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Marktkommentar: Die Euro-Hühner und der Gold-FuchsKeine Konjunktur für Papier-Rettungsschirmchen Auch dieser Marktkommentar beschäftigt sich wieder einmal mit dem Euro, schließlich ist er unsere Währung (die Schweizer dürfen sich freuen, dass er nicht auch ihre Währung ist). Was die Euro-Rettungspolitiker jetzt aufführen, kann nur noch mit einem Hühnerstall verglichen werden, in dem die Hühner in Panik herumrennen und gackern. Es fehlt nur mehr der Fuchs im Hühnerstall. Nachdem der bisher große Euro-Zampano, Jean-Claude Juncker immer weniger glaubwürdig ist, hat jetzt offenbar EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy die Funktion des Euro-Retters übernommen. Was ist die Funktion des EU-Ratspräsidenten eigentlich wirklich? Es gibt da drinnen in der EU zu viele Herrscher und Diktatoren, als dass man deren Funktionen auseinanderhalten könnte. Van Rompuy wollte überfallsartig am 15. Juli 2011 einen neuen EU-Rettungsgipfel ansetzen, ist dabei aber zumindest bei Deutschland und Frankreich abgeblitzt. Jetzt soll dieser Gipfel am 21. Juli stattfinden. Ob dabei etwas herauskommen wird, ist sehr ungewiss. Offiziell soll es dabei um einen 120 Milliarden Euro schweren „Nachschlag“ für das Pleiteland Griechenland gehen. Real geht es natürlich um die neuen Pleitekandidaten Italien und Spanien, die bald selbst gerettet werden müssen. Nur sind sie eindeutig zu groß dafür. Niemand wird die notwendige Aufstockung des „Rettungsschirmes“ auf 2 Billionen Euro genehmigen oder glauben. Der Zug für Euro-Rettungen ist abgefahren. Eine denkbar schlechte Presse Die Medien ziehen jetzt massiv über diese ganzen Rettungspläne und das Gezerre dabei her. Die Unterstützung bei der Bevölkerung der Zahlerstaaten sinkt genauso massiv. Daher wird es kaum weitere Rettungen geben. Die Zeit dafür ist vorbei. Daneben werden Euro und EU auch schon als das gebrandmarkt, was sie wirklich sind: Elitenprojekte, die gerade untergehen. Etwa dieses Zitat aus einem Artikel: „Der Fehler der europäischen Währungskonstruktion war und ist, dass die Währungsunion ein Projekt der Eliten ist und keins der Bürger.“ Inzwischen setzt auch in Deutschland (die Griechen sind damit schon fertig) bereits ein Run auf die Banken ein, Geld wird abgehoben. Viele wollen aus dem Euro raus und in Gold und Silber rein. Diese Geldmetalle werden gerade zu Rettungsbooten. Der Gold-Fuchs kommt In einem Hühnerstall kommt dann totale Panik auf, wenn ein Fuchs eindringt. Durch das panische Herumrennen der Hühner wird sein Tötungsinstinkt immer wieder geweckt, bis alle Hühner tot sind – mehr als der Fuchs fressen kann. In den Euro-Hühnerstall ist gerade der Gold-Fuchs eingedrungen. Der Goldpreis ist gerade über $1600/oz gegangen und hat in Euro einen mächtigen Sprung auf €1145/oz gemacht. Nicht nur melden Edelmetallhändler in Deutschland eine explodierende Nachfrage und Panikkäufe. Weltweit wird jetzt immer mehr Geld in Gold und Silber gehen, denn das Problem hoher Inflation und maroder Währungen und Bankensysteme sowie Staaten ist ein weltweites. Vermutlich ist das jetzt nicht mehr zu stoppen und es kommt bald ein globaler Währungscrash. Der Gold-Fuchs beißt jetzt überall zu. 23. Juli 2011 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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