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Marktkommentar: Der Monster-MonetendruckDroht den Papiertigern Euro und Dollar der Reißwolf? Man spielt uns derzeit vor, als ob der Euro wieder „gerettet“ sei. Sogar die Griechen könnten wieder Staatsanleihen verkaufen. Das dürfte durchaus so sein, fragt sich nur an wen? An die Manager von Pensionsfonds oder an die EZB? In Wirklichkeit gibt das den Eurostaaten mehr Zeit zum Druck neuer, eigener Währungen; das ist überall im Gang. Um einen „Graceful Exit“ aus dem Euro im 2. Halbjahr 2010 zu ermöglichen – wenn es notwendig ist, denn die nächste Euro-Krise kommt bestimmt. Dafür kommt der US-Dollar unter Druck. Nicht nur an den Devisenmärkten, sondern man druckt ihn auch stark und will noch mehr davon drucken. In der letzten Woche kamen mehrere Meldungen von einem bevorstehenden Monster-Monetisierungsprogramm der Fed. Etwa: Fed “goes all in” am OTC-Derivatemarkt. Man möchte 25 Billionen (trillions) US-Dollars an Credit Default Swap (CDS) Derivaten garantieren, die offenbar an Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS), also Anleihen aus gebündelten Krediten für Bürohäuser, Shopping Malls, etc. hängen. Diese Kredite verzeichnen derzeit enorme Ausfallsraten, besonders in den USA durch den nachlassenden Konsum in der Depression, in der sich das Land befindet. Bereits im Frühjahr 2010 wurde eine Monster-Ausfallswelle bei Krediten für Commercial Real Estate (CRE) in den USA und Europa angekündigt, jetzt ist sie da. Also wird Heli-Ben Bernanke gigantische Mengen an diesen CMBS mit neu gedruckten Dollars aufkaufen müssen, wie er es bereits mit den RMBS von Fannie Mae und Freddie Mac gemacht hat. Oder er wird die Aussteller der CDS auf diese Anleihen stützen müssen, wie es bei AIG gemacht wurde. Das zusätzlich zu den 80 Prozent an laufend ausgegebenen US-Staatsanleihen, die auch die Fed mit frisch gedrucktem Geld aufkauft. Die restlichen 20 Prozent dürften ausländischen Zentralbanken kaufen. Da fragt es sich, wer ist lahmer und schwächer unter den „Reservewährungen“, der Euro oder der Dollar? Beide sind in Wirklichkeit „Toilettenpapier“, der Dollar einfärbig grün, der Euro bunt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie alle abverkauft werden, denn inzwischen rührt sich auch wieder die Inflation kräftig. Aus China kommen inzwischen Meldungen, dass auch dort ein Crash der Superklasse bevorsteht, besonders bei Immobilien. 65 Millionen neue Wohnungen und ganze Städte stehen leer. Gold: Es versteht sich von selbst, dass vor dem Monster-Dollar-Druckprogramm kräftigst auf den Goldpreis gedrückt werden musste, damit nicht gleich die Flucht aus den Währungen in das Gold losgeht. Dazu hat man in den letzten Wochen alle Mittel eingesetzt, aber nur eine zu Spitzenzeiten bescheidene Drückung von $100 auf etwa $1.160/oz zusammengebracht. Mehr geht nicht mehr. Dazu setzen Banken inzwischen das bei ihnen gelagerte Gold ihrer Kunden ein und verkaufen oder verleasen es. Sobald die Derivatenkrise sichtbar wird und die Monster-Gelddruckerei beginnt, wird der Goldpreis sicher wieder hochfahren. Wir sollten dann im Laufe des Augusts oder im September neue All-Time-Highs und ein Überschreiten der $1.300 Marke sehen. Sobald wirklich etwas Gravierendes im System passiert und der Goldpreis hochschießt, aber nicht mehr runtergeht, können wir innerhalb weniger Tage auch $10.000/oz sehen. Ewig wird das nicht verhinderbar sein. Anfang Mai war es schon fast so weit. Und dann kann man nichts mehr retten. 07. August 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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