Walter K. Eichelburg

Ist Betreiber der meistgelesenen deutschsprachigen Gold- und Krisenwebsite hartgeld.com. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel im Finanz- und IT-Sektor und kann unter info@hartgeld.com erreicht werden. Alle Artikel von Walter K. Eichelburg sind als völlig unverbindliche Information anzusehen und stellen keine Anlageempfehlung dar. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen.

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Silber: Vom Post-Hunt-High zum All-Time High

von Walter K. Eichelburg

Der anschwellende Exodus aus dem Papiergeld

Ostermontag, der 25. April 2011, war für Silber-Investoren und Silver-Bugs ein Freudentag. Erstmals seit Januar 1980 wurde ein neues All-Time-High (ATH, Allzeithoch) des US-Dollar Silberpreises erreicht: $49.81/oz. Der damalige Wert war $49.45 (close, zwischendurch über $50). Dieses Hunt-High (als die Hunt Brüder damals den Silberpreis so hoch trieben) wurde seitdem nie mehr erreicht, daher gab es bisher nur Post-Hunt-Highs.

Allerdings dauerte das neue ATH nur sehr kurz, gleich darauf wurde der Silberpreis zusammen mit dem Goldpreis vom Goldkartell wieder gedrückt – wegen der anstehenden Option Expiry und dem FOMC-Meeting der Fed (übliche Drückungstermine).

Aber weit ging es nicht hinunter. Bei Gold auf $1500/oz, bei Silber auf $45. Früher waren wir stärkere Drückungen gewohnt. Inzwischen hat ein richtige Run auf das Silber zu Investmentzwecken eingesetzt, es geht inzwischen gleich viel Kapital in Gold wie in Silber. Besonders von Asiaten wird alles Silber aufgekauft, das zu bekommen ist, egal um welchen Preis.

Der Preisanstieg bei USD-Silber ist enorm (1-Jahres-Chart von Finanzen.net). Innerhalb eines Jahres ist es von ca. $18 auf jetzt $ 46 gestiegen, in Euro nicht viel weniger. So kostet etwa das kg Silber jetzt €1000, vor 6 Monaten die Hälfte, vor 6 Jahren €150.

Gold steigt im Moment weniger, weil man seinen Preis noch besser drücken kann. Genauer: die Investoren kann man mit Papier leichter betrügen als die Industrie, die echtes Metall braucht. Bei Silber ist die Industrienachfrage viel massiver als bei Gold.

Chartisten-Warner

Selbstverständlich gibt es immer die „Experten“ und Bank-Wahrsager, die einen solchen Silberpreis niemals für möglich gehalten hätten. Ihrer Meinung nach wäre $18 angemessen, vermutlich aus dem eigenen Kaffesud gelesen.

Jetzt treten auch noch die Chartisten auf, die einen massiven Einbruch beim Silberpreis voraussagen. In einem freien Markt setzt bei einem derartigen, parabolischen Anstieg immer einmal eine massive Korrektur ein. Jedoch sind die Märkte für die Geldmetalle Gold und Silber nicht frei, sondern von den Zentralbanken nach unten manipuliert – um Konkurrenz vom eigenen Papiergeld fernzuhalten. Bei Silber bricht diese Preisdrückung gerade zusammen, daher der Anstieg.

Sterbendes Papiergeld treibt Anleger zum Gold

Das ist der Titel eines Artikels in der „Welt“, der genau das aufzeigt, was derzeit passiert. Es hat eine Flucht primär aus dem US-Dollar, sekundär aus allen anderen Währungen in das Geld von Vergangenheit und auch Zukunft, Gold und Silber, begonnen.

Diese Flucht läuft weltweit, besonders aber in Asien. Bei Gold kann man den Preisdeckel noch draufhalten, aber auch das ist bald Geschichte. Dann bricht auch der Goldpreis richtig aus und die allgemeine Panik setzt ein. Gold ist viel „systemgefährlicher“ als Silber. Das wird das Ende des bekannten Papiergeld-Finanzsystem sein. Bald.

30. April 2011

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