09. März 2012

Christenverfolgung Arabischer Frühling und Kinderfasching in Dahlem

Mitten in Berlin mit dem Tod bedroht

In der wunderschönen Umgebung, in der ich hause, fühlen sich die Kinder wohl. Unterschiedliche Kinder aus mehr oder weniger unterschiedlichen Kulturen feiern und lachen gemeinsam, dass es eine Freude ist. Mit einem sardonischen Lächeln auf den Lippen brachte ich meine Tochter neulich an das Tor einer orientalischen Residenz; hinter den dicken Mauern sollte ihre kleine Freundin mit einer beweglichen „echten“ elektrischen Katze zum Spielenachmittag auf sie warten. Ein freundlicher Mann in einer phantasievollen Butler-Uniform öffnete die Tür. Zwei kleine Kinder, die sich aus der Kita kennen und die unter der Aufsicht einer freundlichen Mutter einen schönen Nachmittag verbringen sollten.

Erleichtert grinsend ging ich den Nachmittag über meinem Schandwerk nach. Mein Büro bekam ganz rote Wände von den kraftvollen Gleichstellungsphrasen, die ich für gutes Geld in den Rechner schlug. Lachend schickte ich den bolschewistischen Scheißkram an ein bolschewistisches Genderbüro und setzte mich in den Wagen, um zuerst meine Frau und dann meine Tochter abzuholen.

Im teuren Trachtenjanker und mit militärischem Kurzhaarschnitt schritt ich an der Seite meiner schönen blonden Frau an kleinen orientalischen Betontürmchen vorbei in die Residenz des orientalischen Würdenträgers. Dort lachten die Kinder und trieben sich am Marmorboden herum. Der Würdenträger selbst entpuppte sich als ein kultivierter christlicher Europäer im Anzug; dessen Frau zog die meine in den hinteren Bereich der Residenz. Ich hatte im Salon einen Zirbenschnaps zu trinken und durfte rauchen. Der Salon war so groß, dass man dort ohne weiteres einen Koran hätte verbrennen können, ohne dass die Luft dadurch verpestet worden wäre.

Nach einem kurzen angenehm oberflächlichen Gespräch, in dem der Mann sich mir als Angehöriger der christlichen Oberschicht eines orientalischen Landes und als Unternehmer vorgestellt hatte, verließ ich mit meiner verweinten Frau die Residenz.

Warum hast du geweint?, entschloss ich mich feinfühlig zu fragen. Die Frau des Würdenträgers sei voller Sorge; man bedrohe sie täglich mitten in Berlin mit dem Tod. Eine Rückkehr in das Heimatland sei derzeit ausgeschlossen, weil die Opposition ihresgleichen so schnell wie möglich aufzuhängen gedenke. Ihr Kind sei dort in tödlicher Gefahr, es trage einen besonders provokanten christlichen Namen.

Man habe im Heimatland keine finanziellen Interessen, auch in Deutschland nicht, aber die Angst, dass Verwandte abgeschlachtet würden, sei groß. Zudem sei der Mann entschlossen, sein Ehrenamt in Berlin aufzugeben, Geld habe er für seine diplomatische Tätigkeit nie verlangt. Er wolle allein in die Heimat zurück und sich dort der Lage stellen. Schon vor einem Jahr seien an ihrem Heimatanwesen Leute aufgetaucht, die alles fotografiert und sich Auskünfte von den Nachbarn besorgt hätten. Eine Anzahl von arabischen „Businessmen“, deren geschäftlicher Erfolg ganz unerklärlich sei, hätten sich an die Kunden des Mannes herangemacht und sie bedroht, dabei gleichzeitig angeboten, alle Geschäfte zu übernehmen. Wir werden alles verlieren, und meinen Mann werden sie töten, habe die verzweifelte Frau meiner Gattin gesagt.


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Fritz Gstättner

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