwartende Mass hinaus, die Hyperinflation ist da, das Angebot verknappt aber noch weiter, weil der, der jetzt noch (oder schon) Gold hat, immer weniger bereit sein wird, zu verkaufen. Dann kommen, wie nach dem II. Weltkrieg, wieder Feuersteine und Zigaretten zu Ersatzwaehrungs-Ehren.

ThePhoenix, am 01. November 2009 um 10:00 ( Link )

>>>schon mal nachgedacht wer diese ganze finanzdindustrie die nichts leistet sondern nur schmarotzt am leben erhält !!<<<

Schmarotzer...? Reden Sie von sich selbst...? Nein...?

Ich lebe sehr gut davon die Charts rauf und runter zu traden...! :-)

>>>ja ja - es wurde schon voll mit dem quantitative easing und anderen tricks begonnen !! wie lange die masse dabei zusieht werden wird mal sehen !!<<<

Die Masse wird immer zu sehen weil die Masse es nicht interessiert und die Masse nicht versteht was da passiert. Der Poebel Mittelschicht sind davon der Schlimmste Teil der Masse weil dieser Teil NUR an sich denkt in seinen kleinkarierten, verbildeten Denkmustern ohne Rueckgrat sowie vor Angst um seine "Existenz" ALLES akzeptiert. Wenn das hier alles vorbei ist gibt es die Mittelschicht nicht mehr und das ist auch gut so denn dann brauchen wir auch kein Demokratie "Spiel" mehr wegen diesem Poebel Mittelschicht. Das hat sich dann Beides von selbst erledigt.

>>>kommt aber darauf an auf welcher seite man steht -<<<

Auf der anderen Seite von dem Poebel Mittelschicht. Und dazu beitragen, dass er so schnell wie moeglich der Vergangenheit angehoert.

Dziamdzia, am 01. November 2009 um 13:37 ( Link )

"Poebel Mittelschicht" ?

Sind Sie nüchtern?

ThePhoenix, am 01. November 2009 um 15:31 ( Link )

>>>"Poebel Mittelschicht" ?<<<

Nein...?

Gehoeren Sie auch dazu...?

Oder sind Sie nicht in der Lage "Outside of the box" zu denken aus welchem Grund auch immer...?

Der Poebel Mittelschicht ist der Teil der Masse der am Lautesten schreit und am Wenigsten aus seiner durchschnittlichen Welt auf's Spiel setzen will bzw. verlieren moechte.

Darum ist er ja..der Poebel Mittelschicht...in der Mitte=Durchschnitt.

Das Groteske dabei ist, dass der Poebel Mittelschicht prozentual gesehen gerade den groessten Teil der Verlierer an den Boersen und den globalen Maerkten darstellt. Sie geben es nur nicht zu weil sie sich dann eingestehen muessten das sie ebend nur Durchschnitt=Mitteschicht sind und nicht das Zeug dazu haben als Gewinner herauszukommen.

Und dann wird ebend gepoebelt...gegen Banken, Staat usw. usw. usw.

Die ganze Demokratie "Spiel" existiert nur um dem Poebel Mittelschicht eine Moeglichkeit zu geben um zu poebeln damit es ihnen das Gefuehl gibt irgendwas zu sagen zu haben und wichtig zu sein.

Einmal alle vier Jahre. Und als Belohnung gibt es dann ein paar mehr Kruemel aka Handouts vom Staat.

Veraenderungen kommen von diesem Poebel Mittelschicht nicht. Weil er ebend poebelt anstatt aktiv zu werden...seinen Arsch hochzukriegen und sich Gefahren auszusetzen die zwangslaeufig Teil von grundlegenden Veraenderungen sind.

Alles was der Poebel Mittelschicht z.B. tun muss ist sich weigern weiterhin Steuern zu bezahlen...!

Dann ist Schluss...innerhalb von 14 Tagen...und dann haben sie den Beginn von Veraenderungen.

Wird dem Poebel Mittelschicht aber gar nicht gefallen...weil er dann seine Konfortzone verliert und das Leben ein bisschen unangnehm werden kann.

Schon mal darueber nach gedacht...? :-)

Harald Henke, am 01. November 2009 um 18:47 ( Link )

@Dziamdzia

"Fakt ist, dass man bislang mit Aktien die Krise besser als mit Gold bewältigen konnte."

