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Marktkommentar: Die Folgen der Papiergeld-InflationGold und Silber auf neuen Höhen Der letzte Marktkommentar vor zwei Wochen hatte den Titel „Gold und Silber am Weg zu neuen Höhen“. Jetzt sind die neuen Höhen oder All-Time-Highs (ATH) zumindest in US-Dollar erreicht worden. Konkret erreichte Gold am 02.03.2011 ein neues ATH von $1440/oz, Silber ein Post-Hunt-High (PHH) von $35/oz – also der höchste Wert, seitdem Anfang 1980 die Hunt-Brüder den Silberpreis auf $50 hochtrieben. In Euro wurde bei Gold noch nicht das bisherige ATH von €1070/oz überschritten, weil der Euro im Vergleich zu damals jetzt stärker ist. In den Medien wird schon von einem baldigen Goldpreis von $1500 geschrieben. Das ist sehr realistisch, da jetzt einige Sachen zusammenkommen: ein todkranker Euro, dem bald das 3. PIG, Portugal, wegsterben wird; ein noch kränkerer US-Dollar, der derzeit sogar gegenüber dem Euro sinkt; Revolutionen im nordafrikanischen Raum, die Unsicherheit bringen und den Ölpreis hochtreiben In früheren Zeiten flüchteten bei Krisen in der Welt, die „Investoren“ (genauer gesagt, die diversen Fondmanager) automatisch in den Dollar und in die US-Staatsanleihen, der Dollarkurs stieg dann. Das ist dieses mal ganz anders: es gibt Krisen in der Welt, und der Dollar sinkt. Also büßt der Dollar inzwischen seine Rolle als Weltreserve- und Fluchtwährung ein – eine sehr signifikante Entwicklung. Etwas, was von den Finanzmächten mit allen Mitteln verhindert wird, solange es geht. Bill Buckler schreibt in jedem seiner „Gold this Week“ Berichte diese Präambel: “The global paper currency system is very young. It depends for its continued functioning on the BELIEF that the debt upon which it is based will, someday, be repaid. The one thing, above all others, that could shake that faith, and therefore the foundations of the modern financial system itself, is a rise (especially a sharp rise) in the U.S. Dollar price of Gold.” Also: ein Anstieg des Goldpreises in US-Dollars und besonders ein schneller Anstieg erschüttert das Fundament unter dem US-Dollar und damit aller anderen Papiergelder in der Welt. Warum? Weil dann eine Fluchtbewegung aus diesem Papier, hinter dem nichts als der Glaube an den Staat steht, einsetzt. Diese Papiergelder enden dann bald in einer Hyperinflation. Oder: Inflation ist die ultimative Steuer. “Eine Steuer, von der die Leute nicht wissen, dass sie besteuert werden. Eine Steuer für Leute, die an Papiergeld und an ihre Regierung glauben” (Warren Buffett). Wenn diese „Inflationssteuer“ zu groß wird, wie jetzt, beginnt die Flucht ebenfalls. Besonders bei Silber ist fast nichts mehr da, auch die Eliten gehen jetzt aggressiv in Gold. Die Preise dieser Geldmetalle dürften bald richtig explodieren. Vermutlich sehen wir gerade den großen Preisausbruch, der das Finanzsystem zum Einsturz bringen wird. In der Geschichte wurde immer bei einer Gelddruckerei wie jetzt die Währung einmal abverkauft. Dieses mal wird es wieder geschehen, allerdings gibt es dann keinen Dollar mehr, in den man flüchten könnte. Man muss in die Rettungsboote aus Gold. 05. März 2011 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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