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Marktkommentar: Der Crash-Countdown läuftIndikator ist ein Goldsprung um 100 Dollar Kurz einige Worte zum Euro: Die diversen Euro-Rettungen zerfallen derzeit politisch. So will etwa Finnland den Griechen kein Geld mehr geben, oder nur gegen ein Geld-Pfand, das andere Zahler aufbringen sollen. Und schon haben sich andere Staaten angeschlossen, die für sich das Gleiche wollen. Auch wird der nächste „Rettungsschirm“, der ESM, nicht durch die Parlamente gehen. Es wäre eine Selbstaufgabe dieser Parlamente. Die Zustimmung in allen 17 Eurostaaten wäre notwendig. Auch andere „Rettungsvehikel“ wie Eurobonds oder eine „Europäische Wirtschaftsregierung“ kommen nicht weiter. Das Einzige, das derzeit den Euro noch rettet, sind die Marktmanipulationen und die Urlaubszeit. So sind die Finanzmärkte derzeit nicht voll besetzt, das wird sich Anfang September wieder ändern. Dann wird es auch nichts mehr nützen, wenn etwa die Schweizer Nationalbank Unmengen von Todeseuros aufkauft. Der Euro-Zerfall kommt bald. Bankenkrise 2.0 Wir sprechen hier nicht von den griechischen Todesbanken, sondern von Großbanken wie Unicredit, Societe Generale oder Bank of America. Laut Medienberichten stehen diese alle an der Kippe und viele andere Banken sicher auch. Wenn auch nur eine dieser Banken umfällt, weil plötzlich massiv Kapital abgezogen wird, fällt alles um. Der Interbankenmarkt ist ohnehin bereits wieder im Kollaps. So warnen etwa Europäische Bankenaufsicht und IWF bereits öffentlich vor einer Bankenkrise wie 2008. 2008 konnte das System nur mit größter Mühe und enormen Bailout-Summen von Zentralbanken und Staaten gerettet werden. Außerdem war der „Feind“ des Systems, der Goldpreis, nur halb so hoch wie jetzt. Heute sind die vielen Staatsanleihen von Pleitestaaten in den Bankportfolios die Hauptursache der Bankenkrise. Eine Bankenrettung wie 2008 wird daher 2011 nicht mehr möglich sein. Wenn der Crash losgeht, kracht es blitzschnell und die Banken sind zu. Dann kommen Währungsreformen, wo in der Eurozone dann neue, nationale Währungen eingeführt werden. Die Sparerschafe sind dann geschoren. Wann es passiert? Vermutlich noch im September 2011. Gold Inzwischen gibt es einen weltweiten Run ins Gold. In der Eurozone aber nur in Deutschland und teilweise in Österreich. Daher stieg der Goldpreis vor einigen Wochen ja auch auf bis 1900 Dollar je Unze, bis er dann unter Aufbietung aller Kräfte wieder etwas gedrückt werden konnte. Aber ein baldiger Wiederanstieg ist sicher. Diese Flucht aus dem Papiersystem kann man jetzt nicht mehr stoppen, nur etwas aufhalten. Bald wird der Zeitpunkt kommen, wo Zentralbanken und Staaten versuchen müssen, wie in jeder Währungskrise mit sehr hohen Zinsen und massiven Einsparungen zu retten. Spätestens dann haut es alles zusammen: Banken, Aktien, Staaten, verschuldete Firmen, alle Geldvermögen. Der Indikator für den Systemcrash wird sein: Wenn der Goldpreis plötzlich um 100 Dollar pro Unze oder mehr steigt und nicht mehr runtergeht. Und nicht vergessen: Nach diesem Crash machen jene die neuen Regeln, die das Gold haben, nicht mehr die heutigen Politiker und sonstigen Eliten. Diese gehen alle mit ihrem Papiergeld unter. Die Wut der betrogenen Sparer wird furchtbar sein. Sie kommt bald. 03. September 2011 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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