Können Sie mir diesen "Fakt" erklären? Seit Beginn der Finanzkrise (Juli 2007) sind die Aktienmärkte im Minus und Gold im Plus.

ThePhoenix, am 01. November 2009 um 21:25 ( Link )

>>>"Fakt ist, dass man bislang mit Aktien die Krise besser als mit Gold bewältigen konnte."<<<

Da stimme ich Ihnen grundsaetzlich unumwunden zu.

Kommt aber jetzt auf die feinen Details an WIE sie das mit den Aktien und Gold gemanaget haben.

Wenn Sie Aktien auf dem Hoch im Oktober 2007 vekauft haben und im Maerz 2009 wieder eingestiegen sind dann haben Sie ein schoenes Suemmchen verdient. Je nachdem bis zu 250% je nach Index. Beim S&P500 z.B. Wenn Sie die Aktien gehalten haben...was die meisten "Kleininvestoren" tun...weil die kaufen IMMER hoch und verkaufen IMMER niedrig..das haengt mit deren Polung im Kopf zusammen was "Investitionsverhalten" angeht. Die kriegen das nicht hin...Hoch VERKAUFEN und niedrig KAUFEN.

Bei Gold das Gleiche. Wenn sie vor dem Sommer 2008 verkauft haben und im August/September 2008 wieder eingestiegen sind haben sie bis heute fast 30% verdient bei Gold.

Und wenn sie jetzt vor dem anstehenden Aktiencrash ihre Aktien wieder abgestossen und im 1. Quartal 2010 die richtigen Aktien kaufen dann verdienen Sie sich eine goldene Nase. Soviel verdienen Sie bei Gold ihr ganzes Leben nicht.

Was brauchen die Massen in einer Depression...?

Schnaps, Zigaretten, Anti-Depressant und Stimmungs veraenderer...damit die Massen es aushalten..mit der Depression.

Und jetzt mal 1+1 addieren...:-)

Krust, am 02. November 2009 um 0:00 ( Link )

Ich habe ja generell nix gegen Gold oder Rohstoffe zur Diversifikation aber bei Eichelburg hört mein Verständniss auf. Seit 2 Jahren klick ich immer mal aus Langeweile auf Hartgeld.com. und das Beste sind die täglichen Überschriften. Montag: Der Untergang ist da: Mitwoch: Man haut wieder auf das Gold Untergang nochmal abgewendet. Freitag: Golddrückung mißlungen bei 1000 ist dann wirklich das Ende da. Sonntag: Die Klickaffen haben Ben nochmal rausgeboxt. Montag: Es gibt kein Gold mehr zu kaufen .. kaufe Gold :).
Mitwoch: Man haut wieder auf das Gold , achja heute ist Goldoptionsverfallstag. usw usw. man kennt das ja. Lustig ist auch immer das Fragezeichen hinter den Aussagen damit keiner 2 Tage später behaupten kann es wäre mehr als ne Vermutung gewesen. Jedem dem bei diesem eindimensionalen (srry) Bullshit nich übel wird dem is echt nich mehr zu helfen auch sind die Kommentare, der Spott, der Hass und die Häme die einem dort täglich präsentiert wird weit unter der Gürtellinie des guten Geschmacks (nix gegen ein wenig Satire ) Eichelburg verdient halt Geld mit der Paranoia (Rechts?)Konservativer die sich selbst in ihrer typischen Egotzentrik für die einzig vernuftbegabten Menschen in der Gesellschaft halten. Medien.. Alles manipuliert. Wirtschaftswissenschaftler.. verblendete Besserwisser. Goldskeptiker.. gutgläubige Sheeple.
Im zugehörigen Forum wird ein Prophet nach dem nächsten angebetet solange man aus seinen Analysen noch irgendwass negatives mit drohend nahem Termin rauslesen kann. Dass jeder dieser Leute bei taggenauen Vorhersagen in 1 Jahr Milliardär wäre übersieht man dabei wohlwollend, sollte jemand mal heilige Grale wie das Leontiefmodell (mathematisch nachweisbar völliger Humbug) in Frage stellen wir er als Störer entfernt ehe er "ich bin aber long bei Gold" schreiben kann. Wer sich durch so eine Umgebung in seiner Anlageentscheidung leiten lässt, der hat genau das verdient was er bekommt, am Ende is halt doch jeder für sich selbst verantwortlich. Wer auf den Black Swan wartet ( machen zB auch Amis die sich ohne Mist kleine Atombunker in den Vorgarten setzen) der soll halt warten aber sich nich wundern wenn ihn hier und da einer belächelt und er selbstverschuldet kein glückliches Leben mehr führen wird.

