Walter K. Eichelburg

Ist Betreiber der meistgelesenen deutschsprachigen Gold- und Krisenwebsite hartgeld.com. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel im Finanz- und IT-Sektor und kann unter info@hartgeld.com erreicht werden. Alle Artikel von Walter K. Eichelburg sind als völlig unverbindliche Information anzusehen und stellen keine Anlageempfehlung dar. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen.

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Marktkommentar: Die Euro-Retter retten den Euro zu Tode

von Walter K. Eichelburg

Die letzten Tage von Brüssel und Gomorrha

Leider noch einmal ein Euro-Artikel. Schließlich ist der Euro unsere Währung, zumindest in Deutschland und Österreich. Der Schweizer Franken ist inzwischen auch nur mehr „etwas“ besser, da die SNB den Euro stützt und damit den eigenen Franken schwächt – wegen der „Exporte“.

Was die „Euro-Retter“ in den letzten 2 Wochen aufgeführt haben, ist nicht mehr zu ertragen. Klarerweise geht es um Griechenland, das wieder einmal pleite ist, nicht sparen will, aber das die Unverbesserlichen unter den Euro-Rettern immer noch mit Geld überschütten möchten.

Hier einige Schlagzeilen der großen Medien aus den letzten Tagen: „Politiker steuern Europa in die Abhängigkeit“ oder „Europas Hin und Her bringt den Euro unter Druck.“

Die hektischen und verrückten Aktionen der Euro-Politiker rund um die Griechenland-Pleite geben ein verheerendes Bild über die EU und den Euro ab. Aus einer solchen Währung sollte man schleunigst flüchten.

„Griechenland ist ein Fass ohne Boden“

Ja, es ist sinnlos, dort noch weiteres Geld hineinzustecken. Denn Griechenland hat nicht nur ein Schuldenproblem, sondern vor allem ein Strukturproblem: einen viel zu riesigen und teuren Staatsapparat, aber zu wenig Exporte. Das muss korrigiert werden. Weitere Kredite an die Griechen sind genauso wie die alten Kredite verloren. Das Land muss den Staatsbankrott anmelden und aus dem Euro raus.

„Finanzmarkt gibt Griechenland auf“

Nur mehr diese Politik-Hühner und die EZB stützen die Griechen mit unserem Geld. Der Markt verlangt schon sagenhafte 28 Prozent Zinsen für 2-jähige Anleihen – Pleitebereich.

Wollt ihr die totale Euro-Rettung, totaler als alles, was ihr bisher gesehen habt? Das ist natürlich abgewandelt Goebbels Ansage des totalen Krieges. Aber es passt genau. Mit diesem neuen, permanenten „Rettungsschirm“, ESM genannt, werden die AAA-Zahlerstaaten für alle Ewigkeit versklavt. Deren Parlamente sollen die Budget-Hoheit an die EU abtreten und haben dann nichts mehr zu sagen. Wie viele werden zustimmen? Vermutlich nur die gläubigsten EU-Schafe.

„Der neue Rettungsschirm ist ein Fass ohne Boden“

Klarerweise ist er das. Die Abstimmungen sind für September 2011 geplant. Ob der Euro dann noch existiert, ist eine andere Frage. Denn die Kapitalflucht beginnt: „Flucht aus dem Euro: Britische Banken ziehen Milliarden vom Kontinent ab“

„Die Welt“ sagt damit sogar der Masse schon: verlasst den Euro, „Wohin mit dem Geld?“ Und der „Spiegel“ hat auf seinem neuesten Cover sogar einen Euro-Nachruf. Deutlicher kann man nicht mehr sein. In der Tat läuft bereits eine Flucht aus dem Euro, wie etwa der ständig stärker werdende Schweizer Franken zeigt. Die wirkliche Gefahr für den Euro ist aber das Gold. Dessen Preis wird derzeit immer noch gedrückt, das wird aber nicht mehr lange möglich sein, da weltweit eine Flucht in das Gold wegen der enormen Inflation läuft.

Sobald der Goldpreis aber richtig ausbricht, gibt es die weltweite Währungskrise, die nur mit sehr hohen Zinsen bekämpft werden könnte, aber solche hält das Finanzsystem keineswegs aus. Der Euro wird das nicht überleben, da dann jedes Euro-Huhn allein kämpfen wird.

25. Juni 2011

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