18. Januar 2012

Ingo Schulze, die Zweite Da lass ich die Hose runter!

Vulgäranalyse?

In früheren Zeiten habe ich mein Geld damit verdient, feministischen Verlegerinnen, die reich geheiratet hatten und sich die Lippen dunkel schminkten, amerikanische Erfolgsromane in Rohübersetzungen so herzurichten, dass die Übersetzungen der überforderten feministischen Alkoholikerinnen von Übersetzerinnen des betreffenden Verlags nicht mehr vor angeblichem Altherrenhumor troffen. Es war ein Leben, dessen Substanz von einer perversen Beobachtungsgier im sexuellen Sinn bestimmt war: Ich sah im Verlagshaus ältere ungarische Autoren als Knuddelbären herumstehen und „köstliche“ Witze über irgendeinen Nationalcharakter reißen. Und ich sah oder schlüssellochte DDR-Knilche, die mit älteren Feministinnen schmusten, weil sie dafür Geld bekamen, das kaum reichte, um die Miete zu bezahlen. Knuddelbären und politisches Brusthaar; demokratisch bis in die Spitze der roten Eichel, pleite, hinter den politisch korrekten Weibern her, die ich so gern ausgepeitscht hätte. Im Grunde handelte es sich um eine öffentlich finanzierte Sexualität, die dann von den Subventionsverweigerern in den Chefetagen der internationalen Medienkonzerne grausam sabotiert wurde. Kein Wunder, dass Ingo Schulze den Kapitalismus hasst; er hat allen Grund dazu. Es wäre einen Versuch wert, einen beliebigen Kapitalismuskritiker, der meine Einkommenssteuersumme 2010 von Euro 24.632 für einen Schlucker wie mich für zu niedrig hält, und der sein Geld damit verdient, auf Auslegware in Verlagshäusern Feministinnen abzuschmusen und als „moderner Mann“ zu laufen, mit seinen eigenen Texten in einer intimen Vorlesung zu konfrontieren.

Nie werde ich den Moment vergessen, als mein alter Doktorvater, ein Nachbar der schwarz geschminkten geldgeilen Scheißfeministin, den Strahl seines Gartenschlauchs über den Gartenzaun auf den Gartentisch seiner feministischen Nachbarin richtete und einen Stoß Männerbücher von verkrüppelten DDR-Opfern hinwegfegte: Er schrie „um Gottes Willen“ und begründete sein Wasserabdrehen mit einem glatten Triebverzicht.


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Fritz Gstättner

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