Zu den Kommentaren:

@ Dziamia: Zitat "DASS das Finanzsystem final kollabieren muss, weiß jeder der eine Vorstellung davon hat was exponentielles Wachstum ist"... ...aber nur wenn man sich den Blödfug von Bernd Senf und halbwissenden Waldorfmuttis anhört und sich nicht mal ernsthaft damit beschäftigt. Denkansatz -> Wachstum heißt nicht automatisch Resourcenmehrverbrauch.Denansatz 2 -> bei der Entwicklung der Geldmengen geht es um den Anstieg (1. Ableitung) der Kurven zu bestimmten Zeitpunkten nicht um die nominelle Entwicklung in völlig bedeutungslos langen Zeiträumen. Wer denkt dass 1000 Geld mehr ist als 10 Geld der hat was Wichtiges nicht verstanden nämlich das die Zahlen auf einem Geldschein keinerlei Bedeutung haben und man beliebig umskalieren kann. Ich bin auch kein Profi aber mit mathematischen Taschenspielertricks den Untergang beweisen zu wollen da ringt sich jeder Mathe- oder Wirtschaftsprof. zu Recht nurn müdes Lächeln ab..

@ Jürgen Clasen: Eichelburg lag nicht schlecht sondern konstant danebenm, der schreibt einfach zu jeder Zeit das gleiche nämlich das worauf ein bestimmtes Klientel anspringt: " Der Untergang ist nahe" und das wird er in 2 Jahren noch genauso wie vor 2 Jahren.

@ Egon Helmut:

Sie und ihre Kollegen sollten sich zumindest umfassend informieren zB auf Goldseiten die nich so "religiös fundamentalisch" sind oder mal nen echten Finanzberater fragen der für seine Beratung gerade stehen muss. Was glauben Sie warum auf hartgeld.com steht "Das ist keine Anlageberatung wir haften für nix" ? Stichwort für Sie ist Diversifikation gegen verstärkt konservative Anlagen is natürlich nix zu sagen aber wer sich von Hernn Eichelburg "die Augen öffnen" lässt, sollte sich mal fragen ob er nicht eher von dessen dumpfer Retorik benebelt wird.

@ Phönix

Soso die Reduktion der globalen Geldvermögen hat noch nicht begonnen. Die von der Commerzbank geschätzen 7 Billionen Euro Schaden sind Ihnen in der manipulierten Presse also noch nicht begegnet? Ihnen würde ich ans Herz legen sich mal in die mögliche Bedeutung der volkswirtschaftlichen Variable Umlaufgeschwindigkeit hineinzudenken. Glauben Sie dass der Geldwert sinkt wenn ich die Geldmenge verdopple und die Umlaufgeschwindigkeit halbiere?

So naja verlier gerade die Lust noch mehr zu schreiben auf jeden Fall wird mir immer wieder klar, dass der Fehler vieler Menschen ist zu schnell an die eigene Informiertheit/Überlegenheit zu glauben, was spätestens wenn man denkt, dass man einer von wenigen Erleuchteten in einer Masse aus Dummheit ist (vergleiche Religion) oft in einer geradezu grotesken Abkehr von Rationalität endet.

dickbrettbohrer, am 02. November 2009 um 6:40 ( Link )

Das Problem ist die Umverteilung der Erträge von jenen die arbeiten zu denen, die es nicht tun, oben wie unten. Daß Geldzettel beliebig zu beschriften sind und nichts mit der Realität zu tun haben, ist klar. Aber sie verändern trotzdem die Realität, und die jahrzehntelang stattfindenden Fehlallokationen können sehr wohl in einen wirtschaftlichen Ruin führen - alles hängt davon ab, wie innovativ die Technik ist, ob weiterhin Zeitersparnisse möglich sind bei Tätigkeiten, die dem Lebensunterhalt und dem Wohlstand dienen. Das ist das wahre Drama: die klammheimliche und schleichende Enteignung durch das Papiergeld und das damit einsetzende Wachstum der Schmarotzerschicht. Der Anteil von Menschen, die produktive Arbeit tun, um die schmarotzenden Schichten auszuhalten, wird immer kleiner. Es nimmt nicht wunder, daß versucht wird, die Früchte seiner Arbeit schützen zu wollen. Ich gebe zu, es gibt kein wirklich sicheres Aufbewahrungsmittel. Der Schluß für den erkennenden Geist lautet dann: weniger arbeiten.
Und hierin liegt eine weitere Gefahr für den Wohlstand.
Man muß nicht alles ernst nehmen, was geschrieben und wovor gewarnt wird, aber man kann aus allem etwas lernen. Je unverblümter formuliert, desto größer der Lerneffekt.

Der Kommentar meines Vorbloggers, dem es selbst an Spott und Häme nicht gebricht, beweist, wie wenig er von diesem Spiel verstanden hat. Man muß auch Eichelburgs Kommentare nicht bierernst nehmen!

Tobias , am 02. November 2009 um 11:56 ( Link )

Dennoch möchte ich mich denjenigen anschließen, die Herrn Eichelburgs Kommentare erst dann wieder lesen möchten, wenn ein bisschen mehr, als die übliche und mittlerweile langweilige Gold-Hysterie verbreitet wird.

Ich finde Gold schön und gut, aber "Sicherheit" bietet (fast) keine Anlage. Wer anderes suggeriert und dabei jede Verantwortung von sich weist, der handelt meines Erachtens nicht aufrichtig.

Mich nervt diese monokausale Fixierung auf Gold sehr. Dies ist dem Niveau vieler Leser und Kommentatoren offenbar nicht angemessen.

Daher erscheint auch mir das Eigeninteresse des Autors wichtiger zu sein als Informationsinteresse gegenüber den Lesern.
Hysterie ohne Quellenangaben (Wolframkern im Goldbarren) ist niveaufrei und "ef" nicht angemessen.

FritzLiberal, am 02. November 2009 um 14:56 ( Link )

@Tobias: stimmt, Gold allein reicht nicht. Es braucht auch Wasser, Lebensmittel, Waffen und genügend Munition.

egon helmut, am 02. November 2009 um 23:02 ( Link )

@Kurt

diversifikation - alles zu seiner Zeit, aber Aktien muss man wohl erst wieder nach dem bald folgenden Crash einsammeln !!
Daher wie FritzLiberal - von allen etwas !!

echte Finanzberater (wie viele echt Gute gibt es wirklich?) - da muss einen wohl Blutdruck hochschnellen, die habe ich im Jahr 2000 erlebt - aus schönen Gewinnen eine Nullnummer! Die Loslösung von dieser Spezies hat meinem Portfolio nur gut getan !!!! beim DAX bei 4000 eingestiegen und Dez. 2007 komplett ausgestiegen - aber sollte ja nur eine Korrektur sein ?! - redet eben jeder für sein Geschäft, nicht nur Eichelburg !
Msn muss auch nicht jeden Teil zu 100% aufsaugen.

Aber die vielen Link`s auf Wirtschaftsnachrichten
haben auch ihre positive Seite.
Hört man sich einen Mayer, Müller oder Berninger an weiß ohnehin jeder wo die Reise hingeht.

was heist haften für nix und dumpfe Retorik?
wer haftet für den ganzen Schwachsinn der ganzen Finazjongleure die die ganze Herde regelmäßig in die Falle laufen lassen!?
Bei gut laufenen Märkten kann ein Affe Gewinne vorweisen !!!! Man lebt schliesslich vom Herdentier/Aktionär und will sie bei Laune halten.

Auch ein Eichelburg lebt davon - nur bekommt der nicht mein Portfolio zur Verwaltung sondern versorgt einen mit pointenreichen Kommentaren - es ist eben öfter Kabarett !!!

Und - bevor ich einen Finanzberater befrage, zieht mir lieber ein Affe nach dem Zufallsprinzip eine Aktie. Da ist die Chance größer. Und wenn´s ein Verlust wird ist der LACHER auf meiner Seite !!!

Nun gute Nacht - der Dax gibt schon wieder nach - EM steigt weiter (diese bösen Chinesen)- stimmt da was nicht - kommt der Crash schon ??? !!!

FritzLiberal, am 03. November 2009 um 10:50 ( Link )

@Krust: "oder mal nen echten Finanzberater fragen der für seine Beratung gerade stehen muss. Was glauben Sie warum auf hartgeld.com steht "Das ist keine Anlageberatung wir haften für nix" ?"

Na, dann ersuche ich Sie, mir die Kontaktdaten eines Finanzberaters zu nennen, der "für seine Beratung gerade stehen muss", d.h. meine durch seine Beratung eingetretenden finanziellen Verluste aus eigener Tasche abdeckt. Und wenn der seine Dienste ebenso gratis anbietet wie Hr. Eichelburg, hat er mich hiermit als Kunden gewonnen!

Roman Willi, am 03. November 2009 um 11:34 ( Link )

@Krust:

"bei der Entwicklung der Geldmengen geht es um den Anstieg (1. Ableitung) der Kurven zu bestimmten Zeitpunkten nicht um die nominelle Entwicklung in völlig bedeutungslos langen Zeiträumen."

Wenn die Ableitung Exponentiell ist, dann ist die "Nominelle Entwicklung" auch Exponentiell und umgekehrt. Ableiten müsste man können! Wieso sollen lange Zeiträume bedeutungslos sein?

Krust, am 03. November 2009 um 15:44 ( Link )

alle @ me nur weil ich mal über Eichelburg lästere? Aber gut ich versuch mal zu antworten.

@ Egon Helmut

Dann sind wir uns ja halbwegs einig, solange man sich nicht einseitig informiert und am Schluss selbst nen Schluss zieht is ja alles in Butter.Diversifikation heißt für mich nicht unbedingt Aktien kaufen zu müssen sondern generell nicht einseitig aufs möglicherweise falsche Pferd zu setzen. Deswegen wäre für mich alles in Gold/Silber+Minen genauso Irrsinn wie Aktieneinzelwerte oder die gesamte Anlage in einen Immofonds oder eine Anleihe zu buttern Sehen andere anders wer meint er kennt die Zukunft der soll wetten, auf Gold , das Wasserstoffauto oder wegen mir auf Rot und Schwarz und alternativ auf hoch oder runter. Wie gesagt am Ende sind wir denke ich gar nicht so weit auseinander ich wollte mit meinem Beitrag nur gesagt haben man sollte dem Eichelburg nicht blind hinterhertrotten was ja leider scheinbar einige machen.

@ FritzLiberal

Ein Finanzberater oder dessen Unternehmen haftet durchaus für wissentliche Falschberatung was aber nicht bedeutet, dass Sie ihr Geld wiederbekommen, wenn Sie falsche Vorstellungen vom Riskio/Rendite Verhältnis haben und irgendwas kaufen/unterschreiben was Sie nicht verstehen. Das Bankberater/Verkäufer nich zwangsläufig in Ihrem Interesse beraten, hat ja nun die letzte Oma begriffen nachdem es 5 Mal auf jedem Tv-Sender berichtet wurde. Nimmt man halt nen guten Honorarberater und sacht klar was man will kann ja nich so schwer sein und wer denkt, er kennt sich aus, machts halt selber. Wer allerdings unbedingt kostenlose Beratung brauch und natürlich 8-10% Rendite, risikofrei versteht sich, der muss halt irgendwann mal baden gehen und merken, dass nich immer alles so läuft wie man sich das vorstellt.

@Roman Willi

Zitat:
"Wenn die Ableitung Exponentiell ist, dann ist die "Nominelle Entwicklung" auch Exponentiell und umgekehrt. Ableiten müsste man können! Wieso sollen lange Zeiträume bedeutungslos sein?"

Versteh ich erlich gesagt nicht bei mir ist die 1. Ableitung einer Kurve immernoch eine Gerade und mir ging es um den Schnittpunkt dieses Delta irgendwas also den Anstieg der Kurve.

Lange Zeiträume sind bedeutungslos will heißen, dass es egal ist von und zu welchen absoluten Beträgen sich irgendwelche Geldmengen entwickeln, weil die Zahlen eh abstrakt und völlig beliebig sind und sich der Wert des Geldes ja nur über das definiert was dem Geld gegenüber steht. Wichtig ist wie schnell sich der Geldwert relativ (in %) in einen Anlagezeitraum von Belang ändert sprich wie nütze Geld als Wertspeicher ist. Bleibt dieser relative Änderungswert konstant kann man das System theoretisch 1 Million Jahre laufen lassen und streicht aller 1000 Jahre mal ein paar Nullen an den Scheinen weg. Es gibt dann eben keinen mathematischen zwangsläufigen Zusammenbruch was immer unterstellt wird wenn mit absoluten Beträgen und Kurven argumentiert wird.

Teil B dieser Zusammenbruchsgeschichte ist natürlich das was bei Marx? unter Konzentration der Produktionsmittel läuft sprich die Umverteilung aller Dinge von Wert hinn zu dem der eh schon viel hat.
Dies ist meiner Meinung aber eine gesellschaftliche Fragestellung ob und wieviel mehr der fleißige,kluge,glückbehaftete,rücksichtslose mehr haben darf. Das kann man von lasch (Usa) über medium (Dtl mit 50% Staatsquote) bis hart (Venezuela) regeln das ist aber keine Frage oder Aufgabe des Geldsystems.
Wer meint Geld wird immer mehr nur weil es da ist der soll mir eine einzige risikofreie Anlagemöglichkeit zeigen welche nach Steuern eine positive Realverzinsung bringt. Ich sachs gleich ich kenne keine..

Teil C ist halt immer die Aussage Wachstum der Geldmengen brauch Wachstum des Resourcenverbrauches und da Ressourcen endlich sind kommt auch der Zusammenbruch. Stimmt aber eben nicht weil die Geldmengen auch bei konstanter Warenmenge beliebig wachsen könnten und Wachstum eben auch durch mehr Effizienz (verbrauch von weniger oder nur nachhaltiger Ressourcen) entstehen kann.

Ich weiß halt nicht ob und wie ich das rüberbringen kann bin auch kein Profi, Fazit is aber, dass dieser "das Geldsystem MUSS MATHEMATISCH BEGRÜNDBAR zusammenbrechen" Käse inlusive Youtubevideos usw eben Käse ist, was nicht heißt dass es nicht warscheinlicherweise 5 mal in den nächsten paar 100 Jahren zusammenbrechen wird das ist durchaus möglich allzuviel Konstanz gab es ja in keinem Abschnitt der Menschheitsgeschichte. Es lassen sich aber problemlos und auch mit Geldmengenwachstum, Inflation ect makroökonomische Kreisläufe konstruieren welche unbegrenzt laufen.

FritzLiberal, am 03. November 2009 um 19:25 ( Link )

@Krust:

Ein Finanzberater oder dessen Unternehmen haftet durchaus für wissentliche Falschberatung was aber nicht bedeutet, dass Sie ihr Geld wiederbekommen, wenn Sie falsche Vorstellungen vom Riskio/Rendite Verhältnis haben und irgendwas kaufen/unterschreiben was Sie nicht verstehen.

Bitte nicht ausweichen, das war nicht das Thema. Es sei denn, Sie wollen Eichelburg vorwerfen, dass er wissentlich falsch beraten würde.

Also, wo bitte müssen Finanzberater im höheren Maß für ihrer Beratung geradestehen als Eichelburg?

ThePhoenix, am 04. November 2009 um 18:38 ( Link )

>>>Wer meint Geld wird immer mehr nur weil es da ist der soll mir eine einzige risikofreie Anlagemöglichkeit zeigen welche nach Steuern eine positive Realverzinsung bringt. Ich sachs gleich ich kenne keine..<<<

Es gibt sie....

als Market Maker an der FOREX mit Geld von der Bank abgesichert durch einen sogenannten "Letter of Credit"...also KEINE eigenen Sicherheiten hinterlegen...den USD shorten.

Garantiert OHNE Risiko und POSITIVE Realverzinsung.

Das ist auch unter dem Namen "Going Short with OPM" bekannt. :-)

Gamma, am 06. November 2009 um 1:11 ( Link )

Ich hoffe, alle Leser haben jetzt ihre Rettungsboote aus Gold.

Ein seltsam passendes Bild, welches Herr Eichelburg da verwendet. Vorausgesetzt, dass Rettungsboot bietet genug Verdrängung um sich überhaupt über Wasser zu halten, müssen wohl auch größere Zweifel an der Sturmtauglichkeit erlaubt sein.

Wer nicht untergehen will sollte zuallererst in ein taugliches Boot investieren. Manche werden allerdings auch mit Ballons glücklich.

GraueEminenz, am 21. Januar 2010 um 21:04 ( Link )

Fuer alle, die weiterhin Interesse an meinen "Kommentaren zur (Un)Zeit" haben, bin ich nun hier zu finden:
http://crisismaven.wordpress.com/
"Crisismaven's Blog -
Real and Potential Crises Past and Present".